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Wo bitte gehts zu Gott?, fragte das kleine Ferkel: Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen
Michael Schmidt-Salomon

Alibri, 2007 - 44 Seiten

Kundenbewertung:(94 Bewertungen)
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Wo bitte geht?s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel Ein Buch


Am Ziel vorbei geschossen.

Lieb gemeint, jedoch am Ziel vorbei geschossen.
Dieses Buch ist definitiv kein Kinderbuch. Es mag sein, daß Kinder vieles anders verarbeiten als Erwachsene, sonst wären Märchen ab 18. Jedoch kann man Kindern, speziell denen zu deren Alterklasse man ein kleines Ferkel zuordnen würde, dieses Buch noch nicht zumuten. Sowohl Zeichnungen als auch Text fallen durch ihre Übertreibung aus dem zulässigen Rahmen.
Aus der Sicht eines Erwachsenen, der seine Religiösität überwunden hat, ist die extreme, aggressive Darstellung nachvollziehbar und nötig. Ein Kind, welches im täglichen Leben in unseren Breitengeraden andauernd mit religiösen Symbolen, Anschauungen und nicht zuletzt Menschen konfrontiert wird, kann die Gegensätze zur Realität nicht verarbeiten. Kein einem Kind bekannter Muslim, Katholik oder Jude verhält sich auch nur annährend wie in dem Buch dargestellt. Dadurch entsteht eine Diskrepanz, die ihrerseits das Kind verleitet das Buch zu hinterfragen wobei es unweigerlich dein Eindruck,erhält, das Buch würde übertreiben und Religionen allgemein verteufeln, die doch in Wahrheit Liebe und Geborgenheit versprechen. Denn genau damit wird es im Kindergarten, in der Schule und von den Mitschülern geködert und genau das gilt es doch zu verhindern. Das Kind ist hier doch meist bereits bekannten, teils geliebten, Kindergärtnerinnen, Lehrern oder Erziehern mit \"Religionshintergrund\" ausgesetzt und nicht den Horrorheiligen aus dem Buch. Eine Unterscheidung zwischen liebgemeinten Ratschlägen, erzieherischen Maßnahmen und religiös motivierter geistiger Vergewaltigung kann durch Kleinkinder noch nicht erfolgen, hier sehe ich den wichtigsten Ansatzpunkt für ein derartiges Buch. Toleranz ja, eigene Meinung bestimmt, anders sein - bitte gerne. Der Ablaßhandel im Kindergarten \"Religiöse Hörigkeit gegen Liebe, Respekt und Gruppenzugehörigkeit\" wird durch das Buch nicht verhindert sondern gestärkt. Schade.
Fazit:
Ich hätte mir von dem Buch ein wenig mehr Hilfestellung zur Vermeidung religiöser Infiltration durch nicht neutrale Pädagogen gewünscht. Da da Buch durch die extreme Darstellung erst für ältere Kinder geeignet ist, bleibt die empfindlichste Phase, das Kleinkindalter, nach wie vor ohne Anleitung für die besorgten Atheisteneltern. Lieber Herr Schmidt-Salomon, bitte legen Sie nach.
Sebastian Garreis


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Nicht nur was für Kinder

Das Buch ist sehr schön gemacht. Lustige Bilder und ansprechende Texte.
Meine beiden Kinder (9 und 12 Jahre alt) fanden das Buch toll. Sie verstanden auch die dahinterstehende Kritik an Kirche und Fundamentalismus.
Der Glauben meiner Kinder wurde durch das Lesen des Buches nicht erschüttert, ganz im Gegenteil: Wir konnten nach der Lektüre sehr gut über Religion und Wahrheit ins Gespräch kommen. So verstehe ich aber auch Kinderbücher...
Man sollte vielmehr mit den Kindern über das Gelesene reden (gilt genauso fürs Fernsehen). Kinder sind sehr kompetent und benötigen den Austausch mit Erwachsenen. Für mich sind Bücher in erster Linie kein Zeitvertreib, sondern die Basis für interessante Diskussionen.
Und hierfür liefert "Das kleine Ferkel" eine Menge Stoff.


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Religionskritik für KinderAlös

Als ich das Buch in seiner Rohfassung(Bleistift und eingeklebten Texten) sah, war ich schon begeistert. Die Kolorierung ist wunderbar gelungen. Und insgesamt zu dem Buch: ein wunderbar modernes, intelligentes und kindgerechtes Geschichtchen für aufzuklärende Kinder. Fragt sich nur, ob Kinder von gottesfürchtigen Eltern dieses Buch zu Gesicht bekommen werden...


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