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  Frühstück bei Tiffany. SZ-Bibliothek Band 51 | Truman Capote
 
 
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Frühstück bei Tiffany. SZ-Bibliothek Band 51
Truman Capote

Süddeutsche Zeitung / Bibliothek, 2007 - 108 Seiten

Kundenbewertung:(17 Bewertungen)
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Besser als der Film

Capote, Truman, Frühstück bei Tiffany, 1950 (SZ-Bibliothek)


Erzählt wird die Geschichte von einem Schriftsteller, der aus seinen Anfangsjahren als solcher berichtet, wie er in New York, Upper East Side, in einem braunen Sandsteinhaus gewohnt habe, u.a. zusammen mit der Heldin des kurzen Romans: Holiday (Holly) Golightly - der Name ist Programm.

Die Geschichte wird aus der Retrospektive erzählt. Joe Bell, der Wirt aus der Kneipe in dem Haus, benachrichtigt Fred - so wurde der junge Schriftsteller von Holly nach ihrem Bruder benannt - er habe Hinweise über die verschollene Holly aus Afrika, es hätten sich geschnitzte Masken gefunden, die ihr genau ähnlich sähen. Dieses Treffen ist der Anstoß für Fred zu erzählen.

Holly und ihr Bruder wuchsen als Kinder verwahrlost, ohne Eltern auf, als ein Texaner, Doc Golightly sie zu sich nahm und die Kindfrau heiratete. Sie war ihm aber davongerannt und nach New York gekommen, wo sie mit ihrem rassigen Aussehen die Männer betörte und ein unordentliches, aber selbstbestimmtes Leben führte. Es gab Angebote von der Filmbranche, die sie aber realistischerweise ablehnte, stattdessen zog sie ihre Freiheit, ihr Leben auf Abbruch vor. Die Männer kamen zu ihr ins Haus, zum Verdruss der Vermieterin, und sie wartete auf die passende Partie. Die zeigte sich dann scheinbar in der Gestalt des brasilianischen Diplomaten José Ybarra-Jaegar, mit dem die Ausreise im letzten Moment wegen eines Skandals allerdings verhindert wurde: Holly wurde angeklagt, als Mittelsperson
zwischen dem inhaftierten Gangsterboss Sally Tomato und einem Priester im Rauschgifthandel fungiert zu haben, was ihr anscheinend nicht so ganz klar war. Bevor sie von der Polizei geschnappt werden konnte, gelang es ihr jedoch, mit der bereits gelösten Flugkarte zu entkommen und sie blieb seitdem verschollen.

Fred wurde Hollys Vertrauter, wie Joe Bell und viele andere Männer war er in sie verliebt: in ihre unangepasste, halb anarchische, lebendige und völlig unsentimentale Art zu leben. Der Hauptteil der Geschichte dreht sich um das Auftreten verschiedener Männer und was sie über Holly erzählen oder aussagen, oder auch Frauen, allesamt sehr schrille, ausgefallene Typen. Dies ist ein früher Roman, der einerseits das Recht der selbstbestimmten Außenseiterin reklamiert, andererseits für die 50er Jahre charakteristisch ist, indem er eine Reihe niedlicher", idyllischer Züge des Bohème-Lebens aufweist. Man wird manchmal erinnert an die koketten, niedlich-stilisierten Bilder aus dem Paris der 50er Jahre, Capotes Fantasie gebiert unablässig bunte, überraschende Szenen, tendiert aber auch in die Richtung von etwas krampfigen Gags und Karikaturen. Immerhin, ein unterhaltsames, farbiges Buch, die Heldin zeigt auf jeden Fall mehr Abgründe als der viel populärere Film mit Audrie Hepburn.



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Nett, aber nicht weltbewegend

Ohne den Film jemals gesehen zu haben, konnte ich mich dem Buch trotz seines "Alters" relativ neutral nähern. Der Hype um jenes ist mir jedoch nicht ganz schlüssig. Ok, der Inhalt und die Art der Schreibweise sind nett, aber geben in meinen Augen keinen Anlass um unbedingt von weltbewegender Literatur zu sprechen. Da ist Truman Capote mit "Kaltblütig" eher ein Meisterwerk gelungen, als mit "Frühstück bei Tiffany". Aber evtl. seh ich die Sache zu subjektiv aufgrund einer anderen literarischen Präferenz.


Frühstück bei Tiffany

Ein Klassiker.

Holly ist 18, unbeschwert und liebt das Leben. Sie verkehrt in der Party-Szene des New Yorks der 40er Jahre und läßt sich ungeniert von Männern aushalten.

Die meisten kennen ja nur den Film. Das Buch ist aber auch absolut lesenswert. Witzig geschrieben und schnell gelesen. Hat mir gut gefallen.


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Thank You Mr. Capote

...für diese wunderschöne Story!
Die mühelose Erzählkunst des Autors macht leicht miterlebbar, wie das Mädchen Holly Golightly mit bald rabiatem, bald naivem Charme, mit schier übernatürlicher Natürlichkeit und im Besitz unverwüstlicher Lebenskraft ein im Grunde eher tristes Leben nicht nur meistert, sondern gleich noch vergoldet; wie sie wie ein rascher Wandelstern durch das Leben anderer Menschen geht, wie dabei genug Licht und Wärme auf die anderen fällt,daß sie sie garnicht mehr vergessen können.
Das ist wirklich eine große Geschichte!


Grossartige Erzählung, wenn man sich vom Film lösen kann

Wie wohl schon Generationen vor mir habe ich diesen Titel zuallererst mit der jungen, bezaubernden Audrey Hepburn assoziiert, die die Idealbesetzung für Holly Golightly war.

Bei der Lektüre dieses in nüchternem Ton, doch mit viel Herz für die Hauptpersonen verfassten Büchleins fallen dann aber doch etliche Unterschiede auf: War der Film wohl eher als prüdes feelgood movie konzipiert, so erscheint Holly in Capotes Erzählung als eine Suchende mit viele Schattenseiten, deren Moral und Sittenstrenge ziemlich fragwürdig sind. Gerne nutzt sie ihre männlichen Bewunderer aus, wird aber auch von diesen benutzt, was sich schließlich als verhängnisvoll erweist, da sich alle schnell und problemlos von ihr abwenden.

Die Erzählung in Buchform kan man wohl eher als das Porträt einer Zeit des Umbruchs und Wandels sehen, als einen bloßen Blick ins Dasein einer Lebefrau; hier liegt der große Unterschied zum Film. Ein höchst unterhaltsames Büchlein, das dem Leser einen guten Blick ins Amerika der Vierziger vermittelt und insgesamt noch ein gutes Stück über den Film hinausweist.


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reviews: page 1, 2, 3, 4



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