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  Die österreichischen Kaiserinnen 1804-1918 | Friedrich Weissensteiner
 
 
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Die österreichischen Kaiserinnen 1804-1918
Friedrich Weissensteiner

Piper, 2001 - 189 Seiten

Kundenbewertung:(7 Bewertungen)
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Habsburger

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Habsburger interessiert.

Über Kaiserin Maria Anna wusste ich bis dato nichts und entdeckte hier neue und interessante Informationen.



Sissi mag er nicht...

Sissi mag Dr. Weissensteiner gar nicht. Das ist, nach all der Hysterie um Franz Josephs Kaiserin, mal ein ermutigendes Zeichen. Darüberhinaus zeichnet der Autor fundierte Lebensbilder der drei letzten Gemahlinnen von Franz II. (alias I.), Ferdinand, Karl I. - darunter sind Informationen, die in anderen Büchern nicht enthalten sind.

Was fehlt: eine aussagekräftige Stammtafel, auch für die Nebenlinien, die Herkunft der jeweiligen Frauen und das Schicksal der Kinder. Die Rumpf-Stammtafeln, die im Anhang zu finden sind, genügen nicht, um dem Nicht-Experten den erforderlichen Überblick zu verschaffen.

Was fehlt noch: Querverweise. Das darf ruhig Eigenwerbung sein. Dr. Weissensteiner hat nicht nur ein Buch über die Habsburger geschrieben. Falls den Leser/die Leserin irgendeine von ihm nur am Rande erwähnte Person interessiert: anhand DIESES Literaturverzeichnisses erschließt sich nicht, wo er/sie weiterlesen soll. Über Leopoldine hat - glaube ich, wenn ich mich recht erinnere - Helga Thoma geschrieben, immerhin im selben Verlag: wundern würde mich, wenn der Autor die Bücher der Konkurrenz nicht gelesen hätte: ein Querverweis wäre mehr als ein Service.

Was stört: eine gewisse Betulichkeit. Auf der einen Seite schreibt der Autor, der Kontakt zwischen kaiserlichen Eltern und Kindern sei nicht sehr eng gewesen, auf der anderen Seite versucht er die dritte Verehelichung Franz. II. (alias I.) damit zu erklären, er habe eine Stiefmutter für seine minderjährigen Kinder gebraucht: zu was braucht ein Mann, in dessen Haushalt sich Heerscharen von Bediensteten tummeln, eine Stiefmutter für seine Kinder? Das Problem mag der Finanzbeamte XY haben, aber bei einem Kaiser hält diese doch sehr an die Desive "Kinder, Kirche, Küche" (die einer Kaiserin normalerweise sehr fern liegt) gemahnende These nicht. Da muß man sich schon eine bessere Erklärung ausdenken!

Was stört noch: die m.E. fehlende kritische Distanz gerade, was Kaiserin Zita angeht. Das ist Geschmackssache, aber mich hat es gestört.



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Ein tolles Buch und gut zu lesen!

Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen! Die Kaiserinnen werden gut und umfassend beschrieben, ihre Lebensumstände werden detailliert rekonstruiert, so dass man sich wirklich ein gutes Bild machen kann.
Es lässt sich gut und flüssig lesen, ist gut verständlich - die Politik wird zwar immer wieder angesprochen, aber es ist kein Schwerpunkt, wodurch das Buch auch für politisch uninteressierte Leser lesenwert ist.

Einziger Nachteil: Die Jahreszahlen werden ein wenig außer Acht gelassen. Manchmal verliert man den Überblick, weil wenig Daten und Altersangaben genannt werden, die einen zeitlichen Rahmen geben könnten. Besonders habe ich das am Kapitel über Kaiserin Elisabeth "Sisi" gemerkt, deren Biografie ich gelesen habe und den zeitlichen Ablauf daher kannte. Hätte ich nicht gewusst, wann sich in ihrem Leben was abspielte, ich hätte sie das ganze Kapitel über für eine 25-jährige gehalten... Es wäre hilfreich gewesen, bei prägnanten Daten (wie z.B. der Geburt eines Kindes) eine Altersangabe zu machen.


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Friedrich Weissensteiner - immer wieder gern gelesen!

Friedrich Weissensteiner gelang mit seinem Buch "Frauen auf Habsburgs Thron. Die österreichischen Kaiserinnen 1804 - 1918" erneut ein flüssig geschriebenes, gut recherchiertes und objektives Werk. Selbst über das Leben weitgehend unbekannter Kaiserinnen wie Maria Ludovica (dritte Gemahlin von Franz II/I) und vor allem Maria Anna Carolina Pia (Gemahlin von Ferdinand I) konnte Weissensteiner oft sehr detailierte Neuigkeiten berichten. Dabei geht er stets chronologisch vor, arbeitet sich von Geburt zum Tode.
Ein sehr interessantes Buch, wohl das einzige ernst zu nehmende überhaupt über die letzten Kaiserinnen von Österreich. Sehr empfehlenswert.


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Anschauliche Kurzporträts der Habsburger Kaiserinnen

Friedrich Weissensteiner porträtiert hier sechs Kaiserinnen der Habsburger Dynastie zwischen 1790 und 1989, nämlich drei der Gemahlinnen Kaiser Franz I. sowie Marie Anna, die Gemahlin des kranken Kaisers Ferdinand I. sowie Sisi und die letzte Habsburger Kaiserin Zita, die noch bis 1989 lebte.
Er tut das auf sehr anschauliche Art und Weise und seine Sympathien liegen eindeutig sehr viel mehr bei Sisis Vorgängerinnen und Nachfolgerin, die ihre hohe Stellung ernsthaft und mit Pflichtbewusstsein wahrgenommen haben und dabei durchaus politisch engagiert (wie Maria Ludovica) oder karitativ tätig (wie Karoline Auguste und Maria Anna) waren oder auch einfach für reichlich Nachkommen des Kaiserhauses sorgten, wie Marie Therese, die in 17 Jahren Ehe 12 Kindern das Leben schenkte.
Sisi, die österreichische Kaiserin schlechthin, wird von ihrem Sockel gehoben, obwohl der Autor durchaus Verständnis für ihre schwierige Lage zeigt. Mit gerade 16 Jahren wurde sie aus dem freien und zwanglosen Possenhofen in das starre Wiener Etikett gezwängt und dann noch einer tonangebenden Schwiegermutter ausgesetzt, mit der sie viele Zwistigkeiten zu bestehen hatte.

Das Buch liest sich sehr gut, ist kurzweilig und bringt dem Leser Personen näher, die auch in der Geschichtsschreibung immer nur im Schatten ihrer Männer standen und durchaus einmal mehr Beachtung verdienen.


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