Verliebt in Sankt Petersburg: Meine russische Reise | Lena Gorelik
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Verliebt in Sankt Petersburg: Meine russische Reise
Lena Gorelik
Schirmergraf
, 2008 - 168 Seiten
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Liebeserklärung an Sankt Petersburg
Lena Gorelik
Verliebt
in
Sankt
Petersburg
Schirmer Graf ISBN 3865550541
In ihrer unnachahmlich komischen Erzählweise berichtet Lena Gorelik über eine
Reise
nach Sankt Petersburg, jener Stadt, in der sie geboren wurde.
Eines Tages macht sie sich mit ihrem besten Freund Jost auf, um die beliebte Touristenstadt zu besuchen. Bei ihren Verwandten werden sie wohnen können und das
russische
Leben von innen betrachten.
Es ist so ganz verschieden vom Leben im Westen!
Jost und die Icherzählerin werden sogleich nach der Ankunft über die Reise, die Fluggesellschaft und ihr Leben mit einander befragt. Wie kann man mit einem Freund verreisen, mit dem man nicht zusammenlebt?
Werden sie heiraten? Was für ein Hochzeitskleid wird sie tragen? Wo ist Peter, ihr Freund, geblieben?
Antworten werden nicht abgewartet,--man bestürmt sie geradezu mit Erwartungen, denen sie und Jost überhaupt nicht gerecht werden können. So weit sie überhaupt dazu kommen, eine Frage zu beantworten, stürzt gleich der ganze Schrecken der Andersdenkenden über sie herein. Man muß doch heiraten, man darf doch keine alte Jungfer werden......
Und wie sieht erst die Wohnung aus, in der sie bei einem Cousin unterkommen.......
Lena Gorelik nutzt ihre Reisebeschreibung, um gutmütig, leicht ironisch und witzig die Kontraste zwischen dem alten/ neuen Russland und dem Westen sichtbar werden zu lassen.
Nicht das touristisch attraktive Stadtbild gibt den Plot, sondern die Innenansicht des alltäglichen Lebens in Russland mit allen Vor - und Nachteilen werden ausgeleuchtet.
In Russland gibt es bestimme Riten, mit denen man dem Aberglauben frönt; sie werden ebenso wie der Gegensatz zwischen einer Dienstleistungsgesellschaft, wie wir sie im Westen erleben, und der Unfreundlichkeit beim Einkauf in der langjährigen russischen Zwangswirtschaft amüsant, konkret und mit sehr komischen Beispielen belegt. Hier lebt und liebt das gutmütige, gastfreundliche aber an alten Ritualen und Gegebenheiten festhaltende Volk des Ostens, dort sehen wir das freundliche Gesicht dienstbarer Geister im Westen. Letztere sind mit ihren Gedanken nicht immer bei ihrem Gegenüber, sondern denken vielleicht gerade an Familie, Beruf und das Mobbing in der Firma.
Wodkatrinken gehört zur russischen Kultur und ist nicht mit dem Saufen gleichzusetzen. Toasts müssen nach bestimmten Regeln ausgesprochen werden. Die Liebe zum Volk und zu allem, was dazu gehört, wird erwartet, und die Höflichkeit gebietet, das auch jederzeit zum Ausdruck zu bringen. Jost hat viel gelernt, wenn er mit Lena nach Deutschland zurückkehren wird!
Wir bekommen den Glanz und die Sturheit eines geduldigen Volkes vorgeführt, das mit Herz und Seele bei den Menschen ist, während um den Menschen im Westen ein kalter Hauch zu spüren ist.
Lena Gorelik kennt sich gut aus im Seelenleben ihres Herkunftsvolkes. Auch ihre neue Heimat kann sie in gleicher Weise mit spitzer Feder karikieren.
Alles in allem ist ihre Reisebeschreibung eine Liebeserklärung an Petersburg!
Das Buch liest sich amüsant und anregend, und man bekommt Lust, auch einmal aus dieser Sicht eine Reise zu wagen: Land und Leute nach den unterschiedlichen Charaktermerkmalen zu inspizieren und mit Belustigung das Für und Wider der einen und der anderen Lebensweise gegen einander abzuwägen. Die Innenschau einer Lena Gorelik wird einem dabei allerdings verwehrt bleiben!
Lena Goreliks zweiter Roman < Hochzeit in Jerusalem > war für den Deutschen Buchpreis 2007 nominiert.
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Hommage an die königliche Stadt Sankt Petersburg.
In ihrer unnachahmlich komischen Erzählweise berichtet Lena Gorelik über eine
Reise
nach
Sankt
Petersburg
, jener Stadt, in der sie geboren wurde.
Eines Tages macht sie sich mit ihrem besten Freund Jost auf, um die beliebte Touristenstadt zu besuchen. Bei ihren Verwandten werden sie wohnen können und das
russische
Leben von innen betrachten.
Es so ganz verschieden vom Leben im Westen!
Jost und die Icherzählerin werden sogleich nach der Ankunft über die Reise, die Fluggesellschaft und ihr Leben mit einander befragt. Wie kann man mit einem Freund verreisen, mit dem man nicht zusammenlebt?
Werden sie heiraten? Was für ein Hochzeitskleid wird sie tragen? Wo ist Peter, ihr Freund, geblieben?
Antworten werden nicht abgewartet,--man bestürmt sie geradezu mit Erwartungen, denen sie und Jost überhaupt nicht gerecht werden können. So weit sie überhaupt dazu kommen, eine Frage zu beantworten, stürzt gleich der ganze Schrecken der Andersdenkenden über sie herein. Man muß doch heiraten, man darf doch keine alte Jungfer werden......
Und wie sieht erst die Wohnung aus, in der sie bei einem Cousin unterkommen.......
Lena Gorelik nutzt ihre Reisebeschreibung, um gutmütig, leicht ironisch und witzig die Kontraste zwischen dem alten/ neuen Russland und dem Westen sichtbar werden zu lassen.
Nicht das touristisch attraktive Stadtbild gibt den Plot, sondern die Innenansicht des alltäglichen Lebens in Russland mit allen Vor - und Nachteilen werden ausgeleuchtet.
In Russland gibt es bestimme Riten, mit denen man dem Aberglauben frönt; sie werden ebenso wie der Gegensatz zwischen einer Dienstleistungsgesellschaft, wie wir sie im Westen erleben, und der Unfreundlichkeit beim Einkauf in der langjährigen russischen Zwangswirtschaft amüsant, konkret und mit sehr komischen Beispielen belegt. Hier lebt und liebt das gutmütige, gastfreundliche aber an alten Ritualen und Gegebenheiten festhaltende Volk des Ostens, dort sehen wir das freundliche Gesicht dienstbarer Geister im Westen. Letztere sind mit ihren Gedanken nicht immer bei ihrem Gegenüber, sondern denken vielleicht gerade an Familie, Beruf und das Mobbing in der Firma.
Wodkatrinken gehört zur russischen Kultur und ist nicht mit dem Saufen gleichzusetzen. Toasts müssen nach bestimmten Regeln ausgesprochen werden. Die Liebe zum Volk und zu allem, was dazu gehört, wird erwartet, und die Höflichkeit gebietet, das auch jederzeit zum Ausdruck zu bringen. Jost hat viel gelernt, wenn er mit Lena nach Deutschland zurückkehren wird!
Wir bekommen den Glanz und die Sturheit eines geduldigen Volkes vorgeführt, das mit Herz und Seele bei den Menschen ist, während um den Menschen im Westen ein kalter Hauch zu spüren ist.
Lena Gorelik kennt sich gut aus im Seelenleben ihres Herkunftsvolkes. Auch ihre neue Heimat kann sie in gleicher Weise mit spitzer Feder karikieren.
Alles in allem ist ihre Reisebeschreibung eine Liebeserklärung an Petersburg!
Das Buch liest sich amüsant und anregend, und man bekommt Lust, auch einmal aus dieser Sicht eine Reise zu wagen. Land und Leute nach den unterschiedlichen Charaktermerkmalen zu inspizieren und mit Belustigung das Für und Wider der einen und der anderen Lebensweise gegen einander abzuwägen. Die Innenschau einer Lena Gorelik wird einem dabei allerdings verwehrt bleiben!
Lena Goreliks zweiter Roman < Hochzeit in Jerusalem > war für den Deutschen Buchpreis 2007 nominiert.
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