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Breaking the Waves, ...

Süddeutsche Zeitung GmbH, 2006

Kundenbewertung:(5 Bewertungen)
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BREAKING THE WAVES


Toller kafkaesker Film

Beth, eine wohlbehütete junge Frau in einem schottischen Städtchen, in dem das Leben der Einwohner von christlichen Eiferern überwacht wird. Wer sich nicht anpasst, erlebt die Hölle schon auf Erden. Beth betet einen Mann zu finden, der sie liebe. Ihr Wunsch wird erhört, doch schon nach einer kurzen Zeit des Glücks verunglückt er und ist fortan bis zum Kopf gelähmt. er selbst rät ihr nun in seiner eigenen Verzweiflung sich mit anderen Männern zu treffen. Beth wird seelisch zwischen dem Terror ihres Mannes und den religiösen Fanatikern des Dorfes, die sie schon verurteilen, bevor sie fremdgeht, zerrieben.

Wieder ein Film, in dem Lars von Trier mit seiner Radikalität überzeugt. Eine kafkaeske Geschichte, in dem es für die Heldin kein Entrinnen aus den fatalen Umständen gibt. Schlicht, düster und beklemmend fotografiert. Nicht ganz so gut wie "Dogville", aber trotzdem toll.


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Brillianter Film... mäßige Aufmachung

Über "Breaking the Waves" muss man wohl kaum mehr etwas schreiben. Lars von Trier hast sich hier bewusst entschieden, einen melodramatischen Film zu machen, und das ist im 100 Prozent gelungen. Gerade die unglaublich präsente Hauptdarstellerin sorgt dafür, dass der Film tiefe Spuren hinterlässt.

Wie immer spartanisch ist die Aufmachung durch die Süddeutsche Zeitung. Wenn schon die '100 Meisterwerke' in einer Reihe aufgelegt werden, dann sollte man eigentlich auch ein paar Extras erwarten. Da ist aber faktisch nichts von vorhanden, so dass sich die normal erschienene DVD wohl eher lohnt.


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Nächstenliebe bis zur Aufopferung.

Die junge, fromme Frau Bess lebt in einem kleinen, einsamen schottischen Ort. Glauben ist für die Menschen hier sehr wichtig und schmiedet die Gemeinde zusammen. Beth möchte heiraten und betet dafür. Ihre Gebete werden erhört und sie heiratet einen Mann, der auf einer Bohrplattform arbeitet. Sie ist glücklich und verlebt mit ihrem Mann gute Tage.

Doch ihr Mann hat einen Unfall auf der Bohrplatt und kommt schwer verletzt ins Krankenhaus. Die Ärzte geben den Schwerverletzten auf. Doch Bess hält zu ihrem Mann, besucht ihn täglich und betet für ihn. Und dieser erholt sich ein wenig. Nicht viel, aber er ist wach und kann sich Bess mitteilen. Er bittet sie mit anderen Männern zu schlafen und ihm davon zu berichten. Bess ist bestürzt und verzweifelt. Zum einen fällt ihr selbst der Gedanke schwer, aber auch die strengen Verhaltensregeln im Ort scheinen es unmöglich zu machen. Zaghaft beginnt Bess den Wunsch ihres Mannes in die Tat umzusetzen. Und sein Gesundheitszustand bessert sich leicht. Seine Forderungen gehen immer weiter und Bess erfüllt in tiefer Liebe zu ihrem Mann und Gott diese Wünsche. Das Wunder geschieht und Bess's Mann genest. Doch für Bess endet ihr Opfer tödlich. Die Gemeinde verweigert ihr ein kirchliches Begräbnis und Bess wird auf dem Bohrturm seebestattet. Die himmlischen Glocken erklingen.

Die Film erzählt eine einfache Geschichte mit beeindruckenden Charakteren, feinen Dialogen und einem isolierten Ort mit einer beeindruckenden Landschaft. Die einfache, gläubige und liebende Frau wird zum Indikator für eine Gesellschaft. Beeindruckend die Hauptdarstellerin.



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Lars von Triers Meisterwerk

Die junge, psychisch labile bess heiratet den auf einer Ölbohrplattform arbeitenden Jan und durchlebt mit ihm wundervolle Stunden. Doch kurz nach der Hochzeit hat Jan einen Unfall und ist von da an ans Bett gefesselt. Er bittet seine Frau, Sex mit anderen Männern zu haben und ihm danach davon zu erzählen. Bess erfüllt ihm diesen Wunsch und steuert damit auf den Abgrund zu. Niemand kann sie mehr retten.

Der Film ist eindrucksvoll inszeniert und jagt einem Schauer über den Rücken. Emily Watsons Spiel raubt einem schier den Atem und fesselt von der ersten bis zur letzten Minute. Sie hält den Film zusammen, der bei einer Dauer von 2,5 h streckenweise Längen aufweist.
Trotzdem lohnt es sich, sich den Film anzugucken und sich in Bess` Geschichte zu verlieren.




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Wellenbrecher von Cannes

Erst die Geschichte.
Ein Mädchen eines kleinen abgeschiedenen Nestes in Schottland heiratet einen Mann, der auf einer Bohrinsel arbeitet. Das Mädchen muß den Ältestenrat der Gemeinde um Genehmigung für die Hochzeit bitten. Man heiratet und das Mädchen Bess erlebt die Liebe, die körperliche und die seelische. Sie hält ständig Zwiesprache mit Gott, sie glaubt bedingungslos und verspricht, sich der Liebe würdig zu erweisen, die Gott ihr schenkte. Jan, ihr Mann, muß nach den Flitterwochen zurück auf die Bohrinsel und Bess bleibt bei ihrer Familie zurück. Sie will aber ihren Mann für immer bei sich haben. Sie will mit ihm schlafen und ihm nicht nur am Telefon erzählen, was sie sich gerade ausdenkt. Jan erleidet einen schweren Unfall, er wird gerettet, aber er wird ein Pflegefall bleiben, unfähig sich zu bewegen, unfähig mit Bess zu schlafen. So will er, daß sie sich einen Liebhaber sucht und ihm alles berichtet. Nur wenn sie dies täte und die Erinnerung an Liebe in ihm lebendig bleibe könnte er weiterleben. Bess tut wie ihr geheißen. Jans Zustand verschlechtert sich und durch ihre sexuellen Anstrengungen rettet sie ihm das Leben. Zufall oder ist Gottes, des Allmächtigen, Walten doch der Grund für dieses "Wunder"? Jans Zustand verschlechtert sich zusehends und Bess ist zum Opfer bereit. Sie hurt auf einem von Perversen bevölkertem Schiff, sie wird dabei so schlimm zugerichtet, daß sie an den Folgen dieser Schandtaten stirbt. Ihr Flehen, die Gebete ihrer Schwägerin, Jan möge geheilt werden, wird erhört. Nachdem Jan sie auf See bestattet hat läuten himmlische Glocken. Bess' Himmelfahrt, nicht der von dem Pastor der Gemeinde vorausgesagte und wohl auch gewünschte Höllengang.
Ein Film voller Impressionen, mit unruhiger Kamera, die oft tollkühne schnelle Schwenks vollzieht, gedreht. Impressionistische Bilder (lebendige Kamerabilder !) als Einleitung zu den einzelnen Kapiteln. In der Morgenröte oder im Tageslicht, wie die Brücke über den sich rasch bewegenden Fluß und die Durchsicht in ein weites langgestrecktes Tal.
Eine Hauptdarstellerin namens Emily Watson, wie keine zweite. Ein Gesicht, das so beredt Auskunft gibt, ob bei der für Bess enttäuschenden Defloration oder im Dialog mit Gott. Wenn der Film sonst nichts brächte, er hat das Gesicht einer Schauspielerin geboren und damit einen Stoff glaubwürdig werden lassen. Gott hat ein Wunder geschehen lassen! Danke!
Regie Lars von Trier, er hat in Cannes die goldene Palme gewonnen und seine Schauspielerin wohl den Felix, Europas Oscar.



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