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  Lila, Lila | Martin Suter
 
 
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lila, lila

Lila, Lila
Martin Suter

Diogenes, 2005 - 352 Seiten

Kundenbewertung:(67 Bewertungen)
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David ist Kellner in einer Szenebar und damit natürlich für das Publikum erstmal uninteressant. Das stört ihn nicht besonders, bis die 24-jährige Marie im Esquina auftaucht. David verliebt sich in sie und wird wiederum erst interessant für Marie, als er sie bittet sein Romanmanuskript zu lesen. Sie findet die Liebesgeschichte ausgezeichnet, schickt das Werk an einen Verlag, der es prompt veröffentlichen will. So weit so gut, wäre da nicht das kleine Problem, dass David den Roman nicht selber geschrieben, sondern in einem Secondhand-Nachttischchen gefunden hat. Es kommt, wie es kommen muss. David wird zum gefeierten Nachwuchsautor, und die ständig dräuende Gefahr der Entdeckung seines Betrugs manifestiert sich eines Tages in der Form eines Penners. Jacky gibt vor, der eigentliche Autor zu sein und nimmt David kurzerhand mit leicht erpresserischen Mitteln unter seine Fittiche, das heißt vor allem dessen Honorare.

In der Folge zeichnet Martin Suter ein gnadenloses Bild des modernen Literaturbetriebs zwischen Lesungen in Provinzkäffern und besoffenen Abenden auf der Frankfurter Buchmesse, Verleger überstürzen sich in Vorauszahlungen und Lektorinnen bieten sich als Agentinnen an. Doch Jacky, mittlerweile in einem besseren Hotel wohnend, hat seinen Möchtegern-Schriftsteller im Griff. Der Ausgang der Geschichte sei hier natürlich nicht verraten, nur so viel: Martin Suter lässt den gefesselten Leser in einer doppelten Volte sanft auf dem Boden landen.

Ein stilsicherer Roman wie man es von Suter gewöhnt ist, humorvoll und nicht ohne bösartige Seitenhiebe. Die Personen sind glaubwürdig, David manchmal mit einer fast ärgerlichen Naivität geschlagen. Die Umgebungen skizziert Suter stimmungsvoll und mit einem sicheren Blick für den nebensächlichen Alltag. Ein feines Buch, feine Unterhaltung. --Martin Walker

Aus der Amazon.de-Redaktion
"Lila, Lila ist der Roman, auf den wir so sehnlich gewartet haben: Das Ende der Knabenwindelprosa." Wenn der gefürchtete Großkritiker Joachim Landmann eine Rezension mit diesen gemeißelten Worten beendet, lobt er nicht einfach ein Buch. Er lanciert eine Debatte. Diesmal: das Ende der postmodernen Literatur, die Rückkehr zu alten Werten und großen Themen. Folglich geschieht, wovon Legionen von Lektoren und Verlegern träumen: Lila, Lila, der bislang kaum beachtete Erstling des jungen David Kern, stürmt die Bestsellerlisten; die Medien reißen sich um den frisch gebackenen, schüchternen Star. Dumm nur: David ist nicht der Autor dieser tragischen, in den muffigen Fünfzigern spielenden Liebesgeschichte. Der unscheinbare Aushilfskellner hat das Manuskript in einem Nachttisch vom Trödler gefunden und gibt den Text, um die schöne Marie zu erobern, als eigenen Schreibversuch aus. Die beiden werden ein Paar, die allem Schöngeistigen heftig zugetane Marie schickt das Manuskript heimlich an einen Verlag -- und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Zugegeben -- die Story um "Liebe, Treue, Verrat und Tod" besitzt nicht eben den Tiefgang eines Hochseedampfers. Doch aus der Feder eines Martin Suter, seien wir ehrlich, würde sogar das Telefonbuch zum Pageturner. Wer Suters Romane Small World und Die dunkle Seite des Mondes atemlos und in einem Rutsch ausgelesen hat, wird auch diesmal nicht enttäuscht. Lila, Lila schnurrt mit der Präzision einer Schweizer Herrenarmbanduhr ab. Ob schicke Szenebar, Frankfurter Buchmesse-Rummel oder das Elend eines Männerheims, Suter wechselt mit traumwandlerischer Sicherheit Schauplätze und Milieus, schreibt punktgenaue Dialoge und hält die Spannung bis zur buchstäblich letzten Seite.

Bei alldem ist Lila, Lila aber auch eine fein beobachtete und hochkomische Studie über das Making Of eines Bestsellers, ein Blick in den Bauch des Literaturbetriebs -- von Klappentextwahnsinn und Vertragspoker bis zu Buchmessesuff und der Tristesse einer Lesereise durch die Provinz. Eine Berufsgruppe, bislang kaum in den Annalen der Literaturgeschichte zu finden, hat auf Lila, Lila sicher besonders sehnlich gewartet: Der Verlagssekretärin setzt Suter das längst fällige Denkmal. Ihr Urteil, nicht verlegerischer Sachverstand, bringt das Manuskript zwischen Buchdeckel: "Ich habe jedenfalls geweint." --Niklas Feldtkamp


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fesselnd bis zur letzten Seite

Zum Inhalt muss ich ja nichts mehr schreiben, da er oben beschrieben ist. Wirklich überraschend hat mich dieses Buch von Martin Suter durch die doppelte Liebesgeschichte und die lebensnahen, gefühlsechten Beschreibungen ganz schnell in seinen Bann gezogen. Auf der einen Seite kann man so gut nachvollziehen wie David so langsam Schritt für Schritt sich mehr in die Gesichte der Lüge verstrickt auf der anderen Seite möchte man ihm sagen: "Hör auf damit!". Also hängt man mit drin! Auch die überraschenden Geschehnisse gegen Ende des Buches sind glaubwürdig, fast atmet man auf und denkt: Endlich Erlösung!...aber dann kommt es doch wieder anders als man denkt! Sehr spannend! Kann ich nur empfehlen!


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Zauberhaft grandios

Zum Inhalt muss ich wohl nichts mehr schreiben. Hervorheben will ich nur was mir an Martin Suter am besten gefällt ... die Hoffnung, die er seinen Lesern am Ende vermittelt. Nein, es gibt kein Happy End im eigentlichen Sinne. Die große Liebe geht und lässt den Helden alleine zurück. Aber in seiner Verlassenheit findet er die Größe zu einem Neuanfang. Die Hoffnung, die darin liegt, hinterlässt eine positive Grundstimmung, die auch auf den Leser übergreift.

Wie immer grandios geschrieben, spanndender Handlungsbogen und absolut lesenwert. Weiter so, Martin Suter!


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Gnadenlos gut.

Das Hörbuch Lila Lila von Martin Suter ist meine erste Bekanntschaft mit dem Schweizer Autor; aber sicher nicht die letzte. Die Geschichte ist in sich stimmig, gelungen im Ablauf und äußerst unterhaltsam. Daniel Brühl spricht den Text, dass es eine Freude ist zuhören zu dürfen.

David ist Kellner in einer Bar. Dort lernt er Marie kennen, die sich aber eigentlich nicht für ihn interessiert. Das ändert sich, als Daniel in einem Schränkchen, das er auf dem Flohmarkt gekauft hat, ein altes Romanmanuskript findet. Der Autor Alfred Duster hat die Geschichte Sophie, Sophie geschrieben, die niemals das Licht der Öffentlichkeit erblickte. David recherchiert kurz über den Verbleib von Duster und ist sich sicher, dass dieser nicht mehr lebt. Er gibt Marie den Text, ändert vorher die Namen der Protagonisten sowie den Titel der Geschichte, und behauptet, er sei von ihm. Marie ist begeistert und schickt das Manuskript an einen Verlag. Es wird angenommen und David sieht sich plötzlich in der Zwickmühle. Um Marie nicht zu verlieren, stimmt er einer Buchveröffentlichung zu. Der Roman Lila Lila stürmt daraufhin die Bestsellerliste. David zieht sich bei Lesungen und Interviews mehr schlecht als recht aus der Affäre, aber das Buch spricht für sich. Der Schwindel könnte ewig so weitergehen, wäre da nicht der Wunsch der Leser nach einem zweiten Roman. Aber ehe David sich darüber Gedanken macht, taucht Jackie auf, ein alter Süffel, der David eröffnet, der wirkliche Autor von Lila Lila zu sein. Jetzt beginnt für David ein Versteckspiel, aus dem er nicht mehr entkommen kann. Am Ende, steht nicht nur sein Ruhm als Autor auf dem Spiel, sondern viel, viel mehr.

Suters Geschichte ist gnadenlos gut. Wer damit anfängt, will wissen, wie die Story zu Ende geht. Ohne großen Schnickschnack oder Hokuspokus greifen die Zahnräder des Schicksals ineinander. Am Schluss wird dem Leser klar, wie verhängnisvoll es enden kann, wenn man sich mit fremdem Federn schmückt. Lila Lila ist Stoff, der fürs Hörbuch gemacht scheint.



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gelungene story

die story ist einfach, die figuren sehr lebensnah, nachfühlbar ... ich denke genau das macht das buch so eindringlich und fesselnd. suter bietet wieder einige überraschungen. man liest das buch sehr schnell, möchte es gar nicht mehr aus der hand legen. sehr empfehlenswert und fast so gut wie "die dunkle seite des mondes"


reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



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