Als besonderen Leckerbissen hat sich der Autor Marcus Pfister, der für seine sorgfältig ausgestatteten Bilderbücher bekannt ist, z.B Der Regenbogenfisch, einen ganz unüblichen Schluss ausgedacht. Hier kann sich jeder Leser, je nach momentaner Stimmung, sein eigenes Ende der Geschichte aussuchen. Ein schönes Bilderbuch, das vom verantwortungsvollen Umgang mit der Erde erzählt. --Manuela Haselberger
Eine kleine Felseninsel im Meer. Seit Tausenden von Jahren trotzt sie den Stürmen und Wellen. Fast erinnert die Insel einen an Michael Endes ?Lummerland". Hier wohnen Mats und viele andere Felsmäuse. Die Insel bietet ihnen Schutz, Nahrung und durch all die verschiedenen Jahreszeiten ein gutes Zuhause. Sie sind zufrieden.
Bis Mats nach einem fürchterlichen Herbststurm aus seiner Höhle kriecht und hungrig auf Futtersuche geht. Und wie Mäuse das so machen, steckt er seine spitze Nase in jeden erreichbaren Winkel. Und er stößt auf einen leuchtenden Stein. Mats trägt ihn stolz und auch ein wenig ehrfurchtsvoll in seine Höhle, und bald sind alle anderen Felsmäuse um den Stein versammelt, der umso heller leuchtet, je dunkler es wird.
Und dann passiert, was immer passiert: alle wollen einen solchen Stein haben. Doch auch bei den Mäusen gibt es alte, weise Männer mit viel Erfahrung im Leben und mit der Natur. Der alte Balthasar warnt seine jungen Mäusebrüder: ?Eins dürft ihr nicht vergessen. Die leuchtenden Steine gehören der Insel. Wenn wir ihr etwas nehmen, müssen wir ihr auch etwas zurückgeben."
Und dann teilt sich das Buch in zwei Teile. Ab der zweiten Hälfte des Bilderbuches sind die Seiten zweigeteilt und entsprechend geschnitten. Oben wird ein glückliches Ende beschrieben. Hier folgen die Mäuse Balthasars Rat und leben glücklich im Einklang mit ihrem Inselberg. Unten missachten sie den Rat und beschwören den Untergang des Inselbiotops hervor.
Ein wunderschönes Bilderbuch, das den Kindern auf leichte Art hilft, ökologische Zusammenhänge zu begreifen.