Binchy beschreibt jeden Charakter liebevoll und lebensecht. Hat man die Einführenden etwa 50 Seiten hinter sich, scheint man das ganze Dorf und seine Bewohner zu kennen und zu mögen. Es gibt keinen Bösewicht, selbst O'Neill, der mit seinem Hotel alles auf den Kopf stellt ist äußerst sympathisch, wenn nicht gar der sympathischste von allen. Die Geschichte entwickelt sich langsam und ohne Action. Es ist eine Geschichte von Heimat, Freundschaft, Familie und Liebe, deren Charaktere einem schnell am Herzen liegen. Besonders gefallen hat mir das Ende, welches einen guten Abschluss zur an sich sehr offenen Handlung bietet und sehr gut zum Rest des Buchs passt. Nicht gefallen hat mir allerdings dass die Zwillinge, die im Buch die größte Rolle haben, die ganze zeit liebestoll und naiv den Kindern von O'Neill hinterherdackeln, was zwar gerade in deren jugendlichem Alter realistisch sein mag, aber durchaus auch nerven kann.
Sie schafft es auch in diesem Buch eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich wohlfühlt.
Wer bereits Fan von den Büchern Binchys ist, wird auch diesmal nicht enttäuscht. Wer sie noch nicht kennt, sollte sich schleunigst eines ihrer Bücher kaufen!Hmmh... Dies war mein drittes Buch von Maeve Binchy und sicher nicht mein letztes. Aber dieses hier hat meine Nerven doch arg strapaziert. Die Geschichte an sich ist gar nicht so übel, aber zwischendurch gab es immer wieder Passagen durch die ich mich wirklich quälen musste. Ich war froh, als ich es ausgelesen hatte. Nicht, dass ich Action oder so erwartet hätte, aber das war mir dann doch eine Spur zu öde.