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  Das Opfer: Psychothriller | John Katzenbach
 
 
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Das Opfer: Psychothriller
John Katzenbach

Droemer/Knaur, 2007 - 656 Seiten

Kundenbewertung:(48 Bewertungen)
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Will Goodwin sieht die Gefahr nicht kommen. Als die schwarze Gestalt in einer dunklen Gasse seine Richtung stürzt und er die Arme hebt, um sich zu schützen, ist es bereits zu spät. Mit einem Schlag mit einem Bleirohr, das ihn mit großer Geschwindigkeit ?und mit unerbitterlicher Wucht? an der Stirn trifft, ist er plötzlich zum Krüppel geworden. Den Täter Michael O?Connell kennt Goodwin nicht. Ihm wurde zum Verhängnis, dass ihn Ashley Freeman geküsst hat. Der Anschlag ist O?Connells grausame, skrupellose Rache.

Aber auch Ashley kennt O?Connell kaum. In einer unvernünftigen Minute hat sich die Studentin zu einem mehr als unbefriedigenden One-Night-Stand mit dem Computerfreak und Kleinkriminellen hinreißen lassen, den sie schon am nächsten Morgen bitter bereut. Noch bitterer wird die Reue, als Ashley begreift, dass O?Connell nicht bereit ist, sie in Ruhe zu lassen. Der smarte Psychopath ist der Meinung, dass er und die junge Frau auf ewig zusammengehören -- und dass niemand anderes sie lieben darf, wenn es ihm nicht erlaubt sein sollte. Ein tödliches Katz- und Maus-Spiel beginnt, in das auch Ashleys zerrissene Familie verwickelt wird...

Ausgehend von einem verdächtigen Zettel, den Ashleys Vater, der Geschichtsprofessor Scott Freeman aus dem Mülleimer fischt, entwickelt der US-amerikanische Bestseller-Autor John Katzenbach seinen Stalking-Thriller. Mit viel Sinn für Dramaturgie -- und für die sensible Psyche seiner Leser -- entwickelt er langsam, aber stetig aus der Retrospektive einen Plot, der bei der Lektüre den Atem raubt. Das Opfer ist Katzenbach at it?s best. Beste Krimiunterhaltung mit Grusel-Faktor. Garantiert. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de


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Das Opfer, dass man erbringen muss.....

Ich habe das Buch vor 1,5 Jahren zum Geburtstag geschenkt bekommen. Da ich Krimis und Thriller als Genre bevorzuge, war dieses Buch auf den ersten Blick Perfekt. Als ich angefangen habe, das erste Kapitel zu lesen, konnte sich bei mir das Interesse es weiterzulesen, nicht einstellen. Uns so legte ich es weg. Erst vor ein paar Wochen konnte ich mich für "Das Opfer" - begeistern und habe es zu Ende gelesen. Insgesamt ist das vollständige Buch sehr spannend und interessant, auch wenn es nicht Perfekt ist. Die Geschichte belebt die Neugier Kapitel für Kapitel und man möchte erfahren wie es um Ashley & Co. weitergeht. Die Characktere sind perfekt beschrieben und es bleiben bei den Hauptcharackteren keine Fragen offen. Das gleiche kann man von den Nebencharackteren leider nicht behaupten. So werden Persönlichkeiten eingeführt und abrupt wieder aus der Geschichte "gelöscht". Auch bleibt bei manchen Ereignissen das "Warum" nicht ganz beantwortet bzw. wird gar nicht mehr darauf eingegangen. Der gröte Plus sind aber die kleinen Feinheiten, die Katzenbach in die Geschichte und Characktere eingebaut hat.

Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der Thriller mag. Wie bereits gesagt ist es nicht "Perfekt", aber sein Geld wert.


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Spannend aber mit Schwächen...

Nicht schlecht, aber kein Grund in Euphorie zu verfallen. Ich beziehe mich hier auf die Hörbuchversion (korrekt gelesen). Es gibt drei Kritikpunkte; 1. hatte ich nach der 1.CD ernsthaft überlegt, aus der Story auszusteigen (was ich zum Glück nicht getan habe). Die Geschichte kommt leider überhaupt nicht in Gang. Dann wird's aber durchaus geschmeidig, 2. Diese Interviews und Perspektivwechsel stören enorm. Ich wußte teilweise gar nicht, wer jetzt mit wem...3. und größter Schwachpunkt: Der Bösewicht scheint ein Übermensch zu sein, der einfach alles kann. Computerkenntnisse, Wissenschaft, Psychologie - ein absoluter Könner. Leider passt das wenig zu dem Looser, den er ansonsten gibt. Besonders die Szene, als er direkt nach des Besuch des Detektivs seine Wohnung aufsucht (woher wußte er eigentlich die Adresse) ist völlig absurd. Sowas nimmt leider die Spannung, da er scheinbar unverwundbar ist. Aber, trotzdem, bei aller Kritik, spannend und unterhaltsam.


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"Denn Liebe ist nur eine andere Form von Hass...

... und Hass nur eine andere Form von Liebe. Lässt man den Faktor der Menschlichkeit und Moral außer Acht, sind Liebe und Hass beliebig gegeneinander austauschbar." - einer der wenigen Sätze, die ich mir aus dem Psychologie-Unterricht gemerkt habe. Und in diesem Buch musste ich nur zu oft an diesen Satz denken, der hier auf rund 653 Seiten eine absolute Bestätigung Seitens Herrn Katzenbach erfährt.

Die ersten ca. 50 bis 70 Seiten sind wie bei fast jedem Buch von John Katzenbach ein wenig langatmig geraten und ohne größere Ereignisse. Man wird mit der Situation und den Protagonisten vertraut gemacht.
Man merkt schnell, dass sich Katzenbach dieses Mal bei der Personen- und Charakterbeschreibung sehr viel mehr Mühe gegeben hat und sehr viel mehr ins Detail geht als bei seinem letzten Buch "Die Anstalt". Hier gibt es auch keinen konkreten Protagonisten, es ist viel mehr eine Gruppe von Hauptakteuren.

Die Gruppe dieser Protagonisten hat er dabei so unterschiedlich, wie es wohl nur möglich ist.
Da haben wir einmal Ashley Freeman, sie ist Anfang 20, schon halb erwachsen aber doch noch halb ein Kind, sie ist hübsch und klug und die ganze Welt scheint ihr offen zu stehen und alles möglich zu sein. Doch die Folgen dieser eine Nacht mit Michael O'Connell drohen diese guten Vorraussetzungen für Ashleys Leben mit rasantem Tempo zu zerstören.
Und Scott Freeman, Ashleys Vater, er ist im Geschichtsprofessor und im fortgeschrittenen Alter und schon lange von Sally geschieden, seine Jugend ist schon lange vorbei und er ist allein, Ashley ist alles, was er noch hat, das sind Dinge, die er sich auch immer wieder vor Augen führt. Klug, vorausschauend, rational - alles Eigenschaft, die sich Scott zu Anfang des Buches zuschreibt, bald muss er aber feststellen, dass auch in ihm ein ganz normales Vaterherz schlägt, das mit solchen Eigenschaft angesichts der aufkommenden Bedrohung für Ashley herzlich wenig anzufangen weiß.
Ashleys Mutter Sally Freeman ist Scott recht ähnlich. Eine überlegte und immer beherrschte Anwältin, die alles kühl kalkuliert und nie kopflos handeln würde - bis zu dem Tag an dem sich alles für sie ändern sollte. Aber Sally macht nicht nur das Problem mit Michael O'Connell zu schaffen, die Probleme in ihrer Beziehung zu Hope und das ständige Aufeinandertreffen mit Scott, lassen sie oft an den Entscheidungen die sie in ihrem Leben gefällt hat zweifeln und belasten sie auch bei den gegenwärtigen Problemen.
Hope hingegen macht zu erst den Eindruck, als wäre sie der positive Hoffnungsschimmer, der mit seiner überschwänglichen Energie alles zu lösen vermag, doch schnell wird klar, dass auch sie nur ihre Probleme und Ängste überspielt. Auch wenn sie nicht mit Aschley verwandt ist, so sorgt sie sich doch um ihr Wohl wie eine echte Mutter, weswegen ihr die Geringschätzung Scotts auch durchaus zu schaffen macht. Hinzu kommen auch bei ihr die Probleme in der Beziehung zu Sally und ein gespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter Catherine. An einigen Stellen ist man durchaus dazu verleitet anzunehmen, dass Hope das eigentliche Opfer ist. Zwar leiden alle unter der Situation, aber bei Hope kommen noch einige besondere Aspekte dazu.
Catherine bildet das genaue Gegenteil zu Ashley und steht ihr doch am nächsten. Catherine ist alt, ihr Mann ist schon lange tot, ein Tag vergeht wie der nächste, das Verhältnis zu ihrer Tochter könnte auch besser sein und eigentlich hatte sie so auch schon mit ihrem Leben abgeschlossen, ohne jegliche Hoffnung, noch einmal etwas besonderes Erleben zu dürfen. Aber O'Connell reißt sie aus diesem Glauben heraus. Was Catherine zu Anfang noch als vorübergehende Schwärmerei abtut, wird ihr bald als tödlicher Sog bewusst. Dennoch scheint sie recht kindlich zu sein, wie Ashley, was die beiden einander wohl auch so nahe bringt.
Zu guter Letzt ist da noch Michael O'Connell, Archetyp eines psychopathischen Stalkers. Sein Handeln, seine Gedanken, seine Gefühle - das alles beschreibt Katzenbach so minuziös, dass es einem Angst macht. O'Connell ist eiskalt und hat doch mehr Gefühl als alle anderen. Seine Energie scheint alleine von Hass und Liebe zu kommen. Seine Beweggründe: banal.
Alles normale Menschen, wie man sie oft auf der Straße oder in einem Café sieht, sogar O'Connell wirkt zu Beginn wie normaler junger Mann, der einfach nur sehr verliebt ist. Es ist alles normal und unscheinbar, bis die Normalität zu viel Kontrast erhält und sich in Extreme wandelt.

Ein Kampf um das eigene Überleben kann so einfach und schnell beginnt - nicht nur um das physische. Ein Überlebenskampf der nur durch Liebe ausgelöst wurde und der nur wegen Liebe bis zum bitteren Ende ausgefochten wird, wenngleich allen Beteiligten klar ist, dass jeder von ihnen ein Stückweit sterben wird.

Das Ende der Geschichte, das nicht bei jedem gut ankam, hat bei mir durchaus Gefallen gefunden. Ich fand es gerade wegen seiner Abwegigkeit so echt. Man sollte sich vor Augen führen, dass sich Ashley und ihre Familie in einer Extremsituation befunden haben, jede Entscheidung konnte über "Sieg" oder "Niederlage" entscheiden. Extremsituation haben es nun einmal ans sich, dass sie nicht alltäglich sind und wenn man doch in eine hineingerät, oft absolut irrationale Entscheidungen trifft, wo sich jeder Außenstehende an den Kopf fassen und laut schreien würde: "Was machst du denn da?!"
Man sollte bedenken, dass sich im ausgeglichen Zustand alles objektiver beurteilen lässt, als wenn man emotional aufgewühlt und angespannt ist.

Nun, wie Catherine es zum Schluss des Buches sagt: "Eine Liebesgeschichte, von Anfang an."

Zum Schreibstil muss man nicht viel sagen. Es ist einmal mehr typisch Katzenbach, viele Beschreibungen, sehr lebendig und realitätsnah gehalten, so dass man sich gut in das Buch hineindenken kann. Es gibt wieder zwei Erzählstränge, im einen wird die eigentliche Geschichte erzählt und in dem anderen unterhält sich ein fiktiver Autor immer wieder mit Catherine, die das ganze Geschehen leicht psychologisch reflektiert und immer wieder auf die Ausweglosigkeit hinweist. Die Einschübe dieser Unterhaltung empfanden zwar viele Leser als unnötig oder langweilig, mir jedoch haben sie sehr gut gefallen, da Catherine das ganze auch noch mal mit ein wenig mehr Abstand beurteilt hat und im Nachhinein auch viele ihrer damaligen Entscheidungen und Handlungen als falsch anerkennt.

Dennoch habe ich einen Kritikpunkt an diesem Buch. Ich hätte mir gewünscht, dass Katzenbach ein wenig mehr darauf eingeht, warum Ashley und ihre Familie nicht den juristischen Weg in Anspruch nahmen und sich auch nicht and Hilfs-Organisationen für Stalking-Opfer gewendet haben.

Alles in Allem ein sehr gelungenes Buch über das Thema "Stalking". Spannend, einfühlsam, psychologisch, beängstigend - empfehlenswert.


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Spannend, aber das Ende ist leider völlig an den Haaren herbeigezogen!

Das Buch liest sich zwar sehr flüssig und es gibt tatsächlich einige Momente, bei denen einem vor Spannung fast das Herz stehen bleibt. Aber die Auflösung (ich meine damit den Plan zur Lösung des Problems) ist einfach völlig an den Haaren herbeigezogen. Ich empfinde die Handlung als arg konstruiert. Der Autor hat wohl völlig außer Acht gelassen, dass in der Realität niemand auf diese Weise handeln würde. Dies finde ich sehr schade, denn gerade bei dem Thema Stalking, von dem in der Realität viele Menschen ernsthaft betroffen sind, wäre ein größerer Realitätsbezug doch wünschenswert.


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Durchschnittliche Story, hervorragender Leser.

Die Geschichte selbst ist ja zugegebenermaßen nicht sonderlich originell, es geht um das Thema "Stalking". Nichtsdestotrotz gelingt es John Katzenbach, diese mittlerweile doch etwas angegraute Thematik in einen spannenden Thriller zu verwandeln. Es geht allerdings (wie bei einem Hörbuch mit diesem Umfang nicht anders zu erwarten!) recht gemächlich los, die Story braucht etwas, um in die Gänge zu kommen. Insbesondere am Anfang leider die Geschichte unter einigen unnötigen Längen. Das bremst das Tempo gleich zu Beginn ziemlich.

Dennoch kommt die Handlung dann schließlich doch gut in Fahrt, der Spannungsbogen steigt kontinuierlich, zur Mitte hin wird es richtig spannend und dramatisch - um dann am Schluss leider wieder etwas nachzulassen. Zum Ende hin wirkt die Geschichte dann doch etwas arg konstruiert, die Handlungen der Figuren nur schwer nachvollziehbar und die Handlung auch vorhersehbar. Hinzu kommt noch ein gewisses ethisches Problem, das meiner Meinung nach sehr, sehr fragwürdig gelöst wurde... Leider kann ich hier nicht mehr dazu schreiben, um nicht zu viel vorwegzunehmen, nur so viel: Die Protagonisten stehen vor der Entscheidung, sich entweder auf das moralische Niveau des Bösewichts herabzulassen ("Auge um Auge...") oder die Angelegenheit "sauber" zu lösen. Die Art und Weise, wie Katzenbach dieses Dilemma auflöst, gefällt mir gar nicht, insbesondere die anschließende kritische Auseinandersetzung mit der Entscheidung und deren Konsequenzen fehlt komplett! Das hat mich dann ziemlich verärgert und wirft ein unschönes Licht auf das Buch.

Wie auch immer, die Story drumherum ist eigentlich ganz gut gelungen, wenngleich sicherlich kein Höhepunkt des Thriller-Genres, insbesondere von Katzenbach selbst gibt es durchaus bessere Bücher.

Immerhin bewegt sich die Lesung von Simon Jäger auf sehr hohem Niveau, der Sprecher kann die Geschichte hervorragend umsetzen, die unterschiedlichen Figuren werden überzeugend und glaubwürdig von ihm interpretiert, die Dynamik der Storyline sehr schön mitreflektiert. Dadurch wird das Ganze dann doch wieder zu einem sehr hörenswerten Ereignis, wenngleich die Handlung an sich nicht wirklich überzeugen kann.

FAZIT:
Eine mittelmäßige Story, hervorragend vorgelesen. Eine ethisch mehr als fragwürdige Entscheidung der Protagonisten in der Mitte wirft ein unschönes Licht auf das Buch und hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Dennoch eine solide Thrillerleistung, für einige unterhaltsame und spannende Stunden auf der Autobahn durchaus geeignet. Es gibt aber bessere Alternativen. 3 1/2 Sterne von mir, abgerundet auf 3.



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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



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