Fotojournalismus (Praktischer Journalismus) | Julian J. Rossig
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Fotojournalismus (Praktischer Journalismus)
Julian J. Rossig
Uvk
, 2007 - 236 Seiten
Kundenbewertung:
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Kauftipp
Unterhaltsam und hilfreich
Ich habe dieses Buch zusammen mit ?Bild
journalismus
vorgestern? gekauft, und war von Rossigs Werk ebenso begeistert wie von Sachsses Geschreibsel enttäuscht. Endlich mal ein Autor, der seine Leser nicht wie schwachsinnige Kleinkinder behandelt oder (noch schlimmer) total mit Fachwörtern zuschmeißt, sondern sie auf Augenhöhe persönlich anspricht. Über weite Strecken hat die Lektüre richtig Spaß gemacht, was bei einem Fachbuch sicher ein großes Kompliment ist.
Auch inhaltlich hat mich das Buch begeistert, alle wichtigen Themen werden abgeklappert und sachkundig erklärt. Dazu gibt?s auch noch viele Fotos ? so sollte das immer sein! Klar, die fünf oder sechs Sonderkästen fand ich etwas mager, da könnte man bestimmt mehr bringen. Andererseits ist es schon bezeichnend, dass der Autor überhaupt den Mut aufbringt, auch mal andere Kollegen zu Wort kommen zu lassen. So bekommt der Leser einen breiteren Überblick über Pressefotografie als bei vielen anderen Fachbüchern, die nur vom ?Tunnelblick? des Autors handeln.
Ich habe das Buch allen Kollegen ganz dringend empfohlen.
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Ein geniales Buch
Ich schreibe normalerweise keine Rezensionen, aber die seltsamen Kritik meines Vorredners kann einfach nicht unwidersprochen bleiben. Ich habe mir das Buch nach zwei absolut überschwänglichen Rezensionen in journalistischen Fachmagazinen gekauft und war von Anfang an ebenso begeistert. Endlich mal ein Ratgeber, der die Thematik anschaulich und verständlich herüberbringt! Die Sprache fand ich enorm unterhaltsam, gleichwohl aber informativ und sinnvoll.
Wenn der Vorrezensent "wenige" Bilder entdeckt, möchte man ihm dem Gang zum Optiker empfehlen: Ich habe jedenfalls in meiner Ausgabe über 100 Fotos gezählt, zuzüglich jede Menge weiterer Grafiken und Tabellen. Auf fast jeder Doppelseite findet man mindestens ein Foto, manchmal auch zwei oder drei, dazu kommen noch Fotostrecken mit 10 oder mehr Bildern an einem Stück. Natürlich kann ein Lehrbuch kein Bildband sein, sondern muss zwischendrin auch mal ein paar Brocken Text enthalten - aber das hatte ja wohl auch niemand ernsthaft anders erwartet, oder...?
Natürlich ist ganz klar, dass nicht jeder mit dem Buch glücklich werden kann. Es ist eben eine Einführung in den Foto
journalismus
und kein allgemeiner Fotoratgeber. Der Autor macht immer wieder Abstecher in den Reporter-Alltag, die nur für (junge) Journalisten wirklich interessant oder relevant sind. Wer sich gerade eine Aldi-Knipse gekauft hat und nun wissen möchte, wo vorne ist - der wird bestimmt enttäuscht werden. Das dann aber dem Buch anzukreiden, ist (ich zitiere) doppelzüngig und perfide.
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Ausführlich, ohne langweilig zu sein
Eine sehr wichtige Unterscheidung, die Julian Rossig gleich auf den ersten Seiten seines Buchs "Foto
journalismus
" macht, ist die zwischen einem Pressefotografen und einem Bildjournalisten. Für ersteren, dessen kunstvolle Bilder ab und zu den Weg in eine Zeitung finden, ist sein Buch nicht gemacht. Zwar gibt es auch Kapitel, die sich mit Portraits und Panoramen beschäftigen - doch richtet sich Rossig nicht an Künstler, sondern an Journalisten, die mit ihren Bildern Nachrichten überbringen wollen.
Die "Mission" des Bildjournalisten und der Einsatz von Stilmitteln werden zuerst ausgeführt, anschließend gibt Rossig einen Überblick über die technischen Grundlagen. Wer hier glaubt, Blendenstufen oder Bildwinkel wären egal, seit es Photoshop gibt, hat sich getäuscht. Da Bildbearbeitung viel zu lange dauert im stressigen Redaktionsalltag, ist die Qualität der Fotos immer noch sehr wichtig.
Ein ganzes Kapitel widmet Julian Rossig dann einem wichtigen Thema: dem Fotografieren von Menschen. Mit anschaulichen Bildern und vielen Erklärungen werden dem Leser Tricks für Portraits und Gruppenbilder nahe gebracht.
Aber nicht nur die Fotografie in der Praxis, sondern auch die Bildauswahl der Redakteure und das Erstellen von Bildunterschriften finden auf einigen Seiten Platz. Das Buch ist ein guter Einstieg für Jungfotografen, aber auch für Journalisten, die oft selber Fotos machen, da es ausführlich erklärt, ohne langweilig zu werden. Anekdoten aus dem Redaktionsleben und das lockere Erzählen von eigenen Erlebnissen machen das Verstehen leichter.
Unpraktisch ist allerdings, dass es keine tabellarische Übersicht über technische Details gibt, in der man schnell einmal nachschlagen könnte, bevor man zu einem Termin geht. Auch eine kleine Zusammenfassung am Ende jeden Kapitels fehlt leider, mit der man sich das Gelesene noch einmal einprägen kann.
Für Hobbyfotografen und Fans von Schnappschüssen ist das Buch nicht zuletzt deswegen weniger geeignet. Wer sich hingegen näher mit dem journalistischen Fotografieren beschäftigen möchte, für den ist Rossigs "
Fotojournalismus
" sicherlich lesenswert.
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Lesenswert
Der sehr sachlich gehaltene Einband lässt zunächst nicht vermuten, dass es sich um ein sehr flüssig zu lesendes und mit viel Esprit geschriebnes Fachbuch handelt.
Dem Leser wird in zahlreichen gut strukturierten Kapiteln sehr viel praktisches und auch für den Amateur umsetzbares Wissen aus dem gesamten Bereich der Fotografie vermittelt. Der Autor versteht es durch seine lebendige Sprache, die Darstellung eigener Erlebnisse und mittels vieler
praktischer
Beispiele dem Leser das konkrete Problem aus der Sicht des Fotografen zu verdeutlichen und hilft durch konkrete Hinweise, diese praktisch zu meistern.
Der Schwerpunkte des Buches liegt neben einer sehr ausführlichen Darstellung der fototechnischen Grundlagen auf der Bildkomposition. Dieses Schwerpunktthema wird in mehreren Kapiteln wiederum sehr plastisch dargestellt. Hierbei findet der Autor immer wieder einen konkreten Bezug auf das Kernthema Foto
journalismus
, ohne jedoch einseitig zu wirken. In diesem Buch wird sich jeder noch nicht so erfahrene Fotograf auch dann wieder finden, wenn er sich nicht mit diesem Schwerpunktgebiet beschäftigt. Ergänzt wird das Werk durch eine kurze Darstellung der juristischen Problembereiche im Bereich der Fotografie.
Zusammenfassend ein Buch, was aufgrund des Umfanges von ca. 215 Seiten (DIN A5) keine abschließende Darstellung enthält, welches das Studium andere Fachliteratur für weitere Spezialgebiete der Fotografie erspart. Es ist dem Leser zu empfehlen, der sich eingehender mit der Reportagefotografie und den hier auftretenden Problemen beschäftigen will und dabei einen sehr lebendigen und praxisnahen Einblick aus der Sicht eines professionellen Fotojournalisten erhalten möchte.
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