Die Anthologie der beiden Journalistinnen Federica Lamberti Zanardi und Brunella Schisa zaubert uns nicht nur ein leichtes Schmunzeln oder herzliches Lachen ins Gesicht, sondern macht auch äußerst nachdenklich, betroffen und sogar bestürzt. So dicht beieinander liegen hier Komödie und Tragödie, denn geht es den Kindern gut gleicht der Wunschzettel mehr einem Bestellschein, zeugt dieser Brief allerdings von Armut oder sogar Elend sind die Wünsche - wie z.B. nach einer Sozialwohnung für die ganze Familie oder einer neuen Hose für den Opa - schon von existenzieller Natur.
Was bei allen Wunschzetteln aber vor allem heraus sticht ist die entwaffnende Ehrlichkeit mit der die Kinder ihre Wünsche, Sorgen und Nöte zu Papier bringen und sie erlauben uns auf diese Weise einen tiefen Blick in ihre Kinderseelen.