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  Der Gesang der Hölle: Kommissar Kilians vierter Fall | Roman Rausch
 
 
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Der Gesang der Hölle: Kommissar Kilians vierter Fall
Roman Rausch

Rowohlt Tb., 2005 - 256 Seiten

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Ein wahrer Höllengesang

Eigentlich wollte Kommissar Kilian seine Auszeit von Polizeidienst und privaten Beziehungen nur kurz unterbrechen und schnell wieder in seine italienische Oase verschwinden als mitten in den Proben zu Mozarts Don Giovanni der Regisseur unter nicht ganz eindeutigen Umständen Selbstmord verübt. Kilians alter Kollege und Freund Heinlein bittet so nachdrücklich um Mithilfe, so daß Kilian nachgibt und verspricht, bis zur endgültigen Aufklärung in Würzburg zu bleiben. Nach und nach ergründen die beiden den Alltag einer Opernbühne mit all ihren kleinen und großen Stars, Eitelkeiten und manchmal tödlichen Intrigen. Die Don Giovanni Inzenierung steht unter ungeheurem Erfolgsdruck, denn die Bühne soll eigentlich den bayerischen Sparmaßnahmen zum Opfer fallen. Starregisseur Raimondi soll dieses Wunder vollbringen und geht auch mit Temperament und Autorität ans Werk, indem er bei der ersten Probe kurzerhand den textschwachen Don Giovanni feuert. Dieser wird bei weitem nicht das einzige Opfer von Raimondis unbedingtem ehrgeizigen Erfolgswillen bleiben, der sich damit natürlich auch jede Menge Feinde schafft.

Für jeden, der die Oper und den Don Giovanni liebt, ist der Krimi das reinste Vergnügen, da viele Probeszenen und Diskussionen über die richtige Interpretation des Don Gionvanni geschildert werden und der Opernfan einiges von dem erfährt, was er schon immer einmal über die Geschehnisse hinter den Kulissen wissen wollte. Davon abgesehen handelt es sich hier um eine spannend erzählte Geschichte mit einem Finale, das der Höllenfahrt des Don Giovanni ebenbürtig ist. Der etwas kauzige Kilian ist ein Sympathieträger und auch alle anderen Figuren sind so lebhaft und individuell beschrieben, daß man sich fast schon als Teil der Theatergemeinde begreift.


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Wieder sehr spannend

geschrieben - leider ohne Bajuwarenbezug.

Bitte nächstens wieder mehr


Ein wahrer Höllen-Krimi

Roman Rausch "Der Gesang der Hölle"
Kommissar Kilians vierter Fall

Eigentlich wollte Kommissar Kilian seine Auszeit von Polizeidienst und privaten Beziehungen nur kurz unterbrechen und schnell wieder in seine italienische Oase verschwinden als mitten in den Proben zu Mozarts Don Giovanni der Regisseur unter nicht ganz eindeutigen Umständen Selbstmord verübt. Kilians alter Kollege und Freund Heinlein bittet so nachdrücklich um Mithilfe, so daß Kilian nachgibt und verspricht, bis zur endgültigen Aufklärung in Würzburg zu bleiben. Nach und nach ergründen die beiden den Alltag einer Opernbühne mit all ihren kleinen und großen Stars, Eitelkeiten und manchmal tödlichen Intrigen. Die Don Giovanni Inzenierung steht unter ungeheurem Erfolgsdruck, denn die Bühne soll eigentlich den bayerischen Sparmaßnahmen zum Opfer fallen. Starregisseur Raimondi soll dieses Wunder vollbringen und geht auch mit Temperament und Autorität ans Werk, indem er bei der ersten Probe kurzerhand den textschwachen Don Giovanni feuert. Dieser wird bei weitem nicht das einzige Opfer von Raimondis unbedingtem ehrgeizigen Erfolgswillen bleiben, der sich damit natürlich auch jede Menge Feinde schafft.

Für jeden, der die Oper und den Don Giovanni liebt, ist der Krimi das reinste Vergnügen, da viele Probeszenen und Diskussionen über die richtige Interpretation des Don Gionvanni geschildert werden und der Opernfan einiges von dem erfährt, was er schon immer einmal über die Geschehnisse hinter den Kulissen wissen wollte. Davon abgesehen handelt es sich hier um eine spannend erzählte Geschichte mit einem Finale, das der Höllenfahrt des Don Giovanni ebenbürtig ist. Der etwas kauzige Kilian ist ein Sympathieträger und auch alle anderen Figuren sind so lebhaft und individuell beschrieben, daß man sich fast schon als Teil der Theatergemeinde begreift.


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Spannend, aber mit Schwächen

Der Roman beginnt spannend und hat viel Atmosphäre. Rausch taucht tief in die Theaterwelt hinter den Kulissen ein. Ob Theaterhierarchie, Finanzprobleme des Kulturbetriebs oder Obduktion der Leiche: Er hat intensiv rechiert. Allerdings auch gnadenlos Züge lebender Personen in seine letztlich doch völlig fiktiven Charaktere eingebaut.
Als im hinteren Teil die Frage "Wer war's?" jedoch zugunsten von "Was hat der Täter noch vor?" aufgegeben wird, verliert das Ganze an Fahrt. Das Ende ist aber wieder sehr phantasievoll.
Allerdings hat auch "Gesang der Hölle" dasselbe Problem, wie alle Krimis mit einem wahnsinnigen Serientäter. Aus dramaturgischen Gründen muss der große Plan vollendet werden. Dem effektvollen Finale wird alles untergeordnet. Das heißt vor allem: Die Polizei muss scheitern. Nun sind die Kommissare Killian und Heinlein meines Erachtens aber nicht unbedingt Symphatieträger, so dass man das als Leser gut verschmerzen kann. Schwerer wiegt, dass auch die Motivation des Täters widersprüchlich bleibt. Es ist nicht nachvollziehbar, ob alles auf diesen Schlussauftritt angelegt war, auch wenn er sich damit zwangsläufig als Mörder outet, oder ob er hoffte tatsächlich, weiteren Nutzen aus der ganzen Sache zu schlagen.
Trotzdem ein guter Schmöker!


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Leider macht der Schluss den ganzen Roman kaputt

Die Gattung Lokalkrimi hat ja ihre eigenen Kriterien, wohingegen in diesem Krimi der Lokalkolorit eher zurücktritt, leider.
Trotzdem ein handwerklich ganz ordentlicher Krimi, mit Ermittlungsergebnissen, einer interessanten Figurenkonstellation, mit Wendungen und einer Polizeiarbeit, die sehr schön geschildert wird. Ein zweiter Unfall, neue Wege und Verdächtige ... soweit ganz gut. Ebenso die interessante und kenntnisreiche Einarbeitung des Don Giovanni - super.
Aber dieser wirklich unpassende, überzogene und völlig deplatzierte Schluss macht die gute Geschichte total kaputt. Nachdem die Urheberin der Todesfälle und die Verwicklung des (neuen) Regisseurs bekannt ist, wäre der Roman mit 50 Seiten weniger um einige Niveaustufen nach oben gesprungen. Statt dessen ein völlig abwegiges Ende ... irreal und völlig überzogen. Schade.


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reviews: page 1, 2



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