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Blutige Steine: Commissario Brunettis vierzehnter Fall
Donna Leon

Diogenes, 2007 - 368 Seiten

Kundenbewertung:(13 Bewertungen)
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Rezension überflüssig

Eine Rezension auf diesen Donna Leon-Krimi ist völlig überflüssig! Klingt jetzt arrogant, aber schenken Sie mir kurz Ihre Aufmerksamkeit:

1. Denn entweder Sie haben noch nie was über den Kommisar Brunetti gelesen. Dann sollten Sie auch nicht mit diesem Buch starten, da sich die Charaktere sehr charmant über all die vielen Bücher entwickeln. Wär meiner Meinung nach schade, und ich habe bis jetzt alle Bände gelesen.

2. Oder Sie haben die letzten Bücher auch schon gelesen. Dann erinnern Sie sich sicher, ob Ihnen deren Lektüre Freude bereitet hat. Wenn nicht, dann wird es dieses Buch in 100 Jahren auch nicht tun. Aber falls doch - dann wissen Sie, was sie bekommen und ich wünsche Ihnen viele vergnügliche Stunden (allzu viele sinds bei DL ja eh nicht; Vor- oder Nachteil...)

Alles klar?






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Leons Brunetti ist ein Garant für höchsten Lesegenuß auf hohem literarischen, kulturellen und politischen Niveau

Es gibt Krimireihen, da sind die Figuren, die Handlungen und die Ideen nach einigen Bänden flach und fade geworden. Da wiederholt sich das Immergleiche und man gibt, auch wenn man über Jahre alle Folgen verschlungen hat, irgendwann enttäuscht auf und wendet sich einem der zahlreichen neuen Sterne am Krimihimmel zu. Neben etlichen anderen ist Donna Leons Commissario Brunetti jedoch eine Garantie für höchsten Lesegenuß auf hohem literarischen, kulturellen und politischen Niveau. In seinem nunmehr vierzehnten Fall beleuchtet Donna Leon die Problematik der "excommunitari" oder auch "vucumpra" genannten schwarzen, vorwiegend aus dem Senegal stammenden fliegenden Händler in Italiens Großstädten, vorzugsweise in Venedig.

Als einer von ihnen auf offener Straße erschossen wird, erlebt Brunetti, wie die latente Fremdenfeindlichkeit bis in seine Familie hinein schwappt. Er, der doch mit seiner Frau Paola, Tochter eines uralten venezianischen Adelsgeschlechtes und Literaturprofessorin an der Universität Venedig mit dem Schwerpunkt auf amerikanischer Literatur, vor allem Henry James, all die Jahre und 13 Bände hindurch versucht hat, seine beiden Kinder liberal, demokratisch und laizistisch zu erziehen, muß sich den Kommentar seiner Tochter Chiara zu diesem Mord anhören: "Es war doch bloß ein vucumpra".

Brunetti und Paola sind entsetzt über diese Gedankenlosigkeit , behalten aber die Nerven und setzen klug darauf, daß ihre Kinder intelligent genug sind, eigene Erfahrungen zu machen und der fremdenfeindlichen und rassistischen Propaganda eine eigene Meinung entgegensetzen zu können.

Interessant für die treuen Brunetti-Fans ist an dieser Stelle , wie Paola zum ersten Mal in all den vielen Bänden im Gespräch mit ihrem Mann eigene extremistische politische Neigungen zur Zeit der Roten Brigaden zugibt.

Brunetti findet in der Massenunterkunft der Schwarzen, in der auch das Mordopfer gewohnt hat, einen Sack mit wertvollen Rohdiamanten. Mit der bewährten Hilfe seines Kollegen Vianello und den sagenhaften Computerkenntnissen von Signorina Elettra stößt er zum Leidwesen seines Vorgesetzten Patta und noch höherer Chargen im Innenministerium auf ein politisch höchst heikles und extrem vermintes Gebiet vor.

Wie immer in Venedig bleiben die Schuldigen ohne Strafe; daran hat man sich als Leser der Bücher Donna Leons schon lange gewöhnt.
Aber mit List und Tücke kommt Brunetti zusammen mit seinen Kollegen dennoch zu einem sie alle sehr befriedigenden Abschluß des Falles.
Und auch Tochter Chiara hat etwas dazugelernt ...



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reviews: page 1, 2, 3



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