Zehn randvolle CDs dokumentieren den langen Weg der abendländischen Musikgeschichte seit dem Mittelalter von den einstimmigen Litaneien der Gregorianik, über Hildegard von Bingens "O Euchari" bis zu Samuel Barbers wunderschönem "Adagio für Streicher". Natürlich wird die Auswahl nicht jeden befriedigen: Mögen die einen die Bevorzugung Vivaldis vor Händel bekritteln, werden andere wiederum die erlesenen Einspielungen Bach'scher Violinsonaten- und Cellosuitensätze durch Menuhin und Casals aus den 1930er-Jahren erfreut begrüßen. Naturgemäß nehmen die Tongiganten Bach, Mozart und Beethoven den breitesten Raum ein, dafür darf Schuberts Eingangssatz aus "Der Tod und das Mädchen" in voller 20-minütiger Länge erklingen. Klaviervirtuosen wie Horowitz, Rachmaninoff, Rubinstein und ihre historischen Aufnahmen lassen außerdem schnell verschmerzen, dass auch Verdis Gefangenenchor aus Nabucco wieder einmal die Ketten rasseln lässt.
Im beiliegenden Booklet findet sich das komplette "Musik"-Kapitel in gewohnt launiger Schwanitz-Manier. Dringende Empfehlung: Häppchenweise genießen, da die ungesteuerte musikalische Achterbahnfahrt durch die Jahrhunderte sehr leicht zum Bildungskollaps führen kann. --Ravi Unger Musikbeispiele "Vom Mittelalter bis zur Moderne", Spieldauer: ca. 16 Std., 10 CDs im Schuber; Booklet (Auszug aus Bildung. Alles, was man wissen muss)
Eine musiklische Entdeckungsreise!reviews: page 1, 2