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  Yes, we can: Mikes ultimativer Wahlführer | Michael Moore
 
 
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Yes, we can: Mikes ultimativer Wahlführer
Michael Moore

Piper, 2008 - 256 Seiten

Kundenbewertung:(5 Bewertungen)
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Neues Futter für Moores Anhänger und Hasser

Wer die bisherigen Bücher von Moore kennt, weiss was ihn in seinem neuesten Werk erwartet: Michael geht auf diverse Themen ein, die ihm am Herzen liegen und versucht auf locker, flockige Art und Weise diverse Zusammenhänge zu erklären. Dieses Buch versteht sich wirklich als "Guide", denn nach fünf "normalen" Kapiteln folgt ein endlos langes mit diversen Kandidaten, die er für die beiden politischen Häuser der USA vorschlägt. Für mich persönlich ist dieser über 50 Seiten lange Teil der grosse Schwachpunkt - er ist einfach nicht interessant genug und mehr oder weniger ein langer, schier endloser Leerlauf. Ich kann mir selber schon denken, dass viele der republikanischen Politiker Dreck am Stecken haben (natürlich genau so wie ihre demokratischen "Widersacher"), aber jede einzelne "Chance" für einen erkämpfbaren Sitz zu nennen ist zu viel des Guten.
Ausserdem krankt das Buch natürlich daran, dass es nun auch schon ein paar Monate auf dem Buckel hat seit es geschrieben wurde, eine Zeit in der sich einige Dinge stark geändert haben, nicht zu letzt schlägt Moore vor, dass man in Alaska durchaus Sitze holen könnte - was aber nach der Nominierung von Palin eher unwahrscheinlich erscheint.
Ebenfalls wirkt die Traumtänzerei, dass man nach dem Abschluss ihrer Amtszeit die aktuellen Amtsinhaber in Bushs Regierung in Handschellen und an ihnen ein Exempel statuieren würde, eher langezogen und unnötig. Wäre man stattdessen darauf eingegangen was zum Beispiel einem Dick Cheney alles angelastet wird, dann hätte es ein intressantes Kapitel werden können. So bleibt es eine oberflächliche Anklage und eine vergebene Chance.
Alles in allem hätte ich einfach mehr "brauchbaren" Inhalt erwartet, der normale Teil ist meistens gut zu lesen und wird jedem gefallen, der Moore sonst auch mag, der überlange Kandidatenguide dagegen zieht die Wertung deutlich nach unten.


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Yes, we can!

Michael Moores neustes Buch, geschrieben 4 Monate vor der US-Wahl 2008. Gewohnt provokant, ironisch und polemisch hat Moore eine Mischung aus Obama-Wahlkampf, Fakten über die Verbesserung der amerikanischen Wahlpolitik und eine Liste seiner persönlichen Wunschkandidaten für den US-Senat vorgelegt.

So schreibt Moore über die unsinnig langen und teuren Wahlkämpfe, das amerikanische Wahlsystem und über den kleinen/großen Unterschied zwischen Demokraten und Republikaner, wobei natürlich schnell klar wird, auf wessen Moore in diesem Jahr steht.
Zur Fertigstellung dieses Buches war schon klar, dass Obama und McCain 2008 gegeneinander antreten werden und Moore bezieht hier klar Stellung für Obama, wobei auch an seine Seite ein wenig Kritik ausgeteilt wird.
Klar aber, dass Moore für den Demokraten ist und deswegen auch für hohe Wahlbeteiligung und Einsatz im Wahlkampf wirbt.

Außerdem gibt es zwei ziemlich witzige Kapitel, in denen der Autor den Demokraten nahe legt, wie man die Wahl doch noch verlieren kann ( Wie man John McCain an die Macht bringt. Oder: Wie viele Demokraten braucht man um die am leichtesten zu gewinnende Präsidentschaftswahl in der amerikanischen Geschichte zu verlieren? ) sowie eine Liste von zehn Punkten, die der zukünftige Präsident seiner Meinung nach in seinen ersten zehn Tagen erledigen sollte ( durch u.a. Brunnenbau, Steuersenkungen, eine Krankenversicherung für alle und das Verbot von gefährlichen Zuckerstoffen ).

Dem folgt die typische mooresche Kritik an Präsident George W. Bush und sein politisches Gefolge, bis hin zum Aufruf, diese nach der auslaufenden Amtszeit in Handschellen abzuführen, sowie eine etwas aussagekräfitgere 35.Punkte Anklageschrift aus einer Kongressresolution.

Ein Drittel des Buches nimmt dann ein Teil ein, in dem Moore Kandidaten für den Senat bzw. das Repräsentantenhaus nennt, wobei er seine Wunschkandidaten vorstellt und klarmacht, warum ihre republikanischen Kontrahenten nicht an die Macht kommen oder bleiben dürfen.

Abschließend gibts ein Quellenverzeichnis und ein Teil, zum "Zitieren aus dem Zusammenhang", wo witzige bzw. kontroverse Sätze aus dem Buch gelistet werden und die Mooore-Gegner benutzen können, ohne das Buch gelesen zu haben.

Wirklich neues gibts für den politisch interessierten Leser nicht wirklich, andererseits ruft einem der Text doch einmal mehr das undurchsichtige Wahlsystem der USA ins Gedächtnis sowie die Chance, die im Jahr 2008 auf einen politischen Wandel bestehen könnte.
Moore schreibt gewohnt witzig, klingt manchmal sogar etwas wütender als sonst und es wird schnell klar, was er vom republikanischen Kandidaten McCain hält.
Mikes "Kandidatenguide" ist interessant, allerdings sind mir sämtliche Kandidaten unbekannt und natürlich auch recht einseitig dargestellt, trotzdem interessant mal konkrete Vorschläge in Personenfragen von ihm zu lesen.

Alles in allem ein Buch, das etwas aktueller sein könnte, in Bezug auf Sarah Palin, Joe Biden, die Finanzkrise, TV-Duelle etc. aber natürlich muss so ein Buch auch erst mal geschrieben und veröffentlicht werden.
Für alle, die Moores andere Bücher gelesen haben ( und diese mochten ) und auch für Leser, die sich mal zur amerikanischen Politik zur Wahlkampfzeit informierten wollen.

Mir hats gefallen, für den Preis ist das Buch völlig okay. Einziger Kritikpunkt ist vielleicht der etwas zu umfangreiche Kandidatenguide und dass das Buch vielleicht noch ein, zwei Kapitel länger hätte sein dürfen, daher nur 4 Sterne






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Nicht neutral

Nach "Stupid white men" war "yes, we can" das zweite Buch welches ich von Michael Moore gelesen habe. Als Buch kann man es eigentlich gar nicht so richtig bezeichnen.Es ist eher ein Wahlführer für die Präsidentschaftswahlen der USA im November 2008.

Moore rechnet ab...

... mit George W: Bush und seinen Schergen. Er zeigt auf welche menschlichen, demokratischen und moralischen Verwerfungen diese Clique in den letzten zwei Wahlperioden sie begangen haben.

... mit den Demokraten in der Opposition, die nicht den Mumm hatten sich zu wehren gegen Wahlmanupulation, Kriegstreiber und die Verletzung von Menschenrechten.

... mit dem amerikanischen "Way of Life" an sich.

Moore zeigt auf:

.. die Alternativen zu einem Teil der republikanischen PolitikerInnen (biographisch stellt der die Kandidaten beider politischen Lager gegenüber).

... welche Massnahmen Obama im Fall eines Wahlsiegers zuerst angehen sollte.

... wie man die Wahlbeteiligung in der USA erhöhen könnte.

Es ist ein Genuss, wie der Autor die Finger auf die Wunden legt und gnadenlos und mir einer gehörigen Portion Humor darstellt, was für eine korrupte, verrohte und niederträchtige Bande diejenigen zu sein scheinen, die zur Zeit die Geschicke der Weltmacht USA steuern.

Dieses Buch ist nich neutral und ungeeignet für Menschen die sich eine Meinung bilden möchte. Hervorragend geeignet ist es für alle politisch Interessierten, die hoffen, das es Obama schafft und McCain seine Tobsuchtsanfälle weiter privat ausleben muss.



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Michael Moores Feldzug gegen die Republikaner

Es war ja eigentlich zu erwarten, daß Michael Moore kurz vor den US-Wahlen, wieder ein Buch herausbringt. Leider ist es diesesmal nicht mal halb so unterhaltend wie die Vorhergegangenen (besonders "Stupid White Man" und "Querschüsse"). Michael Moore zieht gegen die Republikaner ins Feld, was auch zu erwarten war. Leider ist es diesesmal nicht mal annähernd so witzig oder zynisch wie in früheren Büchern. Gut fand ich vor allem seine Vorschläge für ein besseres Wahlsystem. Den einen oder anderen Vorschlag davon sollte man in den USA vielleicht mal wirklich überdenken.
Absolut öde dagegen die Vorstellung von über 30 Kandidaten für Senat und Repräsentantenhaus. Eine schier endlose Aufzählung, bei denen die Republikaner natürlich alles nur erdenklich schlechte in sich tragen, während die Demokraten praktisch heilig gesprochen werden.
Ich muß auch dem einen Rezesenten recht geben, der meinte, daß dieses Buch so wirkt, als ob Michael Moore es mal schnell heruntergeschrieben hat um so nebenbei noch etwas Geld aus der Wahl herauszuholen.

Ob dieses Buch die Wahl in den USA beeinflussen kann, wage ich sehr zu bezweifeln. Schließlich wird dieses Buch, wenn überhaupt, dann von denen gelesen, die Obama ohnehin gewählt hätten. Das war auch vor vier Jahren schon so, als kurz vor der Wahl "Fahrenheit 9/11" ins Kino kam und für volle (demokratische) Kinosäle sorgte.


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