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  Der Mann, der lächelte | Henning Mankell
 
 
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Der Mann, der lächelte
Henning Mankell

Dtv, 2003 - 376 Seiten

Kundenbewertung:(100 Bewertungen)
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Bereits vor Jahren hat Henning Mankell das Buch veröffentlicht, das nun nach dem schwedischen Original in Deutschland erscheint, also vor seinen Riesenerfolgen Die fünfte Frau, vor Die falsche Fährte und Mittsommermord hierzulande. Kommissar Kurt Wallander durchlebt im vorliegenden Buch eine seiner schwersten Sinn- und Identitätskrisen -- der auch in späteren Romanen stets zweifelnde und pessimistische Held steht kurz vor der Selbstzerstörung. Mankell vermag auf meisterhafte Weise, die persönliche Krisensituation Wallanders und deren Bewältigung mit einem hochspannenden Plot zu verflechten.

"Und ich bin wieder Polizist. Das Leben wirft einen hin und her. Wann hat man schon selbst das Steuer in der Hand?", sinniert Wallander, kurz nachdem er den Polizeidienst allen Vorsätzen zum Trotz wieder aufgenommen hat. Über ein Jahr war er nach einem Zwischenfall, bei dem er in Notwehr töten musste, beurlaubt gewesen. Gesoffen hatte er zur Ablenkung, bis er sich in einer kleinen Pension am Strand eingemietet hatte und dort wieder zu Bewusstsein gekommen war. Hier war auch sein Entschluss gereift, den Dienst endgültig zu quittieren. Doch alles kommt anders.

Am Tage seines Abschieds liest Wallander in der Morgenzeitung vom Tod des Anwalts Sten Torstensson, jenes Mannes, der ihn vor kurzer Zeit aufgesucht hatte, um Zweifel am Unfalltod seines Vaters anzumelden. Kurt Wallander meldet sich zurück und übernimmt die Ermittlungen, übernimmt damit auch die Therapie seiner eigenen Lebenskrise. Bald führen vage Spuren zum Haus des Wirtschaftsmoguls Alfred Harderberg, der äußerst zurückgezogen in einem herrschaftlichen Anwesen lebt und in dessen Diensten der alte Torstensson als Berater stand. Wallander lernt den angeblich überaus verdienstvollen Menschen Harderberg kennen und sein kriminalistischer Instinkt lässt ihn nicht ruhen, ehe das ständige undurchdringliche Lächeln vom Gesicht dieses Mannes verschwunden ist.

Noch mehr vielleicht als in späteren Romanen wird hier die ungewöhnliche Beobachtungsgabe Mankells, sein Gespür für ein plausibles Innenleben seiner Figuren und, bei aller Skepsis, sein unaufdringliches moralisches Anliegen deutlich. Und auch hier schafft er den Aufbau eines fast unerträglichen Spannungsbogens, der den Leser nicht zur Ruhe kommen lässt. --Ulrich Deurer


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Wieder Wallander ....

Wir begegnen Wallander, der sich in einer tiefen Depression befindet, da er einen Menschen erschossen hatte und damit gar nicht klar kommt. Er ist zwar haarscharf der Gefahr, alkoholabhängig zu werden , entgangen, fühlt sich aber leer, unmotiviert und unglücklich. Er ist seit langem krankgeschrieben, hat sich in eine einsame Pension am Meer zurückgezogen und kämpft mit der Entscheidung, dem Polizeidienst für immer den Rücken zu kehren. Gerade als er sich dazu durchgerungen hat, endgültig aufzuhören, bekommt er Besuch von einem früheren Freund. Dieser bittet ihn um Hilfe, da sein Vater vor ein paar Tagen bei einem Autounfall ums Leben kam, die Polizei den Fall als abgeschlossen betrachtet, er sich aber sicher sei, dass sein Vater getötet wurde. Wallander lehnt ab, er kann und will nicht mehr. Ganz anders sieht die Sache allerdings aus, als er kurz darauf die Todesanzeige seines Freundes in der Zeitung entdeckt: sein Freund wurde erschossen in seinem Rechtsanmwaltsbüro aufgefunden.. Die Spuren dieses Falles führen in die Bereiche Wirtschaftskriminalität, es geht um Milliardensummen, um einen der Superreichen, um einen, der eine absolut weiße Weste hat, eine Zierde für Schweden und absolut unantastbar ist. Es geht aber auch um die Vorurteile, die man so hat und die einen so oder so in die falsche Richtung drängen können. Ich möchte nicht viel verraten über die Verwicklungen des Falls selbst, deshalb sei nur soviel gesagt: es gibt Geschäftemacher, denen alles , ganz selbstverständlich auch Menschen oder auch nur Teile von Menschen, zur Ware wird. Die Lust auf Geld und Macht kennt keine Grenzen.


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Für jederman geeignete, spannend-leichte Krimikost ohne extrem nordisches Profil

"Der Mann, der lächelte" ist auch für Leser geeignet die nicht zu den speziellen Fans nordischer Krimis zählen, weil in dieser Geschichte die besonderen nordischen Lebensverhältnisse keine Rolle spielen. Eine spannend zu lesende, flüssig geschriebene Story, die für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Keine künstlichen Schnörkel, um die aufwendigsten Thriller Ideen zu toppen, die allzuoft, ob ihrer Übertriebenheit, unglaubwürdig klingen, sondern ein gerader, ehrlicher Krimi mit funktionierender Logik. Der eine Stern Abzug ergibt sich für mich aus dem etwas schwächeren Ende. Im Verhältnis zur Entwicklung der Geschichte, hat man das Gefühl das der Autor überhastet aus der Handlung herauseilt und dabei eine gewisse Unglaubwürdigkeit in Kauf nimmt.
Trotzdem, im ganzen eine jederzeit empfehlenswerte, angenehme, Unterhaltungslektüre.


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Bodenständig und unterhaltsam

Es war für mich der erste Mankell und wird sicherlich nicht der letzte sein.
Dies hat viele Gründe.

Da kreiert Mankell mit Kurt Wallander einen authentischen, glaubwürdigen und motivierten Kriminalisten und dies mit so viel Mut, dass man dem zunächst problembehafteten Polizisten sämtliche Selbstzweifel ohne weiteres abnimmt. Es ist eben nicht der Superstar, den der Leser zu sehen bekommt, sondern ein Mensch, der aufgrund eines Traumas die Weichen für die Zukunft stellt, um letztendlich mit der selbstgestellten Stallorder und dem Fortgang der Ereignisse wieder in den Polizeidienst zu treten und einen Neuanfang zu wagen.

Da existiert die zunächst etwas verwirrende, dann doch recht glaubwürdige Story um (zunächst) einen Doppelmord. Hier bleibt der Leser zunächst etwas unbefriedigt zurück, ahnt er doch sehr schnell, welcher Hintergrund den Motiven für die Verbrechen die Bühne gibt. Mankell schreibt unkompliziert, praktisch und spannend, kommt ohne sprachlichen Ballast auf den Punkt, lässt seinen schwedischen Beamten ermitteln, Kaffee trinken, am Schreibtisch sitzen und verzweifeln.

Doch dann gibt es leider den einen oder anderen Schwachpunkt: ohne jetzt zuviel zu verraten, ist das doch arg actionlastige Ende etwas überdreht. Man nimmt dem ruhigen und erfahrenen Wallander derartige Actionsequenzen irgendwie nicht ab und hier gerät der Krimi etwas außer Kontrolle. Auch die eine oder andere Unlogik fällt ins Auge (und diese sollte gerade bei Kriminalromanen doch auf ein Minimum beschränkt sein), wenn sich die schwedische Exekutive bisweilen in rechtliche Grauzonen begibt und so der Eindruck entsteht, als wäre Mankell nichts besseres eingefallen, um die Handlung vernünftig voranzutreiben. Das "nordisch-besonnene" als Charakter des Krimis wird dann von den emotionalen Dissonanzen und der Besessenheit des Protagonisten abgelöst, was dann unglaubwürdig wirkt.

Fazit: Trotz kleiner Schwächen ist "Der Mann, der lächelte" ein überdurchschnittlicher Kriminalroman mit glaubwürdigen Charakteren, einer relativ durchdachten Handlung und vernünftiger Schriebart. Es ist nicht der große Spannungsroman, den Mankell da liefert, sondern ein Buch, der durch die kleinen und größeren Ermittlungsfortschritte des Protagonisten lebt. Bisweilen kommt der Roman atmosphärisch so dicht "rüber", dass man angesichts der ewigen Kaffeetrinkerei der schwedischen Beamten selbst einen Becher mittrinken möchte.


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ganz gut allerdings war Mankell schon besser...

Die Idee von Mankell war eigentlich sehr gut allerdings hab ich mittlerweile das 4. Buch von ihm gelesen und ich musste feststellen, dass das ein schwaches Buch war. Es kam zwar Spannung auf allerdings nicht wie z.B. in "Die fünfte Frau". Mankell schreibt wieder grandios keine Frage aber ihm gelingt es mit diesem Buch nicht mich komplett in seinen Bann zu ziehen. Die persönlichen Probleme von Kommissar Wallander sind meinen Empfindungen nach etwas zu düster und der Täter ist leider auch schon sehr, sehr früh bekannt.

Ich bin nach wie vor ein Wallander-Fan aber ich hoffe, dass das nächste Buch wieder fesselnder ist.




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Ein Antiheld in Topform

Eigentlich will Kurt Wallander seinen Dienst quittieren, der letzte Fall hat ihn an den Rand der Selbstzerstörung getrieben. Doch dann passiert etwas Unvorhergesehenes, Sten Torstensson, ein Freund Wallanders wird ermordet aufgefunden, nach dem er den Kommissar kurz zuvor um Hilfe gebeten hat. Grund genug für Wallander in das Polizeikorps zurückzukehren.

Der Antiheld Kurt Wallander ist wieder da. Bei Henning Mankells "Der Mann der lächelte" stimmt nahezu alles, was einen Kriminalroman ausmacht. Ein Hauptprotagonist, der zuerst gebrochen scheint, aber im Laufe der Handlung wieder zu alter Stärke zurückfindet. Ein Spannungsbogen, der mit zunehmender Dauer immer mehr zunimmt und ein Umfeld, das stimmig ist. Kurzum ein Buch, das man nur schwer aus den Händen legen kann.


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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



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