Musik: Rainald Grebe & die Kapelle der Versöhnung | Rainald Grebe & die Kapelle der Versöhnung
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Rainald Grebe & die Kapelle der Versöhnung
Rainald Grebe & die Kapelle der Versöhnung
Wortart/Ma (SPV), 2005
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RAINALD
GREBE
& DIE
KAPELLE
DE
unbedingt hören
Der Typ ist der Hit. Man weiß oft nicht, ob man lachen oder weinen soll! Er hat so ein feines Gespür für Menschen, Situationen und Gefühle und kann das mit der Stimme in feinsten Nuancen ausdrücken, so daß ich immer wieder sprachlos bin. Zu meinen Lieblingsstücken gehören z.B. "Bengt", "Brandenburg", "Reich mir mal den Rettich rüber". "Familie Gold" z.B. ist in der plakativen und lapidaren Beschreibung einer Reihenhausfamilie so traurig und tragisch, es ist ohne Worte!
Leider sind die Platten durchwachsen, ähnlich wie bei Badesalz. Es ist immer etwas dabei, das ich nicht verstehe, wo ich keinen Witz drin entdecke. Das wird dann von anderen gern auch in die Schublade "Dada" geschoben: Dann muß man nicht weiter drüber nachdenken.
Rainald
Grebe
übt Gesellschaftskritik vom Feinsten; er denkt nach über unsere Zeit, unsere Werte (bzw. deren Verlust) und seine Kindheit (wir sind zufällig die gleiche Generation). In meinen Augen eine ganze Klasse besser als Dieter Nuhr.
Das musikalische Element ist manchmal hervorragend (ich mag vor allem seien Gitarristen gern hören), aber oft nur Untermalung des Textes, gleitet leicht in Restaurant-Jazz- Unterhaltungs-Untermalungsmusik ab.
Man sollte ihn mal live erleben. Ein Mann, an dem sich gewiß die Geister scheiden werden.
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