Wahnsinn Weltreise: Ein Jahr auf Reisen: Reportagen, Erzählungen, Glossen | Ralf Steinbacher, Ulrike ...
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wahnsinn weltreise: ...
Wahnsinn Weltreise: Ein Jahr auf Reisen: Reportagen, Erzählungen, Glossen
Ralf Steinbacher
,
Ulrike Steinbacher
Books on Demand Gmbh
, 2001 - 184 Seiten
Kundenbewertung:
(6 Bewertungen)
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Kauftipp
wahnsinnig interessant
Endlich mal eine Reiseerzaehlung die nicht von ausgeflippten Reisefreaks geschrieben wurde. Es geht in dem Buch nicht um eine extrem Tour durch die Welt, sondern um 2 Menschen die ohne grosse Reiseerfahrung trotzdem den Mut hatten loszuziehen.
Viele der beschrieben Situationen und Orte sind mir durch meine eigene
Weltreise
bekannt und sehr gut beobachtet und beschrieben.
Es hat Spass gemacht das Buch zu lesen !
Gut beobachtet
Im Vergleich mannigfaltiger Stuhlganggewohnheiten auf verschiedenen Kontinenten, auf dem Sprung von New York City in das idyllische Dorfleben in den Suedstaaten, von der klinisch reinen Metro in Singapur bis in die quetschigen Schulbusse Mittelamerikas, vom quirligen Hong Kong in den magischen Outback und von deutschen Tauchlehrern in Asien zu einem deutschen Kondomverkaeufer in Kolumbien ... präsentiert das Autorenpaar eine gelungene, thematisch geordnete Sammlung von Geschichten und
Glossen
, gut beobachtet und dabei ironisch und tolerant formuliert.
Sicher können es nur subjektive Momentaufnahmen sein, wenn man in einem
Jahr
in so viele verschiedenen Kulturen rein- und rausstolpert. Aber das ist eine
Weltreise
und so muss sie wohl sein. Das Buch lädt ein, die Welt aus teilweise neuen Perspektiven zu betrachten, es ist ein kontrastreicher Film ueber die Welt und ihre Bewohner.
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Tücken des Alltags - Wenn Büromenschen auf Weltreise gehen
Im Gegensatz zu einigen anderen Rezensenten hier bin ich der Meinung, dass das Buch durchaus gelungen ist. Jene, die es nicht verstehen, tun mir schrecklich Leid. Denn es es in diesem Buch nicht um Reiseberichte nach dem Motto: "Wer hat das krasseste Abenteuer erlebt? Wer kommt da drüber?" Es geht nicht darum zu schildern, wie jemand mit 10 Kili Blei an den Hüften den Atlantik durchschwimmt. Es geht nicht um die in unserer Gesellschaft so verbreitete Attitüde, dass sich alle versuchen an Krassheit und Extremismus jeglicher Form zu überbieten. Wer das nicht versteht und dann von einer hohen, arroganten Warte herunter "EHRLICH, IHR SEID SO NAIV!" schimpft, der hatte wohl einfach nicht genügend Hirn in seinem arroganten Schädel, um das Buch zu verstehen. Der soll sich einen Regenschirm ins Hinterteil rammen und ihn aufspannen und dann darüber ein "Mann ist das krass"-Buch schreiben. Feine Details und Ironie müssen ihm fremd sein.
Denn in "
Wahnsinn
Weltreise
" (ich habe das Buch jetzt schon drei mal gelesen) geht es genau darum: Feine Alltagsdetails aus anderen Kulturk
reisen
, Ironische und Selbstironische Betrachtungen zweier Büromenschen, die alles andere als Abenteuerer sind, sich aber trotzdem auf Weltreise begeben haben. Sie treffen auf ihrer Reise interessante Personen und beginnen durchaus auch den eigenen kulturellen Hintergrund zu hinterfragen. Doch geben sie dabei gar nicht (wie so viele andere) vor, den absolut objektiven Blick für andere Kulturen zu haben. Denn seien wir mal ehrlich: Auch wenn er sich wochenlang nicht wäscht, bleibt ein deutscher Großstadtmensch ein deutschter Großstadtmensch und wenn er noch so sehr einen auf Abenteurer macht. Die Steinbachers stehen dazu, dass sie verwöhnte Großstadtmenschen sind. Sie verleugnen es nicht, wie so viele andere. Gerade darin liegt der Reiz ihrer
Reportagen
,
Glossen
und Satiren: Zwei zivilisations-verwöhnte Großstadtmenschen, die alles andere als Abenteuer sind, begeben sich ein wenig naiv auf eine Weltreise. Dabei müssen sie dann eben etliche Sachen lernen. Wie eben, dass ein Samsonite nicht das ideale Gepäck für eine Weltreise ist. Das mag banal sein, aber ehrlich. Auch alle anderen Weltreisenden haben am Anfang Lehrgeld bezahlt, sie reden nur nicht drüber. Der Titel "Wahnsinn Weltreise" bezieht also durchaus auch auf den eigenen "Wahnsinn" und wie naiv zwei Nicht-Abenteuerer auf eine Weltreise gehen.
Kurzum: Wer auf krass-krasser-am krassesten Reiseberichte steht, für den ist dieses Buch sicher nichts. Wer allerdings Gefallen findet an feinsinnigen, oft auch selbstironischen Glossen und Reportagen, der kann mit diesem Buch etliche unterhaltsame Stunden haben.
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reviews
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