Die Lösegeldforderung von acht Millionen Dollar können die Eltern dank der Hilfe eines solventen Helfers gerade noch aufbringen. Bei der Übergabe jedoch verliert das FBI die Spur der Täter. Und dann kommt von den beiden Kindern nur Kelly zurück. Kathy gilt als tot -- tatsächlich aber wird sie von einer familienversessenen, zugleich auch zwielichtigen und cholerischen Komplizin der Entführern namens Angie gefangen gehalten. Eine Äußerung von Kathy gibt den Ermittlern den entscheidenden Hinweis. Aber Angie ist bereits auf der Flucht Richtung Cape Cod -- verfolgt vom geheimnisvollen Drahtzieher ?Kater Karlo?, der hinter der Entführung steckt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ....
Bis Kelly verrät, dass Kathy noch am Leben ist, vergehen fast 190 Seiten, das ist gut die Hälfte des Romans. Die Geschichte von Weil deine Augen ihn nicht sehen kommt also recht langsam in Fahrt. Das aber ist egal. Denn die psychologische Entwicklung ihrer Figuren im ersten Teil gelingt Thriller-Spezialistin Mary Higgins Clark wieder einmal brillant. Subtiler und spannender kann man kaum schreiben. --Stefan Kellerer