Der Chinese | Henning Mankell
Bücher:
der chinese
Der Chinese
Henning Mankell
Der HR Verlag DHV
, 2008 - 7 Seiten
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Kauftipp
Weder Fisch noch Fleisch - trotzdem gut!
Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Schriftsteller Henning Mankell liefert in Der
Chinese
einen Kriminalfall, der seinen Bogen von Schweden aus bis nach Amerika zieht und darüber hinaus die politischen Machtspiele im fernen China anprangert.
Als der Fotograf Karsten Höglin beschließt das kleine Dorf Hudiksvall zu fotografieren, wusste er noch nicht, auf was er stoßen würde: insgesamt achtzehn Menschen, die hier auf die grausamste Art und Weise getötet wurden. Die Polizei steht vor einem Rätsel und vermutet einen Psychopathen hinter dem Verbrechen, doch die Richterin Birgitta Roslin, verfolgt auf eigene Faust und von dem Massaker persönlich betroffen, eine völlig andere Spur. Diese führt sie bis nach China, wo sie das Motiv für die bestialische Tat vermutet ...
Wieder einmal wurde Tatort-Kommissar Axel Milberg für die Hörbuchfassung eines Henning Mankell Romans eingesetzt und meistert diese Aufgabe mit Bravour. Wer allerdings einen waschechten Krimi erwartet, dem wird dieser Chinese eher spanisch vorkommen. Der Kriminalfall wird hier vom Autoren einfach nur genutzt, um ein Podium für das eigene politische Statement zu schaffen - so scheint es zumindest. Dennoch: Mankell ist ein hervorragender Schriftsteller und das beweist er auch mit Der Chinese.
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Spannende Familienchronik a la Henning Mankell
Der Hörverlag präsentiert zum Mankell-Buch DER
CHINESE
eine gelungene Hörbuchversion. Sie erzählt die Geschichte der Richterin Vivi Sundberg, welche aufgrund ihrer familiären Bande in eine Tragödie gerät, der in einem schwedischen Dorf mehr als ein Dutzend Menschen zum Opfer fallen. Alle waren untereinander verwandt. Durch Zufall führt sie die Spur zum Clan eines traditionsgeleiteten und brutalen Chinesen. Das Hörbuch, welches verschiedene Epochen in Schweden, China und Amerika geschickt miteinander verknüpft, zeichnet sich durch die unterschiedlichen Schauplätze mit eigener Atmosphäre aus.
Axel Milberg (der Kieler Junge und Tatort-Kommissar Borowski) verfügt über ein facettenreiches Repertoire an Stimmen und Interpretationen für auch die kleinste Nebenrolle. Sein norddeutsches Timbre passt besonders gut zum ersten Handlungsschwerpunkt Schweden. Die typische Atmosphäre und Aufbruchstimmung der Besiedelung des "Wilden Westens" (beim Eisenbau Mitte des 19. Jahrhunderts in Amerika) stellt er aber gleichsam glaubwürdig dar. Der Sprecher beherrscht männlich-markante Charaktere, wie gleichsam die emotionale Stimmung der Hauptdarstellerin. Der Wechsel erfolgt quasi auf Knopfdruck. Das Hörbuch vermittelt einen stark überspitzten Einblick in die Kultur und Gewohnheiten der neureichen chinesischen Oberschicht. Die recht lange Erzählung bleibt stets fließend und die Strapazen des Überlebenskampfes der verschiedenen Charaktere ziehen den Hörer in einen stimmungsgeladenen Bann.
Insgesamt entstand eine spannende und frische Lesung, auch wenn die beschriebenen Ereignisse teilweise über 100 Jahre zurückliegen und klassische Spannungsmomente eines Krimis oder gar eines atemberaubenden Thrillers fehlen. Das Ende ist absehbar. Es wird trotzdem gute Unterhaltung geboten, wenn auch anders, als man(n) es von Henning Mankell erwartet.
Da China, gerade im Rahmen der anstehenden Olympischen Spiele, zusehends in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rückt, wir auch diese Mankell-Produktion ihre Hörerinnen und Hörer finden. Rund 10 Stunden dürfen diese dabei Aufstieg und Fall, Lust und Schmerz sowie Güte und Verderbtheit einer chinesischen Familie kennenlernen. Recht speziell für Mankell, der sonst Afrika fokussiert, aber doch faszinierend. Jedoch sind die von ihm so oft benutzten Verschwörungsthemen (vgl. DIE WEIßE LÖWIN) auf die Dauer unglaubwürdig. Weniger wäre da mehr!
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Mehr als nur ein Krimi
Der
Chinese
ist ein sehr vielschichtiges Buch, es behandelt sowohl den äußerst brutalen Massenmord in einem kleinen Dorf in Schweden, als auch die schlimmen Vorkommnisse in (nicht nur) China um 1880, wo arbeitssuchende Männer gekidnappt wurden, um in Amerika das Schienennetz für die Bahn von West nach Ost zu verlegen. Auch die Verstrickung Chinas Wirtschaft in Mafia-Methoden kommt zur Sprache, genau wie die schwierigen zwischenmenschlichen und innerfamiliären Beziehungsgeflechte.
Dies alles ist in einen Krimi gepackt, der stellenweise so spannend ist, das man gar nicht anders kann, als immer weiter zuzuhören! Man fühlt zum Beispiel förmlich die Beklemmung, die B. Roslin in China durchlebt, als sie gewahr wird, dass sie permanent überwacht wird.
Zum Schluß möchte ich noch hinzufügen, dass Axel Milberg für mich einer der wohl angenehmsten Interpreten von Hörbüchern ist. Für mich an dieser Stelle 5 Sterne für 6 CDs bester Unterhaltung!
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Eine Anwältin auf Mörderjagd im Reich der Mitte!
Der schreckliche Mord an 18 Menschen im schwedischen Hudiksvall weckt das Interesse der Richterin Brigitta Roslin. Unter den Toten befinden sich die Adoptiveltern ihrer Mutter. Als einzigen Hinweis findet man ein rotes Seidenband am Tatort. Brigitta beginnt zu recherchieren. Eine Spur führt sie nach China. Als ihre Freundin Karin beruflich nach Peking muss, entschließt Brigitta ihre Freundin zu begleiten. Doch die Reise gestaltet sich anders, als von Brigitta gedacht. Sie wird überfallen. Von stattlicher Seite wird ihr die Chinesin Hong Qui zur Seite gestellt. Brigitta ahnt nicht, dass es Hongs Bruder Ya Ru ist, der die Fäden der Geschichte in der Hand hält.
Henning Mankell stellt mit diesem Roman unter Beweis, dass gute Krimis nicht immer blutig sein müssen. Gekonnt verwebt er eine kriminalistische Handlung mit subtiler Gesellschaftsanalyse und historischen Elementen (ein Teil des Romans spielt in den Jahren um 1886) und macht daraus einen packenden und überaus unterhaltsamen Roman.
Gelesen wird dieses Hörbuch von Schauspieler Axel Milberg, der einem breiten Publikum als Kieler Tatort-Kommissar Klaus Borowski bekannt sein dürfte und einmal mehr die kongeniale Stimme von Henning Mankell ist.
Fazit: Mit DER
CHINESE
hat Henning Mankell einen packenden Roman vorgelegt, der auch als Hörbuch absolut zu überzeugen weiß.
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