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  Beweise, daß es böse ist: Commissario Brunettis dreizehnter Fall | Donna Leon
 
 
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Beweise, daß es böse ist: Commissario Brunettis dreizehnter Fall
Donna Leon

Diogenes, 2006 - 336 Seiten

Kundenbewertung:(40 Bewertungen)
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?Jeder, der sie kannte, hat sie verabscheut.? Viel Sympathie gibt es wahrlich nicht für die bestialisch ermordete Maria Grazia Battestini. Geizig sei die alte Xanthippe gewesen, habgierig, verrückt und ?völlig übergeschnappt." Ihre rumänische Haushälterin wird kurze Zeit später am Bahnhof gestellt, kann fliehen und gerät dabei unter einen Zug. Fall geklärt, Akte zu?

Seit rund 25 Jahren lebt und arbeitet Donna Leon in Venedig und dass sie sich dort zu Hause fühlt, das strahlen ihre Romane allemal aus: das ist ein weiterer, spannender Krimi, eine gute Story, eine Handlung, der man ohne kleinste Ermüdung bis zum Schluß folgt, eingebettet in die typisch venezianische Art, in ein schillerndes Lokalkolorit, das sich erst abseits der Touristenzentren so richtig entfaltet. Mord und Totschlag, Korruption und Verbrechen werden eingefügt in diesen charaktervollen Hintergrund. Venedig, diese attraktive Stadt, in der jeder, der nicht ?in Hörweite der Lagune geboren war, als Fremdling? gilt und ?unseliger Kleinstadttratsch? auch für einen Commissario ganz schön informativ sein kann.

Commissario Guido Brunetti war im Urlaub, denn sonst hätte dieser neue und heikle Fall natürlich von vorne herein in seinen Händen gelegen. Da mag sich einer seiner Untergebenen für ?eine bequeme Lösung des Verbrechens? entscheiden, aber die Rechnung hat er ohne Brunetti gemacht, den Inspektor mit Instinkt, den Feinschmecker mit Feingefühl. Und der erkennt und ermittelt nach dem brutalen Tod der ?alten Schreckschraube? höchst überraschende Aspekte. Soviel ist klar: nur weil die Battestini den Fernseher für die Nachbarschaft unerträglich laut stellte, ihren Abfall aus dem Fenster warf, wurde sie nicht ermordet. ?Ihre Habgier, die kam aus tiefster Seele.?

Ein Genuss ist nicht nur der neue Fall, der sich klar entwickelt, logisch verläuft, sich in einem überschaubaren Rahmen bewegt, in dem der Leser sich nicht verliert: jedes Mosaikstückchen stimmt hier. Mit Wonne aber schleicht man sich besonders in das eingespielte Team um Brunetti, erwähnenswert allen voran die engagierte Signorina Elettra: sie ist es, die ihrem Chef ergeben jede Information besorgt, und dabei auch schon mal zu abenteuerlichen und nicht ganz legalen Mittel greift. Donna Leon, sie schreibt so herrlich normal, so ist das Leben eben, mit Schwarzarbeit, Betrug, leeren Staatskassen, Erpressung und: fehlenden Computer-Kenntnissen des Chefs. Der kennt sich dafür kulinarisch bestens aus: Ehefrau Paola hat da höchstens mit Schwertfischsteak mit Shrimps oder Kalbsbraten mit Zitrone und Rosmarin noch eine Chance. --Barbara Wegmann


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Hätte böser sein können

Maria Grazia Battestini ist boshaft, habgierig, zänkisch und 83 Jahre alt. Selbst ihrem Hausarzt ist sie zuwider. Dottore Carlotti hofft auf das Einstellen schlimmer Krankheitssymptome, die zu ihrem baldigen Tod führen, damit er keine Hausbesuche mehr bei ihr machen muss. Er ist es auch, der Signora Battestini in ihrer vollkommen verwüsteten Wohnung ermordet auffindet. Die Ermittlungen übernimmt vertretungsweise Tenente Scarpa für Commissario Brunetti, der sich in Irland in Urlaub befindet.

Der Verdacht fällt zunächst auf die rumänische Haushälterin Florinda. Assunta Gismondi, Grafikdesignerin und Nachbarin der Ermordeten, zeigt ungewöhnliches Interesse an der Rumänin und hilft ihr mit 700 Euro weiter. Für Tenente Scarpa ist der Fall klar und er hält die Grafikdesignerin für die Mörderin. Als Brunetti aus dem Urlaub zurück ist, muss er erst einmal Ordnung und Klarheit in das Durcheinander bringen, das Scarpa hinterlassen hat. Natürlich helfen ihm Vianello und Elettra dabei und auch der Vice-Questore Guiseppa Patta darf nicht fehlen.

Ruhig, unaufgeregt und sehr detailgenau erzählt Donna Leon ihren 13. Brunetti-Fall. Ich habe jetzt erst nach längerer Zeit mal wieder zu einem Brunetti gegriffen, nachdem mir die ersten Bände sehr gut gefallen haben, sich dann aber bei den weiteren Bänden gewisse Ermüdungserscheinungen eingestellt haben. Die sind hier ausgeblieben und mir hat das Buch recht gut gefallen. Diesen Roman finde ich sehr schön ausgearbeitet - exakte Personenbeschreibungen und lange Dialoge bestimmen die Abfolge. Brunetti ist (wie immer) einfühlsam, er versteht die Menschen, liebt seine Frau und Kinder und ist einfach schnuckelig, ein Mann zum Knuddeln. Das obligatorische Gläschen Wein zum Mittagessen, der Espresso zwischendurch und das leckere Abendessen von Paola gehören dazu.

Einen Punkt Abzug gibt es für die auf mich relativ unglaubwürdig wirkenden Leistungen der Signorina Elettra am PC, aus dem sie schier alle Informationen, angefangen von Adressen über Bankkonten bis zu Lebensläufen herausholen kann. Es wird ja immer so dargestellt, dass sie irgendwo irgendwelche Freunde sitzen hat, über die sie an die Infos kommt, und dass das Ganze so halb-illegal ist. Ich kann ich mir nicht vorstellen, dass die italienische Polizei nicht durchaus ihre legalen Methoden hat, um schnell an vertrauliche Informationen zu kommen. Oder Signorina Elettra ist einfach die Super-Hackerin, die das alles im Griff hat - wie auch immer ...

Das Buch ist durchaus lesenswert mit einem gewissen Unterhaltungswert und einem kleinen Touch Gesellschaftskritik. Nur, ein bißchen böser und spannender hätte es schon sein dürfen ...



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Nicht alles, das ewig währt, wird gut ...

Geht Signora Leon der Stoff aus? Man möchte es meinen, wenn man den 13. Fall bis zu Ende gelesen hat. Nein, es ist kein schlechtes Buch, handwerklich hervorragend gemacht, aber vermag es zu begeistern? Mich nicht.


Verdammt spannend!

Diese Buch fesselt ein von Beginn an, präsentiert zuerst einen falschen Mörder, doch von dem Richtigen ist bis zum Schluß nichts zu erahnen!


Signorina Elletra ermittelt...

Die 83-jährige Signora Battestini wird ermordet in ihrer Wohnung
aufgefunden. Ihr Dienstmädchen wird auf der Flucht von der Polizei
gestellt, wobei sie tödlich verunglückt. In ihrer Tasche befinden sich
knapp 1000 Euro, der Fall scheint klar und wird schnell abgeschlossen.

Doch knapp 2 Wochen später taucht eine Zeugin auf, die behauptet, in
Urlaub gewesen zu sein und die Unschuld des Dienstmädchens beweisen zu
können. Dies kommt der Questura sehr ungelegen, und als die Zeugin
daraufhin selbst in Verdacht gerät, nimmt Brunetti die Sache in der Hand.
Er glaubt der Zeugin und nimmt seine eigenen Ermittlungen auf. Die einzige
Spur sind merkwürdige Kontenbewegungen, die seine Sekretärin mit ihren
üblichen Hackereien aufgespürt hat. Doch auch diese scheinen in eine
Sackgasse zu führen.

Die Handlung ist so zäh und langweilig wie der gesamte Fall, alles wirkt
arg konstruiert. Enttäuschend, daß kurz vor Schluß sämtliche bisherigen
Ermittlungen in eine Sackgasse führen und Brunetti den Fall durch eine
"plötzliche Eingebung" löst. Peinlich ist die Darstellung der Autorin, wie
einfach ein gewöhnlicher Computerbenutzer die Sicherheitsvorkehrungen von
Banken umgehen und ins System eindringen kann, hier hätte die Autorin
besser etwas mehr recherchiert. Seit einiger Zeit habe ich den Eindruck,
die Serie sollte nicht mehr "Commissario Brunetti", sondern "Signorina
Elletra ermittelt" heißen. Wenigstens ein paar Ausflüge in Brunettis
Privatleben und das Eintauchen in die Atmosphäre Venezias bewahren den
Roman vom völligen Absturz.


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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8



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