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  Dünne Haut. Kriminalroman | Franz Kabelka
 
 
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Dünne Haut. Kriminalroman
Franz Kabelka

Haymon Verlag, 2008 - 224 Seiten

Kundenbewertung:(6 Bewertungen)
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Psychothriller mit eher leisen Tönen

Chefinspektor Tone Hagen wird nach einem Ausraster von seinem Vorgesetzten nahe gelegt
eine Auszeit und therapeutische Hilfe in einer Klinik in Anspruch zu nehmen. Schließlich hat Tone sowohl privat als auch im Beruf einiges an Schicksalsschlägen und Negativereignissen aufzuarbeiten. Von der Aussicht ein paar Wochen in einer Psychoklinik zu verbringen keineswegs begeistert, aber besänftigt damit dass er wenigstens nicht entlassen wurde, fügt er sich in sein Schicksal. Um seine Anonymität zu sichern sucht sich Tone die Klinik Sonnblick im unweit gelegenen Bayern für seine Rekonvaleszenz aus. Dort hat Tone, neben den Therapie-Sitzungen, viel Zeit über sein bisheriges Leben nachzudenken und lernt auch ein paar interessante Leute kennen. Mit dem Unterhaltungskünstler Prader freundet sich Tone sogleich an, auch wenn dieser ein eher negativ eingestellter Zeitgenosse mit ganz eigenen Problemen ist. Die attraktive Patientin Marie-Therese, die ein Auge auf ihn geworfen hat, weiß Tone hingegen nicht so recht einzuordnen. Marie-Therese scheint die verblüffende Fähigkeit zu besitzen, tief verborgene dunkle Geheimnisse ans Tageslicht zu bringen und die Menschen ihrer Umgebung gegeneinander auszuspielen. Wie gefährlich die verführerische Marie-Therese wirklich ist, merkt Tone erst als es schon fast zu spät ist.

Ein flüssig geschriebener, spannender Thriller, der den Leser in die komplexe Welt einer psychotherapeutischen Klinik eintauchen lässt. Auch wenn man die vorhergehenden Romane, so wie ich, nicht gelesen hat ist das Buch für sich genommen sehr interessant und lesenswert.




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Ein außergewöhnlicher Kriminalroman

Wäre man nicht durch die Aufschrift "Kriminalroman" auf dem Cover und den Klappentext bereits entsprechend "vorgewarnt", würde man im Laufe des ersten Viertels nicht zwangsläufig vermuten, was einen in den restlichen drei Vierteln erwartet:
Ein wirklich intelligent geschriebener (Kriminal-)Roman, der den Leser in eine Welt der Irrungen und Wirrungen des menschlichen Geistes mitnimmt. Persönliche Schicksale und Abgründe, abgebildet innerhalb von drei miterlebten Wochen in einer psychosomatischen Klinik.
Der Kommissar Tone Hagen, der, geplagt vom beruflichen Burnout und unbewältigter privater Vergangenheit von einer jungen und in vielerlei Hinsicht bemerkenswerten Mitpatientin hineingezogen wird in einen Strudel menschlicher Wahnvorstellungen und Abgründe. Verwoben mit einem Vorfall innerhalb der Klinikbelegschaft, der auch den Chefarzt in äußerste Bedrängnis bringt.
Franz Kabelka ist ein wahrlich sprachlicher Feingeist, der in wechselnden Erzählperspektiven Einblicke in diese Abgründe gewährt und der Handlung dadurch eine Intensität und Tiefe verleiht, wie es nur wenige Autoren schaffen.
Die Vergehen und Verbrechen, auf die der Leser eines Krimis vorbereitet und auch gespannt ist, gewinnen mit jeder Seite mehr an Kontur und durch einen sehr geschickten zeitlichen Vorgriff fast auf das Ende der Handlung im ersten Kapitel ist der Leser in gespannter Erwartung und wird beileibe nicht enttäuscht.

Der fünfte Stern bleibt nur deshalb aus, weil sich das kriminelle Element in dieser wirklich sehr empfehlenswerten Story etwas zu dezent im Hintergrund hält.

Dennoch eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.


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ein spannender Krimi

Bisher hatte ich ja nur Krimis gelesen, die aus dem englischen übersetzt wurden. Aber Franz Kabelka hat bewiesen, dass auch ein Österreicher ein guter Schriftsteller sein kann.
Man kann sich die Personen als auch die Schauplätze, welche in seinem Roman beschrieben sind, in seiner Fantasie sehr gut vorstellen, sodass man beim lesen in eine andere Welt eintaucht.
Besonders gefallen hat mir (als Österreicherin) dass Franz Kabelka auch teilweise typisch österreichische Ausdrücke in seinem Buch hat einfließen lassen.


Der Chefinspektor in der Psychatrie

Ein literarischer Krimi, der ganz anders daher kommt als man es erwartet. Chefinspektor Tone Hagen als Patient mit Burnout-Syndrom in einer psychatrischen Klinik. Der Fall, den er zu lösen hat ist kein gewöhnlicher. Es ist der seiner eigenen Psyche - der seiner verstorbenen Lebensgefährtin, der der traumatischen Erlebnisse seiner Dienstzeit.
In der Klinik sieht sich Hagen konfrontiert mit Charakteren, die für eine interessante Entwicklung der Geschichte garantieren: Ein skurriler Kabarettist, ein machtgeiler, triebhafter Chefarzt, eine missbrauchte Therapeutin, ein frustierter, egomanischer Oberstudienrat - und schließlich Marie Therese Herbst, eine Borderline-Patientin, die die Nähe zum Chefinspektor sucht und schließlich zur Gefahr für ihn wird.
Franz Kabelka nimmt den Leser mit auf eine Reise in die psychischen Abgründe der Seele eines jeden einzelnen dieser Charaktere, sei es durch ihre Rede, die Therapiesitzungen, die er uns beobachten lässt, oder durch Kapitel, die als kurze Sequenzen die zum Teil fürchterlichen Geschichten der Akteure erzählen. Dies geschieht aus unterschiedlichen Perspektiven und mit Wechsel der erzählenden Person, sodass sich dem Leser erst nach und nach ein zusammenhängendes Bild aus den Fragmenten erschließt.
Es finden sich immer wieder Querverweise zu Becketts "Glückliche Tage", mit dessen tragischer Protagonistin sich die Borderline-Patientin Herbst identifiziert. Hier beginnen sich die Wahnvorstellungen mit der Realität zu vermischen und die verführerische Dame wird zur Gefahr für Hagen...
Alles in allem ein kurzweilig zu lesender Roman des österreichischen Autors, der zum Nachdenken und Nachlesen (z.B. bei Beckett) anregt. Mit Sicherheit werde ich bei Gelegenheit auch die beiden ersten Bände der Trilogie lesen. Prädikat: Lesenswert!



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Krimi geht unter die Haut

Ich bin froh,dass ich das Buch am langen Wochenende angefangen habe,denn ich konnte nicht aufhören.Die Personen sind so ausgezeichnet beschrieben,dass man sie vor sich sieht.
Behutsam geht der Autor mit der Borderline-Problematik um und verpackt es in einen spannenden Krimi.Ein Kriminalbeamter als Patient in einer Klinik.Er zwischen Beruf und eigenen Problemen agierend.Stets einfühlsam und doch spannend bsechrieben.

Bislang habe ich nur deutsche regionale Krimis gelesen und bin froh mit Kabelka auch einen neuen Autor aus Österreich entdeckt zu haben.

Das Buch lohnt sich,vor allem,wenn man auch Thriller der leiseren Art mag und nicht nur Effekthascherei sucht.

Achtung,man sollte die Zeit haben es am Stück zu lesen,konnte es kaumm weglegen,da ich immer gespannt war,was noch kam.


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reviews: page 1, 2



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