Eigentlich ist es kein Propagandabuch, obwohl im Kriegsjahr 1941 in England erschienen, enthält es ja keine Propagandalügen, allenfalls Übertreibungen, aber was kann schon übertrieben sein bei den Nazis? Gehört in jeden Geschichtsunterricht, da wird kein Youngster mehr gelangweilt sein!Kuriosität der englischen Kriegspropaganda Bereits im Jahr 1996 war ich auf dieses Buch im Struwwelpeter-Museum in Frankfurt am Main gestoßen, welches nun - laut Spiegel vom 14. 5. 2005 erstmals neugedruckt sei - diesmal allerdings unter der Obhut von J. C. Fest (mit dessen Vorwort, das ich nicht kenne), früher (erstmals 1984) mit Vorwort von Karl Riha.Es handelt sich hierbei um eine originelle Verunglimpfung der Nazi-Regierung aus englischer Sicht aus dem Kriegsjahr 1941. Brave deutsche Kinder erhalten "all' die wunderschönen Sachen, wie sie Krupp und Stinnes machen", von Struwwelhitlers Händen tropft das Blut und für seine Fingernägel gilt: "Leicht wie Staatsverträge bricht/ er die blut'gen Krallen nicht." (Piecrust never could be brittler/ Than the word of Adolf Hitler).Alles in allem ist dies ein interessantes Stück englischer Propaganda, sein Quellenwert aber ist sehr begrenzt. Auf Nazideutschland wirft es nicht wirklich ein erhellendes Licht, sondern man sieht hier den allerdings originellen tiefschwarzen Sarkasmus englischer Satire, weshalb das Buch wohl eher als Quelle für die Mentalitäten im Kriegsengland einen Wert besitzt, bzw. einfach eine Kuriosität aus der Kriegszeit darstellt (nachträglich aber eher verharmlosend?). Aus heutiger Sicht erscheint vieles, was als böse Satire gemeint war, sogar verniedlichend. Wie schön, wenn Hitler nichts weiter als ein ungezogener "Zappel-Adolf" gewesen wäre!