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  Die dünne Frau | Dorothy Cannell
 
 
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Die dünne Frau
Dorothy Cannell

Argument Verlag, 2007 - 329 Seiten

Kundenbewertung:(19 Bewertungen)
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Englischer Humor vom Feinsten

In "Die dünne Frau" von Dorothy Cannell gibt es zwar einen Toten, aber der entpuppt sich am Ende... - nein, wird natürlich nicht verraten. Was ich sagen will: Trotz eines Toten und mehrerer Mordanschläge ist dieser Roman eigentlich kein Krimi, sondern eher eine romantische Liebesgeschichte. Die Auflösung des Rätsels, wer denn nun hinter den Anschlägen auf Ellie Haskell steckt, ist sekundär, wie eigentlich der gesamte Plot. Wichtiger und interessanter sind die skurrilen Charaktere, die Dorothy Cannell zeichnet. Das fängt an bei Merlin, dem spinnerten Hausherren, der sehr schnell das Zeitliche segnet und ein absolut verrücktes Testament hinterlässt, schließt jeden der raffgierigen Verwandten ein und endet ganz sicher nicht bei der etwas übergewichtigen Protagonistin Ellie Haskell. Wer auf typisch englischen Humor steht, ist mit der dünnen Frau bestens bedient.


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Ein Lehrstück in Sachen Wort- und Dialogwitz

Elli, die Hauptfigur dieses Buches, hat ein Problem. Sie ist zu einer dieser Familienzusammenkünfte auf Onkel Merlins Schloss eingeladen, die sie auf den Tod nicht ausstehen kann, sieht sich aber außerstande, die Sache einfach abzusagen.

Da Elli zu den - wie sie sich selbst verächtlich nennt - vollschlanken Vertreterinnen ihres Geschlechtes gehört und bereits jenseits der Grenze ist, wo man mit geschickter Klamottenwahl noch etwas ausrichten kann, ist Kreativität gefragt. Um Eindruck zu schinden und von ihrem 'Problem' ein wenig abzulenken, mietet sie sich bei einer seriösen Begleitungsagentur einen 'Verlobten', den sie der Verwandschaft stolz zu präsentieren gedenkt - insbesondere um ihrer bildhübschen und strohdoofen Cousine Vanessa eins auszuwischen.

Was so harmlos anfängt, gewinnt ziemlich schnell an Tempo. Kurz nach dem Familientreffen segnet Onkel Merlin das Zeitliche und hinterläßt ein Testament, das viele Angehörige der - teils RICHTIG durchgeknallten - Sippe eiskalt erwischt. Elli und ihr 'Verlobter' werden mehr oder weniger als Alleinerben eingesetzt, allerdings ist das Antreten dieses Erbes an eine Liste von Bedingungen geknüpft, u.a. eine gewaltige (und notariell beglaubigte) Gewichtsreduktion von Elli, das sechsmonatige Zusammenleben von Elli und ihrem Verlobten auf dem Schloss und das Lüften eines Geheimnisses. Im Falle von Ellis Scheitern fällt der gesamte Besitz zu gleichen Teilen an die übrige Verwandschaft.

Soweit zur Geschichte. Das größere Vergnügen zieht man beim Lesen dieses Buches nicht unbedingt aus der Handlung selbst. Die Geschichte ist zwar nett gemacht und bietet einige unvorhergesehene Wendungen, wirkt aber an manchen Stellen arg konstruiert bis unglaubwürdig. Auch der romantische Anteil des Buches schwächelt teilweise recht stark. Natürlich erwarte ich als Leser bei so einem Buch, dass "sie sich zum Schluss kriegen", aber das hätte man im Rahmen dieser Geschichte eleganter und weniger hölzern hinbekommen können.

Aber genug gemeckert, denn das Buch sprüht vor Wort- und Dialogwitz. Ich habe mich zigmal während des Lesens vor Lachen in die Ecke geworfen, weil es einfach zu köstlich ist, wenn Elli ihre Ansichten über verschiedene Leute und Dinge zum besten gibt, ihre bissig-sarkastisch-zynischen Kommentare in die Gegend wirft oder von ihrem falschen Verlobten die passenden Retourkutschen kassiert. Darüber hinaus wird sich ausnahmslos jeder, der schonmal mit essenstechnischen inneren Schweinehunden zu tun hatte, in einigen Situation wiederfinden, in die Elli gerät. Absolut göttlich ist eine Szene, in der Elli - während ihrer Hungerkur im Rahmen der Testamentserfüllung - von einem übelwollenden Familienmitglied eine große Schachtel Pralinen untergejubelt bekommt. Ich habe Tränen gelacht, wie ganz allmählich aus der vollen Pralinenschachtel eine leere Pralinenschachtel wird und es doch für jedes verspeiste Stückchen eine passende Erklärung oder Rechtfertigung gibt. Inklusive großem Katzenjammer hinterher.

Für soviel gute Laune sehe ich gerne über die eine oder andere Schwäche der Handlung hinweg. Es macht einfach Spass, dieses Buch zu lesen und Elli nebst falschem Verlobten durch ihre Abenteuer zu begleiten. Für fünf Sterne fehlt noch der letzte Kick bei Geschichte, Figuren und Romantik, aber allein für die brillianten Dialoge bekommt das Buch von mir vier Sterne ****.


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Welch ein Lesevergnügen...

...für die grauen Herbsttage. Ein tolles Buch, gut geschrieben und jeden Cent wert. Man kann sich wunderbar in die Hauptperson Elli hineinversetzen. Es lässt sich gut lesen, zeitweise plätschert es vor sich hin, um dann mit einem Schlag wieder den Spannungsbogen aufzunehmen.
Ich habe mir den nächsten Band der Reihe schon bestellt und freue mich riesig darauf zu erfahren, wie es mit Elli und Ben weitergeht.



Einfach super witzig mit wundervollen Charakteren!!!

Die dünne Frau ist eines, wenn nicht sogar DAS Lieblingsbuch das ich immer wider gerne aus dem Schrank nehme.
Die unglaublich bizarre Geschichte um Elli (damals noch) Simons, Bentley Hasklell und die irre Familie ist wundervoll mit viel witz und hier und da einer prise schwarzen humors erzählt.
Was mich immer wieder reizt dieses Buch zu lesen, sind die unterschiedlichen Charaktere die alle verschieden und einzigartige Persönlichkeiten ausdrücken.
Vorallem die Streitereien und Dialoge zwischen Elli und Ben bringen mich immer wieder zum lachen, da die beiden so unterschiedlich und doch irgenwie gleich sind.
In Elli kan man sich unglaublich gut hineinversetzten und leidet bei ihren Peinlichkeiten und Minderwertigkeitskomplexen mit. Ich habe die Charaktere schon beim ersten lesen ins Herz geschlossen, da diese so viele Facetten haben und richtig lebendig wirken.
Dieses Buch ist absolut empfehlenswert!


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Überzeug von einer anderen Art von Krimi

Tja, als leidenschaftliche Krimileserin hatte ich so meine Bedenken einen Krimi zu lesen, der nicht aus der Sicht der Polizei geschrieben wurde.
Dies ist ein Meisterwerk an trockenen Kommentaren, humorvollen Charakteren und vor allem an Verstrickungen des Alltags. Die Krimiheldin Elli ist eine Person die einem gleich ans Herz wächst und durch ihre Beständigkeit, Fehler und ihre Vergleiche einem das Gefühl gibt man wäre ihre beste Freundin bzw. Freund.

Das Buch handelt eher von dem alltäglichen mit einer Würze Unvorhergesehenem, das am Ende zu einer Vielfalt an Verstrickungen führt. Leser die nur auf blutrünstige Geschichten im Gangstermilieu stehen, sollten lieber die Finger davon lassen. Gedacht ist diese Buch eher für Leser die auf normalen Krimihelden stehen, die ihre "normalen" Probleme haben, aus denen sich allerdings auch wahre Krimis entpuppen können.

Da die Schreibweise der Autorin etwas besonderes ist, gibt es wohl nur Leser die entweder diese lieben oder hassen. Eine durchschnittliche Bewertung wird es wohl kaum geben.

Auf alle Fälle ist es ein Versuch wert.


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reviews: page 1, 2, 3, 4



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