counter
 
  Das Schloß | Franz Kafka
 
 
Seiteninhalt:
Suche Bücher:   

das schloß

Das Schloß
Franz Kafka

Anaconda, 2007 - 416 Seiten

Kundenbewertung:(5 Bewertungen)
großes Bild anzeigen
 weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit

     Kauftipp  Kauftipp




"Wie komme ich ins Schloß?" - "Du? Gar nicht!"

"Das Schloß" ist Kafkas dritter und letzter Roman. Ebenso wie "Amerika" und "Der Prozeß" liegt "Das Schloß" nur als Fragment vor.

Ähnlich wie ein geschickt unterbrochener Mehrteiler im Abendprogramm, endet Kafkas Romanfragment plötzlich und ohne Vorwarnung an genau der Stelle, die verspricht Licht ins Dunkel zu bringen. Dem Leser bleibt nur die Möglichkeit über das, was kommen könnte zu spekulieren oder den Roman für sich selbst abzuschließen. Doch wie kommt es zu dem starken Wunsch, um jeden Preis das Ende erfahren zu wollen?

Ein Mann namens K. spielt einmal mehr die Hauptrolle in Kafkas Roman, dessen Anfang an einen Schauerroman erinnert. "Es war spätabends, als K. ankam. Das Dorf lag in tiefem Schnee. Vom Schloßberg war nichts zu sehen, Nebel und Finsternis umgaben ihn, auch nicht der schwächste Lichtschein deutete das große Schloß an. Lange stand K. auf der Holzbrücke, die von der Landstraße zum Dorf führte, und blickte in die scheinbare Leere empor."

Auch wenn der Roman nicht ganz so schaurig verläuft wie etwa "Dracula", ist er doch voll von merkwürdigen Menschen, Vorkommnissen und Zufällen, die dem Leser immer wieder neue Rätsel aufgeben. Selbst die Hauptfigur K. ist für den Leser ein Rätsel, denn bis zum Schluss weiß der Leser nicht, wer K. ist, wo er herkommt und warum er unbedingt in ein Schloss will, von dem zwar ständig die Rede ist, aber für dessen Existenz es keine Beweise gibt.

Genauso ominös wie das Schloss selbst, sind die mächtigen und viel beschäftigten Beamten des Schlosses. Der wichtigste von Ihnen, Klamm, ist den ganzen Roman über zwar in aller Munde, aber für den Leser nicht greifbar. Ähnlich wie beim Schloss, gibt es keinen Beweis für seine Existenz, und die Beschreibungen Klamms durch die Dorfbewohner könnten gegensätzlicher nicht sein. "Er soll anders aussehen, wenn er ins Dorf kommt, und anders, wenn er es verläßt, anders, ehe er Bier getrunken hat, anders nachher, anders im Wachen, anders im Schlafen, anders allein, anders im Gespräch und, was hiernach verständlich ist, fast grundverschieden oben im Schloß. Und es sind schon selbst innerhalb des Dorfes ziemlich große Unterschiede, die berichtet werden, Unterschiede in der Größe, der Haltung, der Dicke, des Bartes, nur hinsichtlich des Kleides sind die Berichte glücklicherweise einheitlich: Er trägt immer das gleiche Kleid, ein schwarzes Jackettkleid mit langen Schößen."

Doch nicht nur Klamm stachelt die Neugier des Lesers an. Die Dorfbewohner, die weder über K.s überraschende Ankunft, noch über seine Absicht zum Schloss gelangen zu wollen sehr erfreut sind, scheinen, wie der Protagonist selbst, Leichen im Keller zu haben. Allen voran die Wirtin, in deren Gasthaus die Beamten tief in der Nacht ihre Bürgersprechstunden abhalten. Sie ist eine von vielen Dorfbewohnern, die K., der sich als Landvermesser ausgibt, für seine Zwecke benutzen will. Allerdings scheitert er.

Je mehr er versucht zum Schloss vorzudringen, desto mehr Hindernisse tauchen auf. Seinen Wunsch ins Schloss zu gelangen, ersetzt er deshalb zeitweise mit dem Wunsch Klamm zu sehen. Doch auch hier muss er erfahren, dass das Streben nach einem Treffen mit Klamm einem Kampf gegen Windmühlen gleicht.

Einmal jedoch bekommt K. die Chance Klamm in seiner Bürgersprechstunde zu treffen, muss jedoch sehr lange warten. Durch einen dummen Zufall nimmt er die falsche Tür und gelangt zum Beamten Bürgel. Dieser ist so freundlich, dass K. sich in seiner Nähe ganz geborgen fühlt. So geborgen, dass die Anspannungen der letzten Tage von ihm abfallen und er in einen tranceartigen Schlaf fällt. Als er aufwacht, ist es zu spät, um Klamm zu treffen. Er hat seine vielleicht einzige Chance verschlafen.

"Das Schloß" ist durch die zahlreichen Geheimniskrämereien fesselnd und mysteriös zugleich. Kaum glaubt man der Lösung eines Rätsels auf der Spur zu sein, wird man eines besseren belehrt. Von Anfang an ist nichts wie es scheint, und im Verlauf des Romans wird nichts klarer, sondern alles immer mysteriöser. Das abrupte Ende weckt beim Leser das Gefühl, selbst die ganze Zeit getäuscht worden zu sein und lässt die Frage aufkommen, ob das Schloss und seine Beamten wirklich soviel Macht haben, wie die Dorfbewohner behaupten.


 weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit


Zerfliesende Realitäten

Wir taumeln verloren durch eine uns fremde Welt ohne die geringste Chance irgendetwas davon zu verstehen.
Niemand hat diese bittere Erkenntnis treffender dargestellt als Franz Kafka.
Ebenso wie in seinem Werk "Der Prozess" führt er auch hier den Leser durch eine, auf den ersten Blick unspektakuläre Geschichte.
Je länger man jedoch dem Text folgt, desto mehr zerinnt einem der scheinbare vorhandene Realitätsansatz zwischen den Fingern, ohne das einem so recht bewußt wird, woran dies letztendlich liegt.
"Das Schloß" ist eines der ganz großen Meisterwerke der deutschen Erzählkunst.


 weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit


Niemand möchte in der Haut Franz Kafkas stecken!

In »Das Schloß« schickt Franz Kafka sein literarisches Alter Ego »K.« in ein mysteriöses Dorf. Dort wird das ganze öffentliche Leben und Geschick durch das rätselhafte Schloß und seinen Beamtenapparat gelenkt. K. beginnt einen aussichtslosen und auszehrenden Kampf um eine Anstellung und seine Anerkennung. Er versucht das Schloss zu erreichen, doch findet nicht den Weg. Er bäumt sich auf und scheint kleine Fortschritte zu machen. Oder versucht man ihn nur zu täuschen und hinzuhalten? So bleibt K. in der gesellschaftlichen Schwebe gefangen.

In einem tieferen Sinn geht es in »Das Schloß« nicht nur um den Konflikt zwischen dem einzelnen Bürger contra Gesetz und Obrigkeit, sondern auch um den Gegensatz zwischen dem Einzelnen und der Masse, zwischen Individualität und gesellschaftlicher Anpassung.

Viele expressionistische und surreale Begebenheiten und die dunkle Atmosphäre des mysteriösen Dorfes, machen die ausgezehrte Verfassung und düstere Stimmung fühlbar, in welcher Kafka »Das Schloß« verfasst hat. Beim Lesen lernt man Kafka so als den großen Scheiterer und Nichtankommer in der Gesellschaft kennen, der er war, und woran er zerbrochen ist.

Wenn dieses Werks eine Schwäche hat, liegt sie darin, dass es ein Fragment geblieben ist und leider an spannender Stelle sehr abrupt endet.

Für alle die gerne tiefer in Kafkas Seelenleben eintauchen wollen, sich mit dem Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft beschäftigen, oder sich gerne von der Atmosphäre eines Buches gefangen nehmen lassen: Ein empfehlenswertes Buch.


 weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit


Preiswerter Einstieg

Das Schoß thront mitsamt seinem aufragenden Burgfried ausserhalb des Ortes auf einem Hügel. Der Landvermesser K kommt im Dorf aus der nicht näher beschriebenen ferne an und erwartet nun Anweisungen um seine Arbeit aufnehmen zu können. Diese kommen aus dem Schloß, werden mittels eines Boten überbracht und distanzieren K immer mehr von seinen Vorstellungen.
Seine eigene Persönlichkeit unterliegt dem Einfluß der Menschen aus dem Dorf die alle ihre Dienste auf Wunsch des Schloßherren ausüben können.
Nur K scheint sich nicht einzuleben. Verschiedene Versuche wie Heirat und aufsuchen des Schloßes wollen ihn jedoch nicht weiterkommen lassen.
Er scheitert letztendlich und stirbt.
Kafka verfügte in seinem Testament die Verbrennung dieses Manuskriptes, was sein langjähriger Freund Brodt aber verweigerte und um noch eins draufzusetzten ein extra Ende geschrieben hat. Dieses ist aber nur in der Suhrkamp Ausgabe enthalten und glücklicherweise nicht in dieser.
Nun drängt sich seit erscheinen dieses Buches die Frage auf welche Metapher wie z.b. das Schloß für was stehen.
Brodt sagte einmal Kafka hätte ihm gesagt dieser Roman wäre ein Metapher für das Beamtentum.
Das ist vielleicht ein Stück weit korrekt sind doch deutliche Plattitüden im Text enthalten aber sollte man auch die kosmische Dimension beachten die hier als differenzierung zu Kafkas Prozess in der Zielsuchung des Machtpatriarchen besteht.
Ist doch K im Prozess auf der Flucht so ist der Darsteller in diesem Roman offensiv bereit sich aufzudrängen, ob er nun die Freundin eines Schloßangestellten sexuell beglückt o.ä er selbst ist agierend.
Zu bezwecken mag er nichts, er findet kein Glück und Ziel und das was ihn zum suchenden macht ist der glaube an eine fehlende Heimat.


 weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit


Wunderbare Ausgabe eines wichtigen Romans

Natürlich kommt es bei einem Buch auf den Inhalt an und nicht in erster Linie auf das äußere Erscheinungsbild. Trotzdem frage ich mich aber, warum manche Bücher äußerlich so langweilig gestaltet werden, dass man sie nicht in die Hand nehmen mag. Es gibt keinen Zweifel an der herausragenden Bedeutung von Kafkas "Das Schloss". Dazu will ich nichts weiter schreiben. Ich möchte aber darauf jhinweisen: Man kann gute Bücher auch äußerlich schön gestalten, so wie dies bei dieser Ausgabe gelungen ist.



Folgende Artikel könnten Sie interessieren




Empfehlungen

Mehr als einmal lesen! (Deutschsprachige Bücher)
hä..was? nein.. oder doch? hmm... auch gut
Buecher, die mich veraendert haben
besondere Literatur
Lieblingsbücher


schloß


Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte
Charlie Bone 04 und das Schloss der tausend Spiegel
Das Schloß
Schloss aus Glas
Sophie im Schloss des Zauberers



Suche nach Büchern
schloß


aktuelle Kategorie: Bücher
Bücher
Zeitschriften
Elektronik
Kamera und Foto
Computer Hardware
moderne Musik
klassische Musik
DVD
VHS Video
Software
PC- und Videospiele
Spielwaren
Heimwerken
Küche und Haushalt
Garten und Freizeit
Bad und Körperpflege





zufällig ausgewählt


Buch: Heimatkunde für Fortgeschrittene: Bodenlose Löcher, Lügenmuseen und andere ...