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  Der letzte Weynfeldt | Martin Suter
 
 
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Der letzte Weynfeldt
Martin Suter

Diogenes, 2008

Kundenbewertung:(51 Bewertungen)
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Der Mittfünfziger Adrian Weynfeldt, Kunstexperte und Designsammler, steht zwischen zwei Welten. Freunde seines Alters hat er keine: nur viel jüngere, die ihn ? ?das etwas exotische Original? -- nicht zuletzt wegen seines Reichtums umgaren, und ältere, die noch seine Eltern kannten. Mit ersteren besucht Weynfeldt Clubs und Lounges, ?für die er sich allein zu alt gefühlt hätte?. Mit letzteren geht er in gutbürgerliche Restaurants und verbringt ?angestrengt lustige? Abende. Dazwischen hat Weynfeldt nichts dagegen, allein zu sein. Im Gegenteil: Er genießt die Einsamkeit. Sex spielt in seinem Leben eigentlich keine Rolle mehr.

Mit seinen älteren Freunden ist Weynfeldt auch unterwegs gewesen, als sich sein Leben schlagartig ändert. In einer Bar wird er von einer jüngeren Frau angesprochen, die ihm wie eine Wiedergängerin einer verflossenen Liebe erscheint. Weynfeldt lässt sich mit ihr ein, nach zahlreichen Martini und Gin-Fizz findet man sich, reichlich angetrunken, im Bett des Junggesellen wieder. Zum Äußersten kommt es zunächst nicht (??Und bumsen?? fragte sie schlaftrunken. ?Morgen?, antwortete er. ?Falls du dann noch magst?. ?Okay??). Als es dann doch noch zum Äußersten kommt, ist dieses Äußerste anders als von Weynfeldt erwartet. Am nächsten Morgen nämlich droht die Frau, sich vom Balkon seiner Wohnung zu stürzen. Als er sie rettet, legt sie ihr Schicksal in seine Hand. Weynfeldt soll ihre Schwierigkeiten aus der Welt schaffen. Und dann entwickelt sich die Geschichte doch noch ganz anders, als es der Junggeselle erwartet hat...

Mit Romanen wie Small World und Der Teufel von Mailand hat sich der Schweizer Autor Martin Suter eine beachtliche Fangemeinde zusammengeschrieben. Das kann man gut verstehen. Denn seine Bücher bestechen nicht nur durch eine faszinierend präzise Sprache mit ganz eigenem Duktus, sondern auch durch gut gemachte, fesselnde Plots. Der letzte Weynfeldt hat wieder das Zeug dazu, Suters Fangemeinde noch ein wenig zu vergrößern: spannend geschrieben und unberechenbar bis zum Schluss. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de


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Der letzte Suter ist der Beste

Ein wunderbares Buch, ein typischer Suter. Im Gegensatz zum enttäuschenden "Teufel von Mailand" ist Suter hier wieder voll in Form. Er verzichtet allerdings auf seine Neurologie-Marotte (zumindest steht so etwas nicht im Vordergrund, wenn sich auch bei einer der Beteiligten so etwas andeutet), was dem Buch aber gut bekommt.

Die Geschichte über den letzten Spross einer Industriellen-Familie, dessen altes Blut Begehrlichkeiten weckt, ist spannend, unterhaltsam, aber auch lehrreich in gleich mehrfacher Hinsicht. Sogar über schweizer Künstler kann man noch etwas lernen.


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Nicht sein Bestes

Obwohl ich eine große Verehrerin von Martin Suter bin, finde ich diesen Roman nicht so besonders gelungen. Er kann es wirklich besser! Die Story hält nicht, was sie verspricht, der Protagonist Weynfeldt kommt einem doch ziemlich beschränkt vor: Er lässt sich ausnützen von seinen sog. Freunden u. später auch noch von der Halbseidenen Lorena.
Wenn das die Botschaft des Buches war: Gutmütigkeit und Großzügigkeit wird als Schwäche ausgelegt, ist sie gelungen.
Alles dreht sich um ein Gemälde, das auch auf dem Titel abgedruckt ist, und das der Leser wohl einige Male betrachtet, denn im Text wird immer wieder darauf zurück gegriffen. Dies ist hohe Erzählkunst, und ebenso die Sprache Martin Suters ist sich gleich geblieben, für 5 Sterne hat es für mich jedoch nicht gereicht.


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Ein Mann findet zu sich selbst

Adrian Weynfeldt, der letzte Spross einer Industriellenfamilie, bereits jenseits der 50, hat eigentlich (fast) alles: er verdient mehr Geld als er ausgeben kann; hat eine Wohnung mit über 500 Quadratmetern, die eher eine Kunstgalerie ist - und einen Beruf, der ihn ausfüllt (Kunstexperte bei einem internationalen Auktionshaus). Diese Regelmäßigkeit in seinem Leben betrachtet er als "lebensverlängernde Maßnahme".
Diese Regelmäßigkeit wird eines Morgens gewaltig durcheinandergebracht: eine junge Dame, die Adrian am Abend zuvor kennengelernt und dann nach Hause mitgenommen hatte, will sich aus einem Fenster seiner Wohnung stürzen. Er kann sie davon abhalten. Damit beginnen aber erst die Komplikationen...
Dass Martin Suter inzwischen zu einem Bestsellerautor geworden ist, beweist dieses Buch exemplarisch: eine spannende Story mit immer wieder überraschenden Wendungen; eine Welt, die den meisten Lesern fremd ist (hier die Welt der internationalen Kunstszene - immerhin spielt ein Gemälde von Felix Valloton eine Hauptrolle) - und eine Sprache, die mit dazu beiträgt, dass sich der Leser fast wie in einem Film fühlt!
Hohes Suchtpotential!


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ganz OK, mehr aber nicht!

Vorab: Martin Suters Sprachtalent ist unverkennbar. Die Story ist schon sehr vorhersehbar. Allerdings haben die Hauptcharaktere auch einen gewissen Charme. Am Anfang war mir das Buch zu langweilig, da ja kaum etwas passiert. Gegen Schluß nimmt es dann ein bischen Fahrt auf und ist ganz amüssant.Fazit: nicht richtig gut, aber auch nicht schlecht!


Schöne Variante des Themas: Everybodies Darling - everybodies Depp

Es ist gleich zu einem meiner liebsten Hörbücher aufgestiegen. Kein wirklicher Krimi, aber ein toll gelesenes Stück sprachlich wunderbarer Literatur mit einem Anti-0-8-15-Plott (finde ich).


reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



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