Man muss dem Autor dabei keineswegs in seinen Einschätzungen folgen, aber es ergibt ein sehr lebendiges Bild der Entstehungszeit dieser Wochenzeitung.Leider ist dem Buch aber auch der Zeitdruck etwas anzumerken, unter dem es erstellt wurde, es sollte zur Buchmesse fertig werden, wie Knobloch selbst im Buch zugibt. In manchen Passagen kommt dabei seine genaue Formulierungsfähigkeit nicht wie gewohnt zur Geltung. Für Knobloch war es ein Anreiz, dass ein Verleger ihn drängte - und schließlich überzeugte - noch ein weiteres Buch zu schreiben und auch noch einen weiteren Band - für die Zeit ab 1968, mit seinem wöchentlichen Feuilleton unter dem Titel "Mit beiden Augen" (bis 1988) - zu konzipieren.Insgesamt bleibt festzuhalten, dass es dem Autor gelungen ist, die Entwicklung des Kulturressort der "Wochenpost" und seine eigene Beteiligung daran herauszuarbeiten. Im typischen leicht lesbaren - aber nie oberflächlichen- Knoblochstil kommt dabei auch die heitere Note nicht zu kurz.