Ein äußerst interessanter Gedankengang zum Thema Dummheit, der leider nicht aufgelöst wird, den Leser aber zum weiterdenken anregt.ein Meisterwerk über die Schwierigkeit dieser Frage Musil gelingt es, sich selbst und seine Zuhörer (es handelt sich ja um einen Vortrag zur Eröffnung der Werkbundsiedlung in Wien 1937) in das Spannungsfeld einzubauen, da er das Ansinnen, über Dummheit zu sprechen, nur jemandem zutraut, der sich eben für klug hält, was aber wiederum ein Zeichen für Dummheit ist . . .es ist die Geschichte eines Scheiterns in der Suche nach handfesten Indizien, über die Unmöglichkeit und doch manchmal so offensichtliche Erscheinung dieses Problems. Das alles im März 1937, 1 Jahr vor Hitlers Ankunft in Österreich. Ein Kleinod an Geist und Kunst, absolut empfehlenswert