Klettersteigatlas Österreich. Alle lohnenden Klettersteige - von leicht bis extrem schwierig. 2., erw. u. ...
Bücher:
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Klettersteigatlas Österreich. Alle lohnenden Klettersteige - von leicht bis extrem schwierig. 2., erw. u. ...
Kurt Schall
Schall-Verlag (www.schall-verlag.at)
, 2007 - 512 Seiten
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Ideale Ergänzung
Neben den auf dem Markt befindlichen Massen an Klettersteigführern haben sich diejenigen von Hüsler, Werner und Szépfalusi inzwischen als Klassiker durchgesetzt. Und das vor kurzem im Alpin-Verlag veröffentlichte Werk über "
Extrem
e
Klettersteige
in den Ostalpen" von Jentzsch-Rabl, Wissekal ua. wird sicherlich dies Trio zum Quartett
erw
eitern.
Ist also ein weiterer Atlas über österreichische Klettersteige vonnöten? Nein! Aber das weiß auch Kurt Schall. Daher erscheint sein Führer in neuartiger Typologie (Benutzer von "www.bergsteigen.at" kennen sie bereits), die sich deutlich von der seiner schreibenden Bergsteigerkollegen unterscheidet. Die Steige werden genau beschrieben, in Piktogrammen erfährt man im Überblick
alle
s über Dauer des Zustiegs, des Kletterns und des Abstiegs, über Kindertauglichkeit der Steiganlage und deren Exposition und
Schwierig
keit. Zusätzlich noch Sterne für den "Fun"- und "Sicherheitsf
akt
or". Ein "Anforderungsprofil" gibt in fünf Punkten Auskunft über jeweils benötigte Kondition, Armkraft, Technik, Mut, Psyche und Bergerfahrung. Besonders großartig sind die Topos, auf denen die Kletterroute detailliert aufgezeichnet und in Schwierigkeitsabschnitte unterteilt ist (wie beim Freien Klettern). Das Buch enthält alle Steige
bis
August 2006, also auch schon den Kühtai-, Skywalk-, und Hias-Klettersteig.
Für Anfänger ein großartiger Führer. Für begeisterte Ferratisten, die schon im Besitz des "Klassiker-Quartetts" sind, ist dies Buch eine ideale Ergänzung zum Quintett.
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Ein neuer Klassiker!
Ich habe das Buch, oder besser die Mappe schon seit Erscheinungsdatum in V
erw
endung und muss sagen, der neue
Klettersteigatlas
ist ein würdiger Nachfolger des bekannten Klassikers. Die Handhabung ist sicher anfangs gewöhnungsbedürftig, doch spätestens wenn man dann die Tour in der mitgelieferten Klarsichthülle mit dabei hat, überwiegen die Vorteile dieser neuen Ausführung gegenüber einem Buch, das mindestens ein halbes Kilo schwer ist und im Rucksack nicht
leicht
er wird. Mittlerweile sind sogar schon ergänzende Touren zum freien Download erschienen, die das Werk nochmals aufgrund dieser
Akt
ualisierungmöglichkeiten aufwerten. Was mich als Salzburger besonders freut ist auch die Tatsache, dass der Autor nicht auf das "Deutsche Eck" vergessen hat - im Gegensatz zu meinen 1. Vorredner dessen grundkritische Haltung ich überhaupt nicht verstehen kann, aber ev. verrät auch das Datum seiner Buchkritik schon vieles.
+ ausgezeichete Topos in Farbe
+ Kartenausschnitte im Maßstab 1:50.000
+ viele nützliche Zusatzinfos (von der Ausrüstung
bis
zum Funfaktor)
+ dadurch erlebt der Anfänger keine unnötigen Überraschungen und der Profi kann sich seine "Herausforderungen" heraus picken.
+
extrem
umfangreich über ganz
Österreich
und sogar einige Steige im benachbarten Deutschland
+ gratis downloadbare Erweiterungen
+
Ringbuchsystem
(man schleppt nur die Seiten der geplanten Tour mit)
Ich kann dieses Werk jedenfalls jeden Klettersteigliebhaber wärmstens empfehlen, der ein Gesamtwerk über Österreich sucht und flexibel genug ist, mit einem Ringbuchsystem zu arbeiten, denn die Vorteile dadurch sind nicht zu verachten.
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innovativ, aber fehlerhaft
Die 2.
Aufl
age war angekündigt für Mai 2007, ist aber erst seit gestern (13. Juni) lieferbar. Ein Ringordner (das ist die große Neuerung) mit 512 A5-Seiten (256 Blättern) + 1 gefaltetes Übersichtsblatt + 1 Klarsichthülle (wo man die Seiten, die man auf die Touren mitnehmen möchte, reintun kann). Der Ordner als ganzes ist groß, schwer und unhandlich, das Blättern ist
schwierig
, und auf die Dauer werden die Seiten an den Löchern wahrscheinlich einreißen, obwohl sie verhältnismäßig fest sind. Doch ich denke, dass der Vorteil üb
erw
iegt: Man kann speziell die Seiten mitnehmen, die man unterwegs braucht, und spart dadurch viel Gewicht (bzw. spart sich das Kopieren).
Inhaltlich bin ich weniger begeistert. Es werden nur die wichtigsten
Klettersteige
behandelt. Viele einfachere oder weniger bekannte werden nur beiläufig erwähnt oder fehlen ganz, z.B. auf der Hohen Wand Babygrat (B/1+), Neuer Mackiesteig (B/1), Kammerlingsteig (B), Völlerin (A), Leiterlsteig (A-B), Drobilsteig (A), Waldeggersteig (A). Dafür gibts ein eigenes Kapitel über Oberbayern - eine Themenverfehlung. Und einiger Platz wird vergeudet für diverse Eigen- und Fremdwerbeeinschaltungen - manche kommen sogar mehrmals vor. Außerdem kostet die Redundanz (Piktogramme am Anfang jeder Steigbeschreibung, dann nochmals in der Topo und die gleiche Information in den grünen Kästen) Platz.
Die Topos (Skizzen des Steigverlaufes mit Geländeformen, Schwierigkeiten, Sicherungen usw.) und die Schwierigkeitsbewertungsskala mit den Buchstaben A-E gehören zu früheren Innovationen des Autors, die er in diese Auflage natürlich übernommen hat. Leider sind Topos nicht zu
alle
n behandelten Steigen abgebildet, und die Schwierigkeitsbewertungen sind manchmal nicht nachvollziehbar. Z.B. bewertet Schall die senkrechte Einstiegswand des Mödlinger Klettersteiges mit ihren kleinen, geneigten, glatten, oft feuchten Tritten mit B (statt C oder D), den unscheinbaren "Überhang" danach mit B/C (statt A/B), dann die glatte Rampe, wo das Seil sehr ungünstig liegt, mit B (statt C). Beim Pittentaler Steig ist immer noch eine "2-"-Stelle angegeben - hat der prominente Autor wirklich nichts davon gehört, dass letzten Herbst dort ein Stahlseil montiert wurde?
Ich denke, dass die meisten Klettersteigfreunde auf dieses Buch verzichten können, weil sie gleichwertige Steigbeschreibungen und Topos im Internet finden und ausdrucken können.
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