Das Blut des Lammes | Thomas F. Monteleone
Bücher:
das blut des lammes
Das Blut des Lammes
Thomas F. Monteleone
Area
, 2005 - 795 Seiten
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Kauftipp
Jesus-Klon und vatikanische Verschwörungen - spannend.
Das bereits 1992 in den USA erscheinende Buch liegt erstmals in der Deutschen Ausgabe vor. Es ist beim area-Verlag in der Reihe ?Kultwerke des Horrors? erschienen.
Doch was als Horrorbuch angekündigt wird, ist mehr ein Thriller als schrecklicher Horror. Sicherlich gehören das Klonen von Jesus Christus und die daraus möglicherweise entstehenden Konsequenzen für einige zu einem Horrorszenario, dass bitte möglichst nicht eintreffen sollte, doch die Entwicklungen und Verwicklungen in der Geschichte sind typisch für das Thriller-Genre der heutigen Zeit. Es gibt eine verschwörerische und einflussreiche Gruppierung. Diese sitzt im Vatikan, hält Informationen zurück, verfolgt zwar christliche Ziele, aber um dieses zu erreichen, wird ganz und gar unchristlich ? besser gesagt, nicht den Zehn Geboten folgend - agiert. Sie klonen einen Menschen und hoffen, dass er der Erlöser ist, der sie vor den Schrecken des herannahenden Millenniums beschützen würde.
Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Die Figuren, welche die Handlung vorantreiben, sind sehr unterschiedlich, dennoch wirken sie anfangs sehr stereotyp.
Auf der einen Seite haben wir den Pater Peter. Er ist groß gewachsen, braun gebrannt und gutaussehend, die Mitglieder seiner Gemeinde, vor allem aber die Frauen, liegen ihm regelrecht zu Füßen. Doch mit der Zeit entwickelt sich der Charakter des Priesters, auch wenn sein Einfluß auf Menschen weiterhin bestehen bleibt. Er muss sich, ganz wie Jesus auch, den unterschiedlichsten Versuchungen stellen und dabei darauf achten, nicht auf die Gegenseite abzudrifften.
Auf der anderen Seite haben wir die Journalistin Marion Windsor, eine attraktive Mittdreißigerin, die voll in ihrem Berufsleben steht. Sie vertritt die weltliche Sicht der Dinge. Ihre Handlungen und Meinungen bestimmen ebenso den Verlauf der Geschichte wie die von Pater Peter.
Doch nach und nach werden die Charaktere geschliffen, facettenreicher und tiefgründiger und verlieren zusehens ihre Oberflächlichkeit. Selbst eher unwichtigere Personen bekommen ein ganz individuelles Bild, fließen natürlich in die Handlung mit ein und verschwinden glaubhaft aus ihr.
Die Handlung selber, das Klonen des Herrn ist nicht gerade neu. Dennoch gelingt es Monteleone, das brisante Thema spannend zu erzählen. Gerade der Anfang und vor allem das Ende des Buches sind sehr fesselnd, und man kann sich herrlich davon gefangen nehmen lassen. In der Mitte allerdings flacht es etwas ab, die Geschichte wird etwas oberflächlich, bleibt aber dennoch unterhaltsam.
Der Autor versteht es, den Leser zu unterhalten, ohne sich dabei in glaubenstheoretischem und moralischem Geschwafel zu verlieren. Seine Charaktere wirken glaubhaft, ihre Handlungen sind nachvollziehbar und verständlich.
Die Geschichte wurde 1993 mit dem Bram-Stoker-Award prämiert und macht auf alle Fälle Lust auf den nachfolgenden Teil ?Das siebte Siegel?.
Fazit:
Eine kurzweilige, leider stellenweise auch oberflächliche Geschichte mit einem spannenden, vorläufigen Ende. Gut gezeichnete Charaktere verleihen der Geschichte eine interessante Glaubwürdigkeit, die den Leser in ihren Bann ziehen kann.
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Super Idee - Geniale Umsetzung
Das mir die schön aufgemachte Horror-Reihe des area-Verlages unwahrscheinlich gut gefällt, habe ich ja bereits mehrfach an anderer Stelle beschrieben.
Bisher handelte es sich hierbei überwiegend um eine Neuveröffentlichung alter Klassiker der Horrorliteratur.
Mit Thomas F. Monteleone's "Das
Blut
des
Lammes
" zeigt der area-verlag aber auch ein geschicktes Händchen für deutsche Erstausgaben und es ist mir auch rätselhaft, warum sich bisher niemand die Mühe machte, dieses 1992 im Original veröffentlichte und 1993 mit dem Bram-Stoker-Award ausgezeichnete Werk zu veröffentlichen.
Die Idee mit dem Klonen des Herrn ist ja grundsätzlich nicht neu und erhält in der heutigen Zeit immer mehr Brisanz und dadurch schriftstellerische Nachahmer. Monteleone schafft es jedoch ganz geschickt als Vorreiter dem Leser einen Klon aus dem Turiner Grabtuch darzulegen, der - als gelernter katholischer Priester - sich absolut glaubwürdig verhält und versucht, seine neuentdeckten Fähigkeiten für das Gute in der Welt einzusetzen. Die Spannung in dem knapp 800 seitigen Werk bleibt gleichmäßig auf einem sehr hohen Niveau und es ist bedrückend zu erfahren, wer die Erschaffung dieses Klons zu verantworten hat. Im weiteren Verlauf der Geschichte legt Monteleone auf unnachahmliche Art und Weise dar, wie sein Hauptprotagonist Pater Peter mit seinen Fähigkeiten und der schwer bezähmbaren Macht immer mehr in die bösen - somit satanischen - Gefilde abdriftet.
Durch die anspruchsvolle, interessante und spannende Erzählweise des Autors bleibt ein Roman, der jeden Leser genreübergreifend zu überzeugen weiß und dem Leser einige schlaflose Nächte bereiten wird.
Dies während dem Lesen, da er zum Umblättern gezwungen wird und nach der Lektüre, da vieles in dieser Erzählung bereits ohne große Probleme machbar wäre.
Wer nun - genauso wie ich - die letzten veröffentlichten Erkenntnisse des Grabtuches kennt und somit weiß, das dieses noch nicht so alt ist: Selbst dafür hat Monteleone eine glaubhafte und geschickte Antwort parat.
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Gesegnet seist du
Nun, ich will nicht zu überschwenglich eine Lobrede auf dieses Buch halten, aber es entspricht den Erwartungen.
Die Idee ist zwar nicht neu und schon desweiteren in anderen Filmen und Büchern als Thematik aufgegriffen worden, in diesem vorliegenden Werk beschreibt es aber vollkommen überzeugend den Werdegang von Pater Peter unserem Hauptprotagonisten und der immer schwerer werdenden Bürde und Verantwortung, seinem Fall und der Erliegung der Versuchung.
Monteleone, hält die ganze 800 Seiten über ein gutes Spannungsniveau, es wird einem nicht langweilig und es wirkt niemals überzogen, sondern gut abgestimmt auf den Rest der Geschichte und gliedert sich merklos ein im Erzählstrang.
Es ist nicht besonders beängstigend, aber sehr interessant zu lesen.
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spannender Endzeitthriller mit offenen Ende
Das
Blut
des
Lammes
von Thomas F. Monteleone
Mysteriös beginnt dieser Roman in den sechziger Jahren. Ein Jesuit erhält einen Auftrag und wird nach dessen Erfüllung ermordet.
Dreißig Jahre später erfährt ein junger New Yorker Pater bei der Abwehr eines Angriffs auf ihn von seinen übernatürlichen Fähigkeiten. Zur selben Zeit hat eine Nonne in Italien schreckliche Visionen.
Als Vertreter des Vatikans erfahren, was in New York vorgefallen ist, beordern sie Pater Carenza nach Rom, um dieses Wunder zu untersuchen. Der Leser aber weiß inzwischen, das hinter allem der Geheimdienst des Vatikans steht und Pater Carenza das Ergebnis eines Experiments sein könnte, das eine Gruppe höchster Würdenträger in Auftrag gegeben hat. Aus dem genetischen Material des Turiner Grabtuches wollten sie Jesus klonen.
Als Peter Carenza davon erfährt, flüchtet er aus dem Vatikan zurück in die Vereinigten Staaten. Noch zweifelt er, aber als er einem Freund das Leben rettet und einen Überfall in einem Supermarkt auf ziemlich unkonventionelle Art beendet ist er mehr und mehr überzeugt, zumindest ein Werkzeug Gottes zu sein.
Er beginnt zu predigen und weitere Wunderdinge zu vollbringen und dabei ist ihm der vatikanische Geheimdienst, dessen Vollstrecker völlig skrupellos ist, ständig auf den Fersen.
Die Wunder gehen weiter und Peter Carenza entwickelt sich mehr und mehr zu einem Superstar der Medien und so nach und nach baut sich ein regelrechtes Management um seine Person auf.
Das bringt nun auch weitere Gegner auf den Plan.
Jedoch die größte Gefahr geht für ihn von sich selbst aus, nach und nach verändert er sich und entfremdet sich seinen Freunden. Die Macht beginnt ihn zu korrumpieren. Es kommt zur ersten Katastrophe und zu einen fürchterlichen Showdown.
Was ist aus Peter Carenza wirklich geworden?
Spannend mit offenen Ende, Fortsetzung in ?Das Siebte Siegel ? Das Blut des Lammes II?
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