Die Kurzgeschichten gehen alle ins Surrealistische und sind unterschiedlich gut zugänglich. Die meisten wird man gleich zweimal lesen, um sie besser zu durchblicken. Zuweilen enthalten sie eine recht zynische Gesellschaftskritik. Bei Kafka fällt immer wieder auf, dass die Beteiligten trotz drastischer oder offensichtlich ungerechter Ereignisse völlig unbeteiligt agieren, wie z.B. Gregor in "Die Verwandlung", in der er sich kaum darüber wundert, morgens als Käfer aufzuwachen. Oder "Der Landarzt", der wegen eines Notfalls die Vergewaltigung seiner Magd und ein totes Pferd in Kauf nimmt, dann aber ganz gelassen bleibt, als sich der Notfall als ein Junge herausstellt, der heute nur zu faul zum Aufstehen ist. Ziemlich makaber ist "In der Strafkolonie", in der ein totalitärer Offizier, der zugleich Richter, Verteidiger und Henker in einer Person ist, von einer bestialischen Hinrichtungsmaschine und seinem besonders ausgeprägten 'Gerechtigkeitssinn' schwärmt, und dann einen Gefangenen wegen einer Lappalie exekutiert.
Die Zustände sind widersinnig, doch sie sind eben so und werden so hingenommen. Es ist ein Gefühl des hilflosen Ausgeliefertseins. Die Beteiligten sehen sich nicht als Weltverbesserer, sondern tun nur ihre Pflicht. Über jede einzelne Geschichte könnte man Seiten lange Interpretationen schreiben, doch dafür ist hier nicht der Platz. Es sind andersartige Geschichten, die zum Nachdenken anregen und Zeit bedürfen, und die nach wie vor lesenswert sind!
Für Sammler: das Buch umfasst folgende Erzählungen - Das Urteil; Die Verwandlung I-III; Ein Landarzt; Auf der Galerie; Vor dem Gesetz; Elf Söhne; Ein Bericht für eine Akademie; In der Strafkolonie; Ein Hungerkünstler.
Die Kurzgeschichten gehen alle ins Surrealistische und sind unterschiedlich gut zugänglich. Die meisten wird man gleich zweimal lesen, um sie besser zu durchblicken. Zuweilen enthalten sie eine recht zynische Gesellschaftskritik. Bei Kafka fällt immer wieder auf, dass die Beteiligten trotz drastischer oder offensichtlich ungerechter Ereignisse völlig unbeteiligt agieren, wie Gregor in "Die Verwandlung", in der er sich kaum darüber wundert, morgens als Käfer aufzuwachen. Oder der General in der "Strafkolonie", der von einer bestialischen Hinrichtungsmaschine schwärmt und der besonderen 'Gerechtigkeit', die er mit ihr ausübe. Die Zustände sind widersinnig, doch sie sind eben so und werden so hingenommen. Es ist ein Gefühl des hilflosen Ausgeliefertseins. Die Beteiligten sehen sich nicht als Weltverbesserer, sondern tun nur ihre Pflicht. Über jede einzelne Geschichte könnte man Seiten lange Interpretationen schreiben, doch dafür ist hier nicht der Platz. Es sind andersartige Geschichten, die zum Nachdenken anregen und Zeit bedürfen, und die nach wie vor lesenswert sind!
Die Kurzgeschichten gehen alle ins Surrealistische und sind unterschiedlich gut zugänglich. Die meisten wird man gleich zweimal lesen, um sie besser zu durchblicken. Zuweilen enthalten sie eine recht zynische Gesellschaftskritik. Bei Kafka fällt immer wieder auf, dass die Beteiligten trotz drastischer oder offensichtlich ungerechter Ereignisse völlig unbeteiligt agieren, wie eben Gregor in "Die Verwandlung", in der er sich kaum darüber wundert, morgens als Käfer aufzuwachen. Die Zustände sind widersinnig, doch sie sind eben so und werden so hingenommen. Es ist ein Gefühl des hilflosen Ausgeliefertseins. Die Beteiligten sehen sich nicht als Weltverbesserer, sondern tun nur ihre Pflicht. Über jede einzelne Geschichte könnte man Seiten lange Interpretationen schreiben, doch dafür ist hier nicht der Platz. Es sind andersartige Geschichten, die zum Nachdenken anregen und Zeit bedürfen, und die nach wie vor lesenswert sind!