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  Grenadiere | Kurt Meyer
 
 
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Grenadiere
Kurt Meyer

Vdm Heinz Nickel / Schild-Buch-Dienst, 2006 - 448 Seiten

Kundenbewertung:(12 Bewertungen)
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Das Leben einer herausragenden Soldatengestalt

SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Kurt Meyer alias "Panzermeyer" oder auch "der schnelle Meyer" - ich kannte Ihn bisher nur aus den Erzählungen und Geschichten meines Großvaters.
Nach dem Lesen seines Buches "Grenadiere" fühlt man sich, jeglichen politischen Patos außer Acht gelassen, diesem einmaligen und gradlinigem Mann wirklich verbunden.
Ehrlich, nüchtern und ohne jegliche Schönschnörkelei, politische Schönfärberei und Fanatisierung des Erlebten schildert "Panzermeyer" seine Erlebnisse vom Angriff auf Polen bis zu den schweren Abwehrschlachten um Caen, ja selbst die Zeiten seiner Gefangenschaft als "Kriegsverbrecher" in England, Kanada und schließlich Deutschland.

Packend und ganz im Stile bescheidener, soldatischer Sachlichkeit gepaart mit der typischen Mitgerissenheit eines jeden Erzählers der ein besonderes prägendes, persönliches Erlebnis preisgibt schildert Meyer sein Soldatenleben.
Ohne Bezug, Stellungnahme oder Verherrlichung der NS-Zeit ist dieses Buch von seinem Schreiber als Denkmal zu Ehren seiner gefallenen Kameraden, als Mahnmal für die Leistungen des deutschen Soldaten und als Erinnerung daran, dass immer nur der Sieger Recht und Geschichte formt verfasst worden und erweist sich dabei als würdiges Werk!
Generalmajor a. D. Kurt Meyer - ein Name, der auch 47 nach seinem Tode nicht vergessen werden sollte und dem selbst aus den Reihen seiner früheren Gegner Respekt, Interesse und Mitgefühl entgegengebracht wird.

Ehre seinem Andenken - Gott gebe Ihm die letzte Ruhe.


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Ein absolutes Muß

das Buch ist äußerst spannend geschrieben und bringt den Leser im ersten Teil das Draufgängertum der Kradschützen-Vorausabteilung der "Leibstandarte" unter der Führung von Kurt Meyer nahe. Später, im Rahmen seiner Aufgabe bei der SS-Division "Hitlerjugend" prägt sich vor allem die Härte der Kämpfe in der Normandie und das Ausbluten in diesem ungleichen Kampf fest ein.


Immer vorne mit dabei.....

Generalmajor der Waffen-SS Kurt Meyer beabsichtigte, seinen jungen Untergebenen ein Denkmal zu setzen,was ihm mit diesem Buch gelungen ist. Er schildert die Feldzüge in Polen, Frankreich, dem Balkan und der Sowjetunion im ersten Teil des Buches. Dabei war er Angehöriger der 1.SS-Panzerdivision Leibstandarte und dabei in letzter Verwendung Führer der Aufklärungsabteilung. Er war immer im dicksten Schlamassel und stets bei den Grenadieren an der Front zu finden. Dies ist ein Charakteristikum, das ihn auszeichnete; immer alles selbst mitzumachen und Vorbild in vorderster Linie zu sein.
Das erste Kapitel endet 1943 mit der Rückeroberung Charkows, einem teuer erkauften Sieg des SS-Pnzerkorps.Den Rußlandfeldzug stellt er schonungslos und realistisch dar, er erwähnt auch Grausamkeiten an dt. Gefangenen. Die andere Seite findet keine Beachtung; ob beabsichtigt oder einfach nur aus Unkenntnis ist nicht klar ersichtlich.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Aufstellung und dem Einsatz der 12. SS Panzerdivision "Hitlerjugend", bei der er zunächst ein Regiment führte und dann deren Divisionskommandeur wurde. Dabei wurden 17-18 jährige Jungs zum Kriegsdienst aufgrund (meistens)freiwilliger Meldung eingeogen.Dies ist zwar eine menschliche Tragödie, unter den riesigen Verlusten des dt. Reiches an Menschenleben jedoch nachvollziehbar.Die Division der "Crack Babies" lt. amerikanischen Jargon bewährte sich an der Invasionsfront vorzüglich und erkämpfte bei Caen in der Normandie den Respekt ihrer Feinde. Im Zuge der Absatzbewegungen von der Invasionsfront geriet er im Herbst 44 in Gefangenschaft. Dabei hatte er Glück, von den Maquis verschont zu werden. Dieses Glück konnten viele nicht teilen. Er schildert auch die Rache der "glorreichen" Partisanen, die gefangene Soldaten der Waffen-SS und Fallschirmjäger sofort hinrichteten.Und auch alliierte Truppen hielten sich zumindest am Invasionsbeginn auch nicht immer an die Genfer Konvention.Insgesamt ist auch hier die Darstellung etwas einseitig, es ist aber wichtig zu erfahren, das Kriegsverbrechen auf beiden Seiten vorkamen, die einen waren jedoch Sieger, die anderen Besiegte.
Der dritte Teil beschäftigt sich mit der Gefangenschaft Kurt Meyers und dessen Verurteilung. Nach einer kuriosen Beweisaufnahme wurde er zum Tode verurteilt.Er hätte im Sommer 44 sieben kanadische Soldaten erschießen lassen und seine Soldaten aufgehetzt. Mit Hilfe seiner ehemaligen Feinde, kanadischer Offiziere,und eines dt. Anwalts erreichte er zuerst eine Begadigung zu lebenslanger Haft und schließlich Ende 51 die Entlassung aus der Gefangenschaft. Interessant waren hier die Bedienung der öffentlichen Meinung in Kanada, die einen Sündenbock brauchte, aber auch die ritterliche Haltung der Kanadier, die sich für Meyer einsetzten.
Insgesamt trägt das Buch dazu bei, die Geisteshaltung der dt. Soldaten im Zweiten Weltkrieg besser verstehen zu können.Zwar ist es etwas einseitig bei der Schilderung der Völkerrechtsverletzungen, aber auch subjektive Berichterstattungen ergänzen bereits vorhandenes Wissen.


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Psychogramm eines SS-Führers

"Grenadiere" lässt sich als Erlebnisbericht eines ranghohen SS-Offiziers lesen. Viel interessanter lassen sich geistige Grundhaltung und die systematische Nicht-Realisation irgendeiner Art der Schuld des Autors identifizieren. Gerne versteckt er sich hinter Pflichtbewusstsein und Soldatentum, glorifiziert das massenhafte Verheizen seiner Soldaten als Heldentaten. Die Antwort nach dem Warum für den Krieg bleibt der Stratege, der offensichtlich beste persönliche Beziehungen zu Adolf Hitler pflegte, schuldig. Es war halt Krieg und da musste man entschieden handeln. Mag das in den persönlichen Leistungen anerkennenswert und in den Einzelschicksalen tragisch und bemitleidenswert sein. Schlussendlich haben Leute wie Kurt Meyer Idealismus und Naivität junger Menschen systematisch für ein Verbrechensregime genutzt und ausgebeutet. Deshalb ist dieses Buch vor allem eindrücklich als selbstenthüllendes Stück Literatur über einen Menschen, der als beispielhafte Stütze für Hitlers Kriegsführung gelten kann.


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Sachliches Werk

Ich kann dem nur zustimmen.Warum sollte es falsch sein,von den Heldentaten der dt.Landser zu Berichten,wenn diese Berichte neutral geschrieben sind,gut recheriert wurden und und auf wahren Tatsachen beruhen..Von einem Landserheft-Stil kann bei Grenadieren wohl kaum die Rede sein.. Und solange dabei ein fesselndes Buch herauskommt,das man gerne auch ein 2.Mal liest ist es mir persönlich egal wie es geschrieben wurde..Was zählt ist das Ergebnis!


reviews: page 1, 2, 3



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