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  Der König von Mexiko | Stefan Wimmer
 
 
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Der König von Mexiko
Stefan Wimmer

Eichborn, 2008 - 313 Seiten

Kundenbewertung:(3 Bewertungen)
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Lesen!!!

Selten in den letzten Jahren beim Lesen eines Buches so sehr gelacht! Genau beobachtet und pointiert geschrieben, urkomisch und intelligent. Hab es auch schon ein paar Mal im Freundeskreis verschenkt und nur positive Rückmeldungen bekommen (das passiert ja nicht bei jedem Geschenk). Lesen!


Spitzenunterhaltung

Allein für die Erwähnung von 'Nickerbocker und Biene' hätte Herr Wimmer den Mimo-Mimputz-Medienpreis verdient.

Und nochmal für die Leute, die das Buch noch nicht gelesen haben: Unbedingt lesen! Ich habe seit Jahren nicht mehr so gelacht - genaugenommen seit Stefan Wimmers Erstlingswerk, das mich zum wahren Fan gemacht hat.
Der Beispieltext bei Amazon ist nicht unbedingt repräsentativ. Wimmers Texten nur aufgrund einiger Passage beurteilen zu wollen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Zu umfangreich sind die Konstrukte aus Metaphern, Situationskomik und Running Gags. Um auf dem Geschmack zu kommen, muss man das Werk schon selbst in die Hand nehmen. Es lohnt sich.


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Zum Lachen und sich Amüsieren!

Stefan Wimmer Der König von Mexiko Eichborn Berlin
ISBN 3821858346

In Mexiko seine Jugend zu genießen und sich in das dortige Milieu aus verkrachten Halbweltexistenzen, exotischen Möchtegernkünstlern und Neureichen zu stürzen, ist nicht jedem vergönnt.

Der Held dieser Geschichte hat es geschafft: als Ingo Falkenhorst,--oder von Falkenhorst, wie ein reiche Dame ihn gerne betitelt hätte?-- lebt er in der Stadt der Armen und Reichen und genießt sein Leben. Ein Stipendium des DAD für eine Doktorarbeit ermöglicht ihm das süße Leben, ohne dass er sich der Mühe des Studiums unterzieht. Zu verlockend sind die Abende in den diversen Kneipen, das Koksen, die Partys und Bekanntschaften. Fast kein Tag vergeht, ohne dass er sich in seinen Lieblingskneipen, dem Centenario oder Tiburcia, blicken ließe, wo er die schrägsten Vögel der ausgebufften Szene in Mexiko City kennen lernt.
Der große Coup lockt, als er für die Zeitschrift Esquire über Frauenmorde in Ciudad Juárez berichten soll. Dort wohnt das Verbrechen in Form eines Drogenkartells. Falkenhorst wähnt sich mit diesem Job schon fast auf der Gewinnerseite, stellt aber fest, dass er mit diesem Job eher in der Hölle gelandet ist. Sein Job als freier Auslandskorrespondent misslingt ihm ebenso, wie alle seine Liebesaffären.
Schließlich landet er in München als Redakteur bei einem Busenmagazin.

Mit seinem schreiend witzigen und geistreichen Erzählstil entwirft Stefan Wimmer eine urkomische Geschichte, der es an nichts mangelt. Da wimmelt es von ungewöhnlichen Künstlern, Filmemachern, Regisseuren, Architekten und Lebenskünstlern. Ein verkorkster Professor schickt sich erst nach vielen Versuchen an, das erforderliche Gutachten für das Stipendium zu erstellen. Die Stipendiengelder werden sofort umgesetzt, um den nötigen Verbrauch an Alkoholika und Drogen zu sichern. Malerische Kneipen bieten ein Bild der Freude, des Müßiggangs und des süßen Lebens. Die Bekanntschaft mit einer der reichen Töchter des Landes eröffnet einen neuen Blickwinkel auf die Stadt und das Land. Leider entpuppt sie sich als sternbildgläubige Esoterikerin, die auch noch nicht mal guten Sex zu bieten weiß. Mit Einsatzfreude, einer gewissen Nonchalance und der immer gleichen positiven Erwartung fällt Falkenhorst auch nach abschreckenden Erfahrungen immer wieder auf die Vorderbeine. Einem Jongleur gleich arrangiert er sein Leben und sein Einkommen, und es geht ihm gut dabei!
Als chancenloser Chaot bleibt er seinem Charakter treu: nichts will ihm so recht gelingen, und er tappt von einem Abenteuer ins nächste. Es scheint ihm nichts anzuhaben: er nutzt jeweils die Gunst der Stunde, um sich in den unruhigen Bahnen weiter treiben zu lassen, die er gewohnt ist. Glücklos aber zufrieden bleibt er ein Antiheld, dem man alles nachsieht, und der den Stoff zur kurzweiligen Unterhaltung bietet.

Man darf rätseln, ob Stefan Wimmer seine einschlägigen Erfahrungen im Selbststudium gewonnen hat. Er lebte drei Jahre als freier Journalist in Mexiko und schrieb Reportagen für eine Reihe bekannter deutscher Printmedien und für den Rundfunk.


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