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  Kalteis | Andrea Maria Schenkel
 
 
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Kalteis
Andrea Maria Schenkel

Edition Nautilus, 2007 - 160 Seiten

Kundenbewertung:(85 Bewertungen)
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Andrea M. Schenkel ist keine Frau für mörderische Phantasien. In ihrem vielfach ausgezeichneten Überraschungsdebüt Tannöd verließ sich die 45-jährige Autorin, die ihren Bestseller jeweils nach dem Zubettgehen ihrer Kinder und unter strengster Geheimhaltung (auch gegenüber dem Ehemann) verfasste, auf die grausame Macht der Fakten -- so sehr, dass ein Sachbuchautor Plagiatsvorwürfe gegen sie erhob. Auch der Nachfolgeband Kalteis basiert auf einem wahren Fall, der sich im München der dreißiger Jahre ereignet hat: Es ist der Fall des Johann Eichhorn, der 90 Frauen vergewaltigte und fünf ermordete, ihnen zum Teil das Geschlecht abschnitt, um darum herumzuknabbern, bis er nach einem Überfall auf ein Kind gefasst und hingerichtet wurde. Auch Eichhorn ist im Buch der Frauenmörder Kalteis geworden.

Wie in Tannöd bilden auch in Kalteis die zum Teil wörtlich zitierten Prozessakten und Zeugenaussagen den Grundstock des Erzählens. Und doch ist vieles anders. Kalteis ist brutaler. Und es ist dann doch auch fiktiver als sein Vorgänger. Denn mit der jungen und lebenslustigen, aber auch naiven Kathie, die vom Dorf in die ersehnte Stadt umsiedelt, um dort zum letzten Opfer des Verbrechers zu werden, hat Schenkel eine psychologisch glaubhafte Figur geschaffen, die so an vielen Stellen der Historie wohl nicht greifbar ist. Diese neue Hauptfigur hat dem Buch gut getan, macht es vielleicht sogar noch etwas besser als das ohnehin schon grandiose Erzähldebüt -- und damit zu einem echten Höhepunkt des Bücherherbstes von 2007.

Detektivgeschichten interessieren Schenkel nicht. Sie will ergründen, wie das Böse in die Welt kommt -- und wie es sich dort offenbart. Das hebt auch Kalteis wohltuend ab von der großen grauen Zahl der an amerikanischen Vorbildern geschulten Whodonit-Plots. Wenn Schenkel so weitermacht, dann gelingt ihr vielleicht sogar noch ein Roman, der ganz und gar ihrer mörderischen Phantasie entspringt. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de


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Tja .... was soll ich dazu sagen?

Das Buch ist gut bzw. interessant geschrieben. Die wechselnden Erzählerperspektiven sind durchaus unterhaltsam und vermitteln ein gutes Bild der 30iger Jahre. Die jeweiligen Opfer werden einem durch deren Vorgeschichten sehr nahe gebracht. Nur der Täter blieb mir ein Rätsel, bzw. fand ich den Typen komplett uninteressant. Und das Ende - da hab ich mich dann schon gefragt was das ganze jetzt soll. Schade, denn ich mag den Stil von Frau Schenkel. Vielleicht wird ja das nächste Buch wieder besser.


Spannend und gut zu lesen

Dieses Buch hat mir viel besser gefallen als Tannöd. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen.
Was als erstes auffällt, ist die altmodische Sprache, dadurch ist das Buch etwas schwer zu lesen. Aber ansonsten ist nichts auszusetzen, es bleibt bis zum Ende offen.


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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



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