Doch er spielt beim Schrein der Mutter, den Songwat hat errichten lassen. Und er spielt über dem Nest einer Königskobra und bald muss er mit ihr ganz allein einen Kampf ausfechten, bei dem ihm niemand helfen wird.
Märchenhaft schlicht, märchenhaft dicht erzählt Saneh Sangsuk seine Geschichte, ein Märchen für Erwachsene, ein Märchen mit verblüffendem Ausgang, ein Märchen, dessen Schönheit aus dem Entsetzen kommt.
Eine fremde Welt wird dem Leser auf nur 96 Seiten lebendig, ein kleines Meisterwerk, realistisch und doch wirkt es phantastisch. Für Märchenliebhaber und jeden, der eine dichte Geschichte schätzt, absolut empfehlenswert.
(C) Hans Peter Roentgen
Literarisch ist der Text durchaus hochwertig; leider sind trotz der schönen Buchgestaltung noch diverse Satzfehler zu bemängeln. Viel Lesestoff bieten die 92 Seiten natürlich nicht, aber die Erzählung kann man durchaus des öfteren zur Hand nehmen, und gerade dadurch, daß sie isoliert von anderen Texten in einem eigenen Büchlein steht, kann sie intensiver wirken.
Ein schönes Mitbringsel für Thailand-Freunde oder die, welche von Sangsuks kolumbianischem Kollegen Garcia Marquez schon alles haben.