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  Gottes Werk und Teufels Beitrag | John Irving
 
 
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Gottes Werk und Teufels Beitrag
John Irving

Diogenes Verlag, 1990 - 774 Seiten

Kundenbewertung:(74 Bewertungen)
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Die langen Nächte

Dem Autor lag dieses Thema am Herzen. In seinem Buch My Movie Business, das sich hauptsächlich um die Verfilmung dreht, beschreibt er ausführlich, wie seine familiären Wurzeln ihn dazu veranlaßten, den Roman zu schreiben, wie er erstaunt feststellen mußte, daß sich niemand bis in die Mitte des 19. Jahr. Um die Abtreibung scherte, sie erst danach unter Strafe gestellt wurde, und es bis in die Siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts dauerte, bis sie unter bestimmten Auflagen wieder straffrei wurde. Laut Irving war die Zeit, wo die Abtreibung erlaubt war, länger als die, wo sie verfolgt wurde.

Daß ausgerechnet das Waisenkind Homer Wells, den niemand haben will, der ständig zurückgegeben wird, das Werk seines Mentors Dr. Larch fortsetzt und dafür sorgt, daß nicht zu viele Kinder sich selbst auf der Welt überlassen werden, ist die geniale Geschichte dieses vergnüglichen und erschreckenden Romans. Irving hat viele Schläge aus dem Kreis der Abtreibungsgegner einstecken müssen. Doch wer My Movie Business gelesen, spürte, wie viel Mühe er sich mit diesem Roman gegeben hat. Und er kann mehr als zufrieden sein.


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ein MUSS für jeden Irving-Fan

Mittlerweile mein vierter Irving und auch dieser Roman ist absolut fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite!
Gottes Werk & Teufels Beitrag gehört eindeutig zu meinen Lieblingsbüchern von Irving. Dieser Roman hat in mir so viele Emotionen durch die diversen Erlebnisse hervorgerufen und mich sehr, sehr nachdenklich gestimmt. Die Charaktere in seinem Werk sind so gut und wunderbar beschrieben - ich hatte das Gefühl live" dabei zu sein. Ich muss gestehen, dass ich viele Figuren äußerst lieb gewonnen habe - einfach prima!! Ich denke, nach diesem Roman wird jeder Abtreibungsgegner seinen Standpunkt noch einmal überdenken.

Fazit: Ich kann dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen!!


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Großes Lob

Geburtshilfe (Gottes Werk) und Schwangerschaftsabbruch/Abtreibung (Teufels Beitrag) in einem amerikanischen Waisenhaus in den 30er bis 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Der Leiter des Hauses, ein Arzt, hilft mit seinem Personal, 2 Schwestern und einer Betreuerin, Frauen, die unerwünscht schwanger geworden sind. Einerseits hilft er ihnen, die nicht gewollten Kinder zur Welt zu bringen, ins Heim aufzunehmen und Adoptiveltern für sie zu finden, andererseits scheut er sich auf Wunsch auch nicht davor gesetzeswidrige Abtreibungen durchzuführen, so lange die Schwangeren noch nicht "quick" sind.
In diesem Spannungsfeld entwickelt der Autor eine hochinteressante Geschichte, bei der es vordergründig um 2 Waisen geht, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in eine Familie vermittelt werden konnten. Der Werdegang dieser Heranwachsenden und des Waisenhauspersonals schildert der Autor in überaus fesselnder Weise.
Der Leser erfährt eine Menge über die gynäkologischen Methoden bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Außerdem erhält er einen umfangreichen Einblick in den Alltag der Bewirtschaftung von Apfelplantagen. Selbstverständlich spielen auch hier die Hauptpersonen die tragenden Rollen.
Bis dahin erscheint das alles nicht besonders spektakulär. Der Roman ist keine Kriminalgeschichte, kein Thriller der in einer verwickelten Handlung Hochspannung erzeugen soll. Aber gerade das ist das Besondere an diesem Buch. Es handelt sich um die eindringlichen Lebensgeschichten von naiv-sympathischen Charakteren, die in einer liebenswerten, aber robusten Beziehung zu einander stehen. Gewürzt wird das im Verlauf der Handlung durch eine kribbelnde Dreiecksgeschichte, deren Ausgang hier aber nicht zur Debatte steht.
Nach Owen Meany, ist das zweite Roman, den ich von John Irving gelesen habe. Gottes Werk... hat mir noch ein Stück besser gefallen, hat mich die Handlung doch von Anfang an total gefangen genommen. JI ist ein blendender Schriftsteller, der mit der ihm eigenen Ironie, die handelnden Personen zu wirklichem Leben erweckt.
Bis auf geringfügige Merkwürdigkeiten in der Übersetzung kann auch dem Übersetzer ein Lob ausgesprochen werden. Nicht jeder Begriff in einer Fremdsprache lässt sich schlüssig ins Deutsche übersetzen. Das Original kann dann einleuchtender sein als ein krampfhaftes Eindeutschen.



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Ein Mann, der auszog, ....

.... seine eigene Welt zu entdecken. Ich bin fasziniert von diesem Buch und fasziniert vom Schreibstil des Autors. Es ist für mich der erste Roman von John Irving, aber wie auch bei anderen Autoren wird es nicht der letzte sein. Der Autor beschreibt klar, deutlich und vor allem völlig unverblümt das Leben des Dr. Larch und seinem Schützling Homer.

Es ist sehr interessant, die medizinischen Hintergründe zu erfahren, die mit Geburten aber auch mit Abtreibungen einher gehen. Doch die zwischenmenschlichen Beziehungen läßt John Irving natürlich auch nicht außen vor. Freundschaft, Liebe, Hass und mehr finden wir in diesem Roman.

Ich fand das Buch so dermaßen interessant geschrieben, dass ich nicht mal merkte, dass es über 800 Seiten waren. Ich war gespannt auf das Ende des Buches und als es dann da war, schlug ich das Buch zu und dachte "Wie gehts Homer wohl heute?", weil der Autor sehr realitätsnah geschrieben hat und man meint, Homer wäre nun ein kleiner Teil des eigenen Lebens.

Sehr schön fand ich auch die Anmerkungen des Autors am Ende des Buches. Dort erfährt man mehr über die Hintergründe und eignet sich das Wissen an, wo die Realität aufhört und die Fiktion beginnt. Alles in allem ein sehr gut geschriebener Roman, bei dem ich mich frage, warum ich ihn nicht schon viel früher gelesen habe. Der passende Film dazu wartet bereits auf mich und ich freu mich drauf.


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Ein großartiges Stück Literatur

Irving wird nicht zu Unrecht als einer der großen amerikanischen Erzähler bezeichnet. Moralisch, ohne moralisierend zu sein; derb und makaber, ohne geschmacklos zu sein; lustig, ohne albern zu sein; mit einer Handlung, die die Seiten wie von selbst umblättern läßt. Davon gibt es leider viel zu wenige...




reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



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