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  Le Corbusier (Taschen Basic Art Series) | Jean-Louis Cohen
 
 
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Le Corbusier (Taschen Basic Art Series)
Jean-Louis Cohen

Taschen Verlag, 2004 - 96 Seiten

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Das Universalgenie "Le Corbusier" (1887 - 1965) kompakt verpackt


Der in der französischsprachigen Schweiz geborene Le Corbusier (eigentlich Charles-Edouard Jeanneret - Gris) gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Er brachte, meist in Kooperation mit seinem Vetter Pierre Jeanneret, wie kaum ein anderer in seiner Architektur die Hoffnungen und Enttäuschungen des Industriezeitalters zum Ausdruck und schockierte mit seinen kubistischen Bauwerken und wagemutigen Bebauungsplänen seine Zeitgenossen.

Sein Werk ist recht umfassend und vielschichtig. Er hat insgesamt 75 Einzelbauten in 12 Ländern errichtet und 42 bedeutende städtebauliche Pläne ausgearbeitet. Darüber hinaus hat er rund 8000 Handzeichnungen, über 400 Gemälde, 44 Skulpturen und 27 Entwürfe für Gobelins hinterlassen. Daneben hat er 34 Bücher mit insgesamt 7000 Seiten, Hunderte von Artikeln und Vorträgen und über den Büroschriftverkehr hinaus etwa 6500 persönliche Briefe geschrieben.

Weltbekannt sind vor allem auch seine Möbelkonstruktionen, die meist zusammen mit der Designerin Charlotte Perriand entwickelt worden sind. Seine Stahlrohrmöbel zählen heute immer noch zu den herausragendsten Designikonen der Geschichte und erfreuen sich immer noch größter Beliebtheit. Dazu zählen der Stuhl LC1, der Sessel LC2, das Sofa LC3, die Chaise longue LC4, das Sofa LC5 oder der Esstisch LC6. Leider wird den Möbeln in diesem Buch keine Aufmerksamkeit geschenkt.

Der Fokus liegt auf der Architektur. Leider versagt das Buch auch hier aufgrund der Begrenzung des Seitenumfangs dieser Buchreihe zu berühmten Architekten. Den Bauten Le Corbusiers liegt eine tiefgründige, interessante und wissenschaftlich analysierte Architekturtheorie zugrunde, die sich nicht auf 96 Seiten zusammenschrumpfen lässt. Es fehlt an expliziten Beschreibungen bezüglich seines literarischen Hauptwerks "Der Modulor" oder seiner Farbenlehre. Übrigens hat er sich sogar mit dem Entwurf von Automobilen beschäftigt, was kaum jemand weiß.

Allerdings gelingt es mit Hilfe der recht repräsentativen Auswahl von Bauwerken seine Entwicklung als Architekt und die wesentlichen Merkmale seiner Architektur herauszustellen, welche nahe Parallelen zum Bauhaus aufweist. Sein Frühwerk wird dabei ebenfalls beleuchtet, welchem er sich durch die Verweigerung der Aufnahme in sein Werksverzeichnis und evtl. auch der Namensänderung zu entziehen suchte. Anfangs begeisterte er sich nämlich für die britische Arts & Craft Bewegung und damit auch für den deutschen Historismus und Jugendstil. Er soll sich in seiner Jugend sogar für den Münchener Stararchitekten Theodor Fischer (z.B. Hauptpolizeiwache oder Mayersche Hofkunstanstalt in München) begeistern lassen haben. Bei vielen herausragenden Architekten (u.a. bei Peter Behrens in Berlin wie auch Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe) sammelte er Erfahrungen und entwickelte durch zahllose Reisen sein gestalterisches Gespür.

Der moderne und abstrakte Le Corbusier entwickelte sich erst in den wilden 20er Jahren. So waren es auch die 1920er Jahre, in denen er seine berühmten 5 Punkte als zentrale Merkmale der modernen Architektur formulierte. Dazu zählt - wie auch im Bauhaus - der freie Grundriss durch möglichst geringe Anzahl tragender Elemente, die freie Gestaltung der Fassade in Unabhängigkeit vom Innenraum, das Flachdach, das Langfenster - auch im Sinne einer Verbindung von Innen und Außen - und möglichst elegante und schlanke Stützen. "Le Corbusier sah die Aufgabe des Architekten im Erstellen von zweckmäßigen, funktionalen und wirtschaftlichen Entwürfen. Er bekannte sich dabei umfassend zu den technischen Möglichkeiten der Zeit. Das bedeutet, den Einsatz von Stahlbeton, Stahl und Fertigteilen um eine völlig neue, vormals nicht mögliche Architektur zu realisieren. Dies geht einher mit dem Überbordwerfen von althergebrachtem Zierrat, der den Selbstzweck über die Funktion stellt. Die von Le Corbusier begründete Architekturlehre nimmt sich die reine Funktionalität der Maschine zum Vorbild für die Gebäudegestaltung. Daraus resultieren klare und einfache Körper, die sich aus den geometrischen Grundformen des Rechtecks, Kreises und Quaders zusammensetzen."

Das kleine Taschebuch ist chronologisch zu seinem Werk in nachfolgende Kapitel gegliedert:
· Einleitung
· Villa Fallet in La Chaux-de-Fonds (1906/1907)
· Villa Jeanneret - Perret in La Chaux-de-Fonds (1912)
· Villa Schwob in La Chaux-de-Fonds (1916)
· Villa La Roche-Jeanneret, Square du Docteur-Blanche in Paris(1923)
· Villa 'Le Lac'. Route de Lavaux in Corseaux (1923-1924)
· Wohnsiedlung Frugès in Pessac (1924-1926)
· Ausstellungspavillon L`Esprit nouveau in Paris (1925)
· Weissenhofsiedlung Stuttgart (1926 -1927)
· Villa Stein de Monzie in Vaucresson (1926 - 1928)
· Villa Savoye in Poissy (1928-1931)
· Zentrosojus - Gebäude (Bürohochhaus in Moskau 1928-1936)
· Obdachlosenasyl (Cité de refuge) in Paris (1929-1933)
· Wohnhaus an der Porte Molitor in Paris (1933)
· Unité d'Habitation in Marseille (1946-1952)
· Blockhaus Le Cabanon in Roquebrune Cap-Martin (1952)
· Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp (1951-1955)
· Häuser Jaoul in Neuilly-sur-Seine (1951-1955)
· Villa Shodhan in Ahmedabad (1951-1956)
· Justizpalast in Punjab (1951-1955)
· Sekretariat Bürohaus des Regierungspalasts in Punjab, Indien (1951 -1958)
· Parlamentsgebäude in Punjab (1951 - 1962)
· Kloster La Tourette in Éveux-sur-l'Arbresle (1956-1960)
· Philips - Pavillon für die Weltausstellung Brüssel 1958
· Nationalmuseum Westlicher Kunst in Tokio (1959)
· Carpenter Center for the Visual Arts der Harvard-Universität in Cambridge (Massachusetts), 1959-1962
· Leben und Werk
· Weltkarte mit seinen Bauten
Das Buch bietet insgesamt aufgrund der Werksauswahl und der hervorragenden Fotografien ein gutes Preis - Leistungsverhältnis. Die Personen, die zu dem günstigen Preis auch noch hochkarätigen Inhalt verlangen, werden ein wenig enttäuscht sein. Dem Interessierten oder Laien kommt allerdings der Verzicht auf Fachsprache und Tiefgründiges für das Verständnis entgegen. - Christoph Erlemeier -



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Sehr gut und super günstig!

Le Corbusier ist gebürtiger Schweizer und hiess mit bürgerlichem Namen Charles-Edouard Jeanneret. Le Corbusier hat mit seinen Entwürfen und Bauten aber auch durch seine Fachartikel, Zeichnungen und zahlreiche Briefe Weltruhm erlangt und wurde zu einem der bedeutendsten Architekten der Moderne des 20igsten Jahrhunderts. In Deutschland hat er in erster Linie an der Weissenhofsiedlung in Stuttgart mitgewirkt. Andere kühne Bauwerke findet man in Algier, Rio, Paris, Berlin oder Chanigarh. 1914 entwickelte Le Corbusier das so genannte ?Domino", was ein neuartiges Eisenbeton-Skelett-System ist und das Bauen auf mehreren Stockwerken ermöglicht. Ebenfalls hat er sich weltweit einen Namen als Städteplaner gemacht.

Das hier vorliegende Buch ist im Taschenverlag erschienen und ist ausgesprochen preisgünstig. Auf rund 96 Seiten wird ein kurzer Abriss über das Leben, die Herkunft und die wichtigsten Gebäude bzw. Entwürfe Le Corbusiers gegeben. Wer bereits ein Buch von ihm besitzt wird hier sicherlich nicht viel Neues finden, wer allerdings ein Interesse für Architektur besitzt und eine geeignete Einstiegsliteratur zu Le Corbusier sucht, ist hier genau richtig. Mir gefällt das Buch ausgesprochen gut und daher kann ich es jedem Einsteiger wärmstens empfehlen. Viel Spass!


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für diesen Preis einfach super!

Dieses Buch habe ich mir unter anderem zur Abivorbereitung zum Thema Le Corbusier angelegt und es hat mir durchaus geholfen. Der Text war informativ und die Abbildungen einfach großartig! Ein kleines informatives Kunstband. Empfehlenswert für diesen super Preis!



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