In seiner Kolumne Das beste aus meinem Leben für die Süddeutsche Zeitung erwähnte Hacke einmal einige schöne Exempel für die Freudschen Fehler des Gehörs -- mit der Folge, dass ihn immer neue Zuschriften seiner Leser ereilten, darunter die wirklich überzeugende Umdichtung des Evergreens Der Mond ist aufgegangen von Matthias Claudius, dessen vertonte Gedichtzeilen ?und aus den Wiesen steiget / der weiße Nebel wunderbar? das Gehirn eines Musikenthusiasten folgendermaßen verwandelte: ?und aus den Wiesen steiget / der weiße Neger Wumbaba?. Dieses ungleich größere Zitat ziert nun als Titel ein Buch, die Hackes Originalkolumne sowie seine zahlreichen Nachfolger versammelt. Selbst wenn man sich bei manchen der eingesandten Verhörern etwas ohrenreibend fragt, wie das Hirn derlei phonetisch-semantische Kapriolen zustande bringt, so ist Der weiße Neger Wumbaba doch der beste Beweis für die im Buch aufgestellte These, ?dass die besseren Liedtexte in den Köpfen der Hörer entstehen.? Und das ist auf zauberhafte Weise sicher war. -- Thomas Köster