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  Legendäre Expeditionen. 50 Originalberichte | Annabel Merullo, Fergus Fleming
 
 
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Legendäre Expeditionen. 50 Originalberichte
Annabel Merullo, Fergus Fleming

Frederking & Thaler Verlag GmbH, 2008 - 264 Seiten

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Der Buchtitel sagt es ja schon: Es geht um legendäre Expeditionen, ergo um die großen Entdecker. Dabei ist das Buch selbst eine Entdeckung. Wer noch keines der ähnlich gestalteten Vorgängerbücher (auch National Geographic entdeckt das Thema nicht zum ersten Mal) besitzt, sollte spätestens hier zugreifen. Anderen empfiehlt es sich freilich auch: Das Besondere hierbei ist nämlich, dass dieser mit zeitgenössischen Malereien, Skizzen und Fotos bebilderte Band Originalaufzeichnungen der Expeditionsleiter zitiert. Und anders als bei der Konkurrenz fängt man nicht bei Erik, dem Wikinger, Marco Polo oder Christoph Kolumbus an, sondern in der Aufklärung, genauer bei dem britischen Botaniker und Naturphilosophen Joseph Banks, der an Bord von James Cooks "Endeavour" zwischen 1768 und 1771 nach Südamerika, Neuseeland und Australien sowie quer durch den Südpazifik reiste. Den Schlusspunkt setzt schließlich die "Transglobe Expedition" des britischen Armeeoffiziers Ranulph Fiennes, der von 1979 bis 1982 gut 56.000 Kilometer die Erde umrundete -- entlang des Meridians von Greenwich inklusive Sahara, beide Polen und Nordwestpassage.

Dazwischen werden so bekannte Leute wie Charles Darwin auf der "Beagle" und Roald Amundsen zum Südpol begleitet. Zu Wort kommen aber auch weniger prominente Forscher wie etwa Charles Sturt, der Australien kartierte, oder Hiram Bingham, der die Inka-Stadt Machu Picchu entdeckte. Und auch die Berichte der Höhen- und Tiefenpioniere fehlen nicht, etwa die des Auguste Piccard, der als erster Mensch in die Stratosphäre vordrang und von Jacques Cousteau, der die Tiefen der Meere erkundete.

Insgesamt werden fünfzig der berühmtesten Expeditionen vorgestellt. Manche Quellen schildern den Alltag einer Expedition, andere Extremsituationen wie Todesfälle, Unwetter und nagenden Hunger, nie geht es langweilig zu. Gelegentlich kommen Ehefrauen von Entdeckern zu Wort, die ihre Gatten auf Expeditionen begleiteten, es werden auch zwei weibliche Forschungsreisende porträtiert, Isabella Bird und Freya Stark. Ein Gefühl wird sich beim Lesen aller Expeditionsbeschreibungen einstellen: Wow, diese Menschen haben wahrlich Großes geleistet!-- Christian Haas


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Spannend, aber zu breit gefächert.

50 Originalberichte in nur einem Taschenbuch - ein hohes Ziel. Leider bleibt bei der Umsetzung sehr viel auf der Strecke. Das Buch ist wenig mehr als ein Katalog, der einem die Berichte schmackhaft macht. Drei, Vier oder Fünf Seiten aus der Feder jedes einzelnen Entdeckers reichen aber nicht, um den Hunger auch zu stillen.
Weniger wäre mehr gewesen.


Sehr schönes Buch über die wichtigsten Expeditionen

Positives:
- BILLIG für gegebene Qualität und Wissensmasse
- viele Bilder
- 50 vers. Forscher werden erwähnt und Text von ihnen gezeigt
- wohl beste kompakte Band über Expedis..

Negatives:
- eventuell zu breit gefächert
- hätte mir mehr texte zu den einzelnen Personen gewünscht





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Spannend und informativ

Ursprünglich hatten Entdecker die Aufgabe, bislang unbekannte Regionen der Erde für ihre Herrscher zu erkunden, in Besitz zu nehmen und ihre Ausbeutung einzuleiten. Erst im Zuge der Aufklärung änderte sich das Bild vom Entdecker. Nun ging es nicht unwesentlich auch um wissenschaftliche Fragestellungen.
Fünfzig der berühmtesten Expeditionen werden in diesem Band vorgestellt, und zwar sowohl anhand einer kurzen Biografie des jeweiligen Entdeckers und eines Abrisses seiner wichtigsten Reise oder Reisen als auch mittels mehrerer Ausschnitte aus den Aufzeichnungen des Abenteurers.

Jeder dieser fünfzig Reiseberichte umfasst etwa fünf Seiten, wobei die Texte aus der Feder der Reisenden selbst den meisten Raum einnehmen. Und das ist auch gut so, denn die vorzüglich gestalteten, von den Herausgebern verfassten Einführungen können nicht annähernd den Eindruck der Strapazen und häufig vorhandenen Todesnähe vermitteln, den die Originalaufzeichnungen anrührend, packend und nicht selten zutiefst erschütternd wiedergeben. Wer kennt nicht die letzten Sätze im Tagebuch von Robert Falcon Scott, der fast bis zum Augenblick seines Todes schrieb?
Vor allem lernt der Leser hierdurch die Motivation der Entdecker kennen, die sich natürlich in den Einzelfällen unterscheidet. Oft handelt es sich um Forscherdrang, um die Neugier auf nie zuvor Erblicktes, in vielen Fällen jedoch auch um übersteigerten Ehrgeiz, der bereitwillig Gesundheit und Leben auf Spiel setzt, sowohl der Mitarbeiter als auch des Expeditionsleiters selbst.
Die Quellen wurden sehr gut ausgewählt. Manche schildern den Alltag einer Expedition, andere Extremsituationen wie Todesfälle, Unwetter und nagenden Hunger, nie jedoch geht es langweilig zu. Gelegentlich kommen Ehefrauen von Entdeckern zu Wort, die ihre Gatten auf Expeditionen begleiteten, es werden auch zwei weibliche Forschungsreisende porträtiert, Isabella Bird und Freya Stark.
Jedes Forscherporträt wird von mindestens einem Bild oder Foto ergänzt, das nach Möglichkeit vom Porträtierten selbst oder aus seiner Gruppe stammt; viele Expeditionen aus der Zeit vor dem Aufkommen der Fotografie wurden von Künstlern begleitet. Diese Bilder vermögen einerseits die Schönheit fremdartiger Landschaften, ihrer Flora und Fauna dazustellen, andererseits geben sie auch die menschenfeindlichen Bedingungen vieler Expeditionen wieder, etwa jenes, das zeigt, wie dem Bergsteiger Maurice Herzog ambulant erfrorene Finger amputiert werden.
Auch wenn die Sammlung zeitlich bewusst bei der Aufklärung einsetzt, hätte man möglicherweise Reisende wie Marco Polo oder Vasco da Gama einbeziehen können, doch insgesamt überzeugt die Auswahl der porträtierten Persönlichkeiten sehr.
Ein sehr gut aufgemachtes, spannendes und informatives Buch also, das dem Leser nicht nur die Herausforderungen und Triumphe näher bringt, denen sich Entdeckungsreisende dreier Jahrhunderte gestellt haben, sondern auch die von ihnen bereisten Gegenden der Erde.


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Fernweh

Das Buch von Fleming und Merul gibt einen guten Überblick über die bekanntesten Forschungsreisen der letzten 25o Jahre. Neben den "üblichen Verdächtigen" wie Cook, Humboldt, Darwin, Livingstone etc. werden auch viele nicht so berühmte Persönlichkeiten vorgestellt. Jede Reise wird auf ca. fünf Seiten abgehandelt: kurzes Intro durch die Herausgeber, Zitate aus dem Expeditionsbericht/Tagebuch und viele Bilder (Ölgemälde, Zeichnungen und Photos).
Man lernt, das Forschungsreisende nicht nur durch schöne, unbekannte Gegegenden reisen, sondern, daß das Neue manchmal auch gefährlich ist: abgestürtzt, skalpiert, verhungert, erfroren, erschossen und vergiftet sind einige Todesarten der Expeditionsteilnehmer. Auch ist ein robuster Magen von Vorteil, kleiner Ausschnitt aus den Mahlzeitberichten: "zum Abendbrot aßen wir etwas von den Schuhen", "Mageninhalt vom Hirsch"; Pferd, Hund und Pinguin klingt da fast noch normal. Aber es wird auch z.B. von Isabella Bird berichtet, die ständig von Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit und Depression geplagt war, bis sie mit 40 Jahren mit dem Reisen begann und sich ihre Gesundheit wie durch ein Wunder besserte.
Das Coffee-table Buch ist ein schönes Buch, um in Gedanken die Welt mit den Expeditionsteilnehmer zu entdecken und vielleicht der Beginn sich für den ein oder anderen Forschungsreisenden näher zu interessieren.


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