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  Krieg und Frieden | Leo Tolstoi, Hermann Röhl
 
 
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Krieg und Frieden
Leo Tolstoi, Hermann Röhl

Anaconda, 2007 - 1536 Seiten

Kundenbewertung:(56 Bewertungen)
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Alle Freunde der großen russischen Literatur des 19. Jahrhunderts müssen sich mit einer traurigen Wahrheit vertraut machen: Krieg und Frieden von Leo Tolstoi hat es nie gegeben! Es existieren nur verschiedene Fassungen, von denen die uns bekannte eine (mehr oder weniger bunte) Mischung ist: Der Text stammt aus den ersten beiden Ausgaben von 1868/69, vermischt mit den Korrekturen und der Kapiteleinteilung der dritten Ausgabe von 1873.

Erstmals aber hatte Tolstoi sein Mammut-Epos 1866 für beendet erklärt und dann doch noch mit Änderungen versehen, die das Opus auf das Doppelte des ursprünglichen Umfangs anschwellen ließen. Zahlreiche Exkurse zur Geschichtsphilosophie und Zeitpolitik wurden aufgenommen, die Napoleon-Begeisterung der Urfassung zugunsten einer politisch legitimeren Darstellung geglättet. Das hat Krieg und Frieden zum einen sicher interessanter und fassettenreicher, zum anderen aber auch vom Erzählstil etwas träger und von der Figurenzeichnung etwas einseitiger werden lassen. Denn viele satirische und groteske Züge kommen in den späteren Druckfassungen nicht mehr zum Tragen.

Was Krieg und Frieden verlor und was es durch die Überarbeitungen gewann, kann nun jeder in der laut Verlagswerbung mühsam "rekonstruierten Urfassung" nachlesen -- wobei das Attribut schon ankündigt, dass es sich dabei keineswegs um die einzig autorisierte Urfassung handeln muss. Dennoch bekommt man einen schnellen, überraschenden und ebenfalls nicht gerade dünnen Roman zu lesen, der nicht nur einen klareren Einblick gibt in die Tolstoi'sche Psyche, sondern auch aufwartet mit einem neuen (also eigentlich ja alten) Schluss. Mehr wird aber nicht verraten. --Thomas Köster


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Fast in die Knie gegangen!

Dieses Buch hat mir wirklich einiges abverlangt. Und dabei habe ich schon viele Bücher dieser Größenordnung und einige noch dickere gelesen. Aber "Krieg und Frieden" hätte mich fast in die Knie gezwungen :-). Um die 250 Personen, die alle mal mehr mal weniger behandelt werden, viele wirklich wichtige Fragen, die Tolstoi zu klären versucht, Familien- und Mílitärgeschichten, die sich abwechselndas alles wird dem Leser hier geboten. Und auch wenn ich desöfteren kurz vor der Verzweiflung stand, weil viele Seiten lang mal kaum etwas passiert, zumindest nichts was die Geschichte in irgendeiner Form vorantreibt, hat man doch eigentlich immer das Gefühl etwas ganz Großes zu lesen, was ja auch der Fall ist. Tolstoi gehört ohne Frage zu den größten Erzählern mit einer wunderbaren Sprache. Er lässt uns minutiös teilhaben an dem Leben des Adels in Russland von 1805 bis 1812 (und etwas darüber hinaus, rechnet man den Epilog mit). Vor allem aber am Leben von Andrej Bolkonski und Pierre Besuchow, zwei recht unterschiedliche Menschen, die beide im Laufe dieses Werkes nach dem Sinn des Lebens suchen. Zum einen wird man Zeuge des Alltagsleben eben genannter Kreise, da erlebt man seitenlange Beschreibungen der allabendlich irgendwo stattfindenden Gesellschaften, man geht auf die Jagd, man erlebt Duelle und Aufstände. Die ganz besonderen Momente erlebt man aber, wenn Tolstoi das Innenleben der einzelnen Protagonisten in den Fokus rückt. Da macht das Lesen wirklich Spass, da man Bekanntschaft mit so vielen, völlig verschieden denkenden Menschen macht, sie in Extremsituationen erlebt und dabei ist, wenn sie schwere Entscheidungen zu treffen haben. Das ist ganz große Literatur und lässt einen auch über sich selbst nachdenken. Diese Passagen werden immer wieder von ausführlichen Kriegsberichten, zum Beispiel von der Schlacht von Borodino, unterbrochen bzw. von ihnen ergänzt. Teilweise zu ausführlich, wie ich finde. Vielmehr kann ich inhaltlich nicht von mir geben, man täte sonst vielen Stellen Unrecht, die man weglassen müsste, da die Rezension sonst den Rahmen sprengen würde.
Uneingeschränkt kann ich dieses Buch allerdings nicht empfehlen. Es ist nun mal sehr dick und Tolstoi wiederholt sich wirklich auch mal desöfteren, denn die einzelen Teeparties unterschieden sich eben kaum voneinander, das weiss ja auch jeder, der Proust wenigstens ansatzweise gelesen hat. Daher kann ich den Vorwurf, dieses Buch sei einfach zu dick, nicht wirklich von der Hand weisen. Wer meint dies durchaus ab zu können, dem wird ein Panorama an Zeitgeschichte mit bis ins Kleinste gehenden Beschreibungen vom "friedlichen", wie eben auch vom "kriegerischen" Leben geboten. Dazu noch ein bisschen Sozialkritik und vielen Fragen, die natürlich auch heute noch wichtig sind. Sollte man allerdings noch nichts von Leo Tolstoi gelesen haben, dann würde ich eher zu Anna Karenina greifen, das ist nicht so dick und gefiel mir auch deutlich besser.


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Klasse

Ich hatte vorher Anna Karenina von Tolstoi gelesen und war begeistert und habe dann zum Geburtstag " Krieg und Frieden" bekommen. Der Roman ist wahnsinn. Man muss erstmal über die ersten Seiten kommen aber dann lässt er einen nicht mehr los. Die einzelnen Charaktere werden so präzise beschrieben und man macht mit jedem Charakter seine Wandlung innerhalb der Zeit mit. Jeder der Hauptcharaktere sucht nach seiner Bestimmung um sie dann im Laufe der Zeit zu finden. Und zwischendrin spielt der Krieg und bringt bei dem oder anderen Charakterzüge zu Tage die er vorher nicht an sich kannte. Es ist auf jeden Fall wahnsinnig spannend auf jeden fall lesenswert.


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Weltliteratur

Leo N. Tolstois Meisterwerk, ist für mich der historische Roman schlechthin. Alles Menschliche kommt darin vor: Liebe, Hass, Verzweiflung, Triumpf, Leidenschaft, edler Pathos,...

Das zaristische Russland wankt unter den Schlägen, die Napoleons unbesiegbare große Armee im versetzt. Die Protagonisten müssen in dieser schweren Zeit ihren Weg und ihren Platz in der Geschichte finden.

Das Buch muss man gelesen haben und in der hier vorliegenden gebundenen Ausgabe, hat man eine sehr schöne Umsetzung zu einem fairen Preis.




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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



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