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  Buch: Der Katalane | Noah Gordon
 
 
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Der Katalane
Noah Gordon

Random House Audio, 2008

Kundenbewertung:(3 Bewertungen)
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Als Josep Àlvarez im Jahr 1874 die Nachricht vom Tod seines Vaters ereilt, hat er sich gerade von einem freundlichen Winzer im südfranzösischen Dorf Roquebrun die Kunst des Weinmachens angeeignet. Unter Umgehung der Grenzkontrollen eilt er zurück auf den elterlichen Hof nach Katalonien, wo man aus Reben statt Wein offenbar nur billigen Essig gewinnen kann -- und das, obwohl das ohnehin schon spärliche Erbe gänzlich an seinen nicht besonders tüchtigen Bruder Donat fallen soll. Zudem bringt Josep ein dunkles Geheimnis mit in die Heimat zurück. Jahre zuvor nämlich ist er geflohen, da er Zeuge eines brutalen Mordes wurde. Nun versucht er, sich in Katalonien eine neue Existenz als Weinbauer aufzubauen. Und er findet eine neue Liebe -- als ihn die Vergangenheit einzuholen und sein Leben abermals zu zerstören droht?

Mit einem Mega-Erfolg Der Medicus wurde der inzwischen 82-jährige US-amerikanische Autor Noah Gordon auch hierzulande berühmt. Über 40 Wochen lang hielt sich das Buch auf Platz eins deutscher Bestsellerlisten. Seitdem gilt Gordon als unerreichter Altmeister klug komponierter, gut recherchierter Historienromane. Mit Der Katalane wird der Autor diesem Ruf einmal mehr gerecht. Auch wenn der Roman an die Klasse des Medicus nicht ganz heranreicht, so entwirft er doch ein überaus saftiges Bild des 19. Jahrhunderts. Große Unterhaltungsliteratur!

Wer das Buch bei einer Flasche Wein genießen will, sei allerdings gewarnt. Vermutlich wird er so gefesselt sein, dass am Ende der Lektüre die Flasche unberührt neben dem Lesesessel steht.-- Isa Gerck, Literaturanzeiger.de


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gute Information über den Weinbau, träge, blasse Geschichte; Hörbuch nicht besser als gelesen..

Nach vier Jahren in der Fremde kommt Josep zurück auf das Weingut seines Vaters. Er liebt die Weinberge und die Reben, aber sein Vater hat den kleinen Weinberg seinem ältesten Sohn, Donat, hinterlassen, der den Hof aber verkaufen möchte. So gelangt nun Josep in den Besitz des Familiengrundstückes und beginnt um seine Zukunft zu kämpfen. Ein florierendes Weingut ist sein Ziel, aber der Weg dahin ist weit und auch in der Vergangenheit gibt es einiges was ihn nicht loslässt.


Ein Buch, welches einem mit zwiespältigem Gefühl zurücklässt. Wäre "Der Katalane" nicht von einem so bekannten Schriftsteller verfasst, der mit "Der Medicus" ein absolutes "muss man gelesen haben" geschrieben hat, so könnte man dem Katalanen vielleicht wesentlich mehr abgewinnen.
Nun, vielleicht ist man von Noah Gordons vorhergehenden Büchern etwas zu verwöhnt was Länge und Schrift angehen, denn als erstes fallen einem der Großdruck und die Seitenanzahl auf, was aber nichts Negatives bedeutet.
Der Roman ist eigentlich eine "Lebensabschnitterzählung". Der Protagonist ist sympathisch und seine Handlungen nachvollziehbar. Jedoch erscheinen alle Figuren etwas farblos, da man weder über das Alter noch das Aussehen informiert wird. Lediglich in die Beweggründe für die Handlungen Joseps wird man eingeweiht, alle anderen Figuren agieren nur als etwas seelenlose Nebendarsteller. Der Beginn lässt auf eine spannende Geschichte hoffen und auch die Rückblenden erklären viel über die Hauptfigur. Aber dann wartet man immer darauf, dass irgendetwas "passiert", was aber nicht der Fall ist. Eine Liebesgeschichte? Auch nicht wirklich, dafür passiert alles zu sehr "nebenbei".


Geht man von Vornherein davon aus, dass dies eine Erzählung ohne Höhepunkt ist, so wird man als Leser nicht enttäuscht. Man erfährt viel über die Weinkultur, den Anbau von Rebenstöcken und auch das Keltern. Joseps Gedanken kreisen viel um die Herstellung eines guten Weines, dass man manchmal meint, diesen direkt schmecken und riechen zu können.
Die Geschichte plätschert informativ, aber farblos dahin. Gordon Noah hat aber einige Szenen mit eingebaut, die durchaus auf Spannung hoffen lassen. Jedoch kommt diese nie zu tragen, da sich diese Situationen spätestens fünf Seiten weiter in Wohlgefallen auflösen. Die Ankündigung in der Kurzbeschreibung, dass dieses Buch eine Mischung aus Spannungsroman, Familiengeschichte, Liebesdrama und Historienepos ist, ist doch etwas mehr als übertrieben, da von überall nur eine Andeutung zu finden ist.


Wäre dieses Buch ein Erstlingswerk eines unbekannten Autors, würde man sagen, dass dieser Talent hat, aber noch nicht endgültig zu seiner Form gefunden hat. Bei einem Autor vom Format Noah Gordon, ist man über so einen blassen und spannungslosen Roman nur enttäuscht. Schade.

Fazit: eine schöne Erzählung ohne Spannung und Dramatik in einfacher und leicht verständlicher Sprache. Geht man ohne Erwartungen an das Buch heran und vergleicht auf keinen Fall mit anderen Büchern des Autors, erhält man eine solide Kurzbiografie eines jungen Katalanen der es zum Weinbauern schafft.


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