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  Das Gespenst von Canterville | Oscar Wilde
 
 
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Das Gespenst von Canterville
Oscar Wilde

Anaconda, 2008 - 96 Seiten

Kundenbewertung:(30 Bewertungen)
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Seit seinem Hungertod im Jahre 1575 ist Sir Simon de Canterville der wahre Hausherr im Schloss, hat mit seiner Spukerei Generationen von Bewohnern in die Flucht geschlagen, zuletzt die Witwe Herzogin von Bolton, der er zwei Knochenhände auf die Schultern legte. Doch Unheil naht. Fröhliche Klarinettenklänge kündigen den Einzug der Familie Otis an. Der amerikanische Botschafter samt Frau und vier Kindern halten nicht viel von englischer Gespenstertradition.

Fortan gibt's nichts mehr zu lachen. Rutschbahnen aus Butter und Erdnußschalen, ausgelegt von den kleinen Rotzlöffeln Ronnie und Freddie bringen Simon in ernste Schwierigkeiten. Als Washington Otis, der älteste Sohn der Familie schließlich auch noch der historischen Blutlache mit Pinkertons Fleckweg zu Leibe rückt, stürzt Sir Simon in eine tiefe Identitätskrise. Eine Paraderolle für Henning Schlüter. Hin- und herstolpernd zwischen Entrüstung, Verzweiflung und wilden Rachegelüsten lässt er die von Oscar Wilde zugegebenermaßen dankbar angelegte Figur zum Star der Produktion werden. Dorothee Hartinger, die den Part des rettenden Engels Virginia Otis übernommen hat, wird von dem mal heulenden mal vor Wut rasenden Gespenst regelmäßig an die Wand gespielt.

Wunderbar klischeehaft eingesetzt sind die unverzichtbaren Merkmale einer Schauergeschichte. Rasselnde Ketten, wimmernde Käuzchen, unheilvoll donnernde Gewitter, dazu düstere Paukenschläge. Das macht das Hörspiel schaurig-schön, märchenhaft verstaubt und voller Ironie, ganz wie die literarische Vorlage von 1887.

Das Gespenst von Canterville ist sicher das beliebteste Kunstmärchen Wildes. Er hat die Geschichte vom Aufeinanderprallen der alten und neuen Welt mit einem Augenzwinkern erzählt, das in der Hörspielbearbeitung von Lilian Westphal prächtig zur Geltung kommt. Die Kinder werden sich über die wunderbaren Geräuscheffekte, die gruselige Atmosphäre und die komödiantischen Einlagen von Henning Schlüter freuen, die Erwachsenen mögen schmunzeln und sich rühren lassen von der Moral der Geschichte, dass die Liebe von einer so großen Kraft ist, die sogar den Tod überdauert.

Die Hörspielproduktion des Bayerischen Rundfunks ist 60 Minuten lang und ist mit Schauspielern wie Phillip Moog, Peter Fricke und Rufus Beck exquisit besetzt. --Cornelia Eulitz


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Schlag Zwölf

Das Blut kehrt immer wieder. Man kann noch so sehr reiben. Auch die Donnerschläge. Somit ist alles angerichtet für den Schrecken um Mitternacht. Nur dass sich die neuen Besitzer davon nicht einschüchtern lassen. Dass Gespenst soll seine Ketten ölen, wird selbst zu Halloween erschreckt. Es steht schlecht um die gute, alte, englische Tradition der Schlossgespenster, wenn ein Anwesen in amerikanische Hände fällt. Oscar Wilde hat eine vergnügliche Schauergeschichte geschrieben. Doch selbst in der Satire gibt es ein Happy End. Auch Gespenster haben ein Recht darauf, in Rente gehen zu dürfen.


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Tolles Buch für Kinder, perfektes Layout!

Mr. Hiram B. Otis und seine Familie erwerben Schloss Canterville. Sie missachten die Warnungen von Lord Canterville, dass seit 1584 ein Vorfahre von ihm dort als Gespenst umgeht.
Neben dem amerikanischen Gesandten ziehen seine Frau, sein Sohn Washington, seine fünfzehnjährige Tochter Virginia und die Zwillinge dort ein. Unerschrocken und modern wie die Familie Otis nun mal ist, ignorieren sie zunächst alle Warnungen. Als sie das Gespenst, Sir Simon de Canterville, des Nachts tatsächlich antreffen, reagieren sie wiederum wie es ihre Art ist: unbekümmert.
Hiram B. Otis bietet dem Gespenst Maschinenöl an, damit die Ketten nicht mehr rasseln, die Zwillinge erschrecken das Gespenst, ärgern es wo sie nur können und machen ihm das ?Leben? zur Hölle, die Frau des Botschafters und Virginia, die Tochter bedauern es und Washington begegnet ihm mit höflichem Interesse und Neugier.
Das ist zuviel für den armen Sir Simon. Voller Trübsal schließt er sich in seiner geheimen Kammer ein und sinnt darüber nach, wie er diesen Amerikanern beikommen kann. Er plant einen letzten, großen und furchterregenden Auftritt, der diese Ungläubigen ein für alle Mal aus seinem Schloss vertreiben soll.
In Wahrheit aber sehnt sich Sir Simon de Canterville nur nach einem: Er will schlafen. Er möchte in weicher, brauner Erde in seinem Grab liegen und für immer schlafen.

1887 erschien eines der ersten Werke von Oskar Wilde, ?Das Gespenst von Canterville?. Die Geschichte des Mörders de Canterville, aus Rache eingemauert vom Schwager und elendiglich verhungert, zur Sühne verdammt dazu, als Gespenst im Schloss umherzustreifen bis in alle Ewigkeit, wurde unzählige Male in Buchform herausgebracht. Mehr oder minder gekürzt und verändert verfilmt (unvergessen Charles Laughton), als Hörbuch vertont und nun in vereinfachter, gekürzter Version als Nacherzählung in der Reihe ?Kinderbuchklassiker? des Coppenrath-Verlags für Kinder editiert.
Neben dem unauffälligen Text, der sich einfach und klar lesen lässt, vieles Überflüssige der Originalversion weglässt und sich ? ohne Verfälschungen ? auf das Wesentliche konzentriert, fallen vor allem die Bilder von Stephen Pricken auf.
Diese Bilder sind der eigentliche Beitrag, der aus der Geschichte eine Kinder-Version werden lässt. Bereits auf dem Einband ist das Gespenst Sir Simon de Canterville als netter, etwas trauriger, bärtiger Mann zu sehen, der einzig durch seine bläuliche Farbe an einen Geist erinnert. Ansonsten könnte es der liebe Onkel von nebenan sein. Kein Mörder oder verruchter tückischer Racheengel ist zu sehen, sondern ein netter alter Mann. Auch Schloss und Park sind nett und angenehm, eine Rose, der Vollmond und die wenigen Sterne machen die Szenerie zu einer Idylle.
Verstärkt wird der Eindruck des Freundlichen, ja fast niedlichen Gespenstes durch die samtenen blauen Einband-Applikationen. Sie machen die Intention, eine nette, liebe Geschichte erzählen zu wollen, fühl- und tastbar.
Diese offensichtliche ?Vergewaltigung? der Vorlage von Oskar Wilde ist im Sinne der Zielgruppe, Kinder von sieben bis zwölf Jahren, gelungen. Sämtliche Bilder strahlen eine Atmosphäre der Stille, Genügsamkeit und des Friedens aus. Auch die Familie, die Angestellten, die Gegenstände sind fast comichaft nett. Diese Überzeichnung ist allerdings in höchstem Maße Geschmacksache. Liebhaber des Buches von Oskar Wilde wenden sich mit Schaudern ab. Erwachsene, die die Geschichte ihren Kindern vorlesen, meiden die nähere Betrachtung der Bilder. Die Kinder hingegen, wenden sich sehr oft vom Text ab und den Bildern zu. Sie sind gefangen von Stil und Farbe, Detailverliebtheit und Anmutung.

Fazit: Für Kinder gemacht und nur für Kinder geeignet ? diese Warnung sollte auf dem Einband stehen. Die wenigsten Erwachsenen werden mit dem gekürzten Text und den Bildern etwas anfangen können, die meisten Kinder aber werden hellauf begeistert sein. Wenn sie diese Warnung beherzigen, kann eigentlich beim Kauf dieses Buches nichts schief gehen ? oder eben dem Nichtkauf.


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Spannender Text mit amüsanten Illustrationen

Obwohl es die preiswerteste Ausgabe des "Gespenstes von Canterville" auf dem Buchmarkt ist, ist die Ausgabe aus den "Klett Leseheften" trotzdem sehr schön ausgestattet mit Federzeichnungen des Berliner Illustrators Uwe Häntsch, welche die Dramatik des Geschehens drastisch ins Bild rücken. Ein Anhang bietet zudem Fotos von einer Theateraufführung sowie Anregungen, den Text selbst theatermäßig umzusetzen.


Die Musik ist einfach wundervoll.

Ich habe mir die CD vor allem wegen der Musik gekauft. (Hatte das vorher im Radio gehört). Endlich mal ECHTES Orchester. Brillinat! Das Werk sticht von Musik, Drehbuch, Regie und den Sprecher deutlich positiv aus der Masse anderer Hörbücher hervor.


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Verständnis für den Geist

Wir schwankten zwischen Schmunzeln und sanfte Traurigkeit und hatten zum Schluss das Gefühl einen Freund zu Grabe getragen zu haben. Sehr schöne Geschichte, liebevoll vorgelesen.


reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6



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