Zuvor habe ich "In eisigen Höhen" von Jon Krakauer gelesen und war wirklich begeistert davon. Doch die Geschichten in diesem Buch schaffen es meiner Meinung nach nicht, eine so dichte Atmosphäre und eine so große Spannung aufzubauen wie in "In eisigen Höhen".
Trotzdem ist es ein interessantes und auch gutes Buch, dass aber dem meiner Meinung nach nur etwas für Interessierte und weniger für jene, die für die Thematik des Bergsteigens nicht so viel übrig haben.Schöne Übersicht, klasse Schreibstil Wer jemals darüber nachdenkt einen Berg zu besteigen, der sollte dieses Buch lesen und sich nachher entscheiden zwischen a) ich mach's trotzdem oder b) nein, lieber doch nicht. Wer sich für a) entschieden hat, sollte dann allerdings schleunigst zu detaillierter Fachliteratur greifen, denn zu diesem Genre gehört Krakauers Buch definitiv nicht. Das soll nicht heißen, dass den Leser nicht eine Menge an (auch nützlichen) Informationen erwartet. Das Buch gibt einen guten Überblick darüber, was ein Grüppchen, von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommener "Verrückter" -genannt Bergsteiger und andere Extrem-Abenteurer- in der Welt erleben bzw woran es sterben kann. Das Buch ermöglicht einem Laien einen perfekten Einblick in eine Welt jenseits der Vorstellungskraft eines Durchschnittsurlaubers. Die abgeschlossenen Geschichten in dem Buch können natürlich nicht alle Abenteuer auf dieser Welt abdecken, doch ist der gewonnene Überbick nicht zu verachten (natürlich nur auf die Welt der Bergsteiger begrenzt). Das Buch ist auch für Leute geeignet, die mit Bergsteigen absolut nichts am Hut haben (totlangweilen sollte es sie natürlich auch nicht). Ich weiß nur, sollte ich irgendwann einmal mit einem Haufen weiterer Touristen per Bahn das Montblanc-Massiv "erklimmen", werde ich mir dank dieses Buches sehr wohl bewusst sein, dass an diesem Berg schon mehr Menschen, als am Mount Everest gestorben sind. Was den Schreibstil anbelangt, so macht es einfach Spaß Krakauer zu lesen. Der Mann ist hauptberuflich nämlich nicht Bergsteiger, sondern Journalist (mit Bergsteigen als Hobby) und versteht sein Handwerk. Die Beschreibungen sind an den richtigen Stellen sachlich, informativ, aber auch ironisch bis herrlich zynisch.