Wie rauh ihnen die Luft um die Ohren weht, wie karg der Lohn ist, wie trickreich sie vorgehen müssen, den Markt mit dem Ergebnis ihrer nächtelangen manischen Kaffeeorgien zu beglücken...und niemand hat auf sie gewartet und nimmt sie tröstend in die Arme. Aber es wird auch gesagt, wer ihnen helfen kann (Literaturagenten, Literaturpreise und -stipendien, für die mensch sich selbst bewerben kann). Und wer ihnen wahrscheinlich nicht hilft (Pseudeoverlage). Und wie sie sich selbst helfen können (Selbstverlag, Publishing on Demand, das Kapitel ist allerdings sehr kurz geraten).Allgemein wird jedes relevante Thema rund um die Erstveröffentlichung angeschnitten, aber natürlich reicht es beileibe nicht aus...zusammen mit Internetrecherchen kann der/die flinke ErstautorIn sich aber schonmal einen Überblick über das Was, Wie und Wer verschaffen und sich klarmachen, daß ein AutorINNenleben irgendwie immer noch dem Spitzweg-Klischee vom armen verkanten Poeten entspricht...irgendwie eben.
Da das Buch etwas eintönig ist (trotz der netten Anekdötchen), hab' ich ihm dreieinhalb Sterne verpaßt, die ich in dubio pro reo auf vier aufgerundet hab'...
Und jetzt mal sehen, wann und wie die Menschheit demnächst mit MEINEN kreativen Kaffeeflecken beglückt wird...
Besonders toll fand ich die Checklisten und den Musterbrief an Verlage. Bei beidem handelt es sich um konkrete Hilfen und nicht nur um allgemeines Herumreden. Zusätzlich dazu gibt es kurze Crash-Kurse (Beispiel: Urheberrecht für Autoren), die den Leser auf die Schnelle einen ersten Einblick und erstes Verständnis für das jeweilige Thema vermitteln.
Das "Handbuch für Erstautoren" ist eine wirkliche Empfehlung für alle, die sich über das Schreiben informieren bzw. beruflich Autor werden wollen.