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  Saat in den Sturm: Ein Soldat der Waffen-SS berichtet | Herbert Brunnegger
 
 
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Saat in den Sturm: Ein Soldat der Waffen-SS berichtet
Herbert Brunnegger

Stocker, 2007 - 318 Seiten

Kundenbewertung:(43 Bewertungen)
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Eines der besten Kriegstagebücher überhaupt!

Das Buch ansich ist ein sehr umfangreich und objektiv geschriebenes Kriegstagebuch eines Soldaten der SS-Division "Totenkopf". Wie man beim Lesen dieses Werkes schnell merkt, hat sich Autor seit seiner Einberufung zur Verfügungstruppe der SS (später Waffen-SS) im Jahre 1938 umfangreiche Notizen in Form eines Tagebuches gemacht. Im Text verweist er mehrfach darauf. Warum ich dies erwähne? Entgegen vieler anderer Bücher dieser Art, erhält das Werk dadurch eine ungeheuere Detailtiefe. Namen von Soldaten, Zahlen, Datumsangaben, Ortsnamen usw. erzeugen eine unglaubliche Realitätsnähe und lassen diesen Erfahrungsbericht aus der untersten Führungsebene besonders wertvoll erscheinen. Dazu benutzt der Autor eine sehr fließende und wunderbar beschreibende Sprache. Der wesentliche Punkt, welcher dieses Buch zu einer absoluten Pflichtlektüre macht, ist die Objektivität der Erzählungen. Dadurch zieht Brunnegger jedem ehrenamtlichen Bedenkenträger und Moralapostel den Teppich unter den Füßen weg.

Der SS-Totenkopf Division, welche vom ersten bis zum letzten Tag des 2. Weltkrieges im Kampfe stand, wird durch die Geschichtsschreibung ein schweres Kriegsverbrechen vorgeworfen. Die Erschießung von 99 britischen Kriegsgefangenen am 27. Mai 1940 in Le Paradis. Der Verantwortliche Offizier wurde nach dem Krieg dafür hingerichtet. Die Umstände sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Der Autor, selbst Augenzeuge der Erschießung, geht auf diesen Vorfall detailiert ein, ohne irgendetwas relativieren zu wollen, zumal in die Geschehnisse immer wieder verfolgen.

Ansonsten genoss die Totenkopf Division einen ausgezeichneten und tadellosen militärischen Ruf bei Freund und Feind. Selbst die russische Führung zollte ihr hohen Respekt, wie folgende Einschätzung von russischer Seite vom Juli 1943 belegt:

"Die SS-Panzerdivision Totenkopf, welche zu Anfang des Krieges aus ausgesuchten Hitlerleuten bestand, stellt bei Berücksichtigung des gesamten Wechsels der Personalbestände den am festesten zusammengeschlossenen, diszipliniertesten und treuesten Truppenteil dar, der fähig ist, hartnäckig und zäh die Befehle des deutschen Kommandos auszuführen. Sie ist im Angriff unwiderstehlich, in der Verteidigung nicht zu überrennen."

Der Autor zeichnet genau dieses Bild mit unglaublicher Objektivität und zollt dabei auch dem Gegner den größten Respekt. Das Sterben, Leiden und die Entbehrungen aller beteiligten Soldaten sind unfassbar und nötigen auch dem letzten Leser Respekt und Anerkennung ab. Diese Männer kämpften und starben für ihre Kameraden, wie es alle Soldaten tun.


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Gespannt, beklemmt, traurig, aufgeklärt und nachdenklich...

...war ich im Laufe der Lektüre dieses außergewöhnlichen Buches. Vielen Dank an den Autor dieses Buches.
Woher kam dieser bodenlose Hass der Russen? Kann es so viele gewissenlose Massenmörder auf deutscher Seite gegeben haben? Viele bisher unbeantwortete Fragen werden von bisher nicht dagewesener Seite beleuchtet und finden Erklärung.


Anschaulich geschrieben aber verschiedene Maßstäbe

Ich schließe mich den Vorrezensenten an, dass Brunnegger anschaulich schreibt und vor allem jedem Leser plastisch vor Augen führt, welche Schrecken der Krieg mit sich bringt.
Ich habe das Buch gekauft, weil auch ich auf der Suche nach Eindrücken und Erlebniss-Schilderungen bin, die mir den Weg meines Großvaters irgendwie näher bringen können. Der war zwar nicht bei der Waffen-SS, aber ich denke, wenigstens was den Russlandfeldzug angeht, kann dieses Buch eben exemplarisch für alle deutschen Soldaten gelten.

Ich gebe zu, dass Brunnegger ehrlich an der Stelle ist, seine eigene moralische Schuld in Form der Beteiligung an der Bewachung diverser KZ' einzugestehen. Allerdings ist die Beschreibung eben nicht frei von apologetischen Wendungen, so ist für mich weder das Zurechtweisen eines vermutlich kriminellen KZ-Kapos durch einen eben verpflichteten 15Jährigen glaubhaft, noch der Fakt, dass dieser dann 1945 21jährige erst dann von den Tausenden Opfern der KZs erfahren haben will.

Die Geschichte ist an der Stelle bewegend, mitreißend und glaubhaft, wo Brunnegger ohne den Gedanken eines Erklärens oder Rechtfertigens "einfach schreibt", sie wird dort "dünn", wo er sich auf Hörensagen beruft oder mit zweierlei Maß misst.
Dies ist für mich gültig im Fall des Massakers der roten Armee in einem deutschen Lazarett in Feodossija. Jenes ist für mich absolut zu verurteilen! Allerdings ist es nicht zulässig, von diesem per Hörensagen zu berichten, ohne den historischen Zusammenhang des vorherigen Massenmords an den Juden, Zigeunern, Krimtschaken und Kommunisten zu erwähnen.
Ebenso ist für mich das Bild einer straff geführten Eliteeinheit (Division Totenkopf der Waffen-SS) nicht haltbar, wenn doch gleichzeitig von den Untaten eines Vorgesetzten Knoechlein berichtet wird, der für ein Massaker an gefangenen englischen Soldaten und am nicht erforschten Beschuss einer Gruppe von Zivilisten in Frankreich verantwortlich ist. Natürlich kann ich Brunneggers Empörung und Resignation aufgrund des heutigen Bildes der Waffen-SS als verantwortlich für systematischen Kriegsverbrechen verstehen, war er doch selber ein Teil der Waffen-SS. Aber ist denn die Aussage, die nachweisbaren und selbst von ihm zitierten Verbrechen seien Ausnahmen gewesen, in Anbetracht der Menge der Ausnahmen und der betroffenen Opfer dann nicht eine Verharmlosung? Wenn es Kriegsverbrechen gegeben hat (und die gab es!) und diese wurden nicht verfolgt (dies ist in mindestens 3 allein von Brunnegger geschilderten Fällen der Fall), ist dann die Waffen-SS eine straff geführte Truppe, in der Kriegsverbrechen streng geahndet werden? Aus meiner Sicht nein.

Insgesamt gewährt das Buch auf jeden Fall einen tiefen Einblick in die Schrecken des Kriegs und den Weg eines jungen Menschen in diesen Krieg hinein und wieder heraus. Insofern ist es beeindruckend auch aufgrund der Vielzahl detaillierter Erinnerungen des Autors.
Das Buch hat seine Schwächen dort, wo der Autor aus heutiger Sicht eingreift und wertet, seine Handlungen und die seiner Einheit rechtfertigt und ins Verhältnis setzt. Letzteres kann eben nicht gelingen und gelingt auch nicht


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Wahnsinns Geschichte - jeden Cent wert!

Es ist bereits viel geschrieben worden zu diesem Buch und ich habe nicht mehr viel hinzuzufügen. Nach dem lesen des Buches war ich so begeistert, dass ich mich an den Verlag wandte und unbedingt eine handsignierte Ausgabe des Autors haben wollte, aber ich ahnte es schon irgendwie, Herbert Brunnegger ist vor einigen Jahren verstorben.

Das einzige was ich als kleines Manko an diesem Buch sehe ist, dass es so abruppt endet, irgendwie war das Ende des Buches plötzlich so schnell da und der kleinste Hinweis auf das weitere zivile Leben des ehemaligen SS-Mann Brunnegger fehlt komplett. Es wäre schön gewesen, wenn er einen Hinweis gegeben hätte, ob er nach der gescheiterten Liebe am Tegernsee noch die "Richtige" gefunden hat und ob Kinder gezeugt wurden. Würde gern sein Grab besuchen das sich wahrscheinlich in Graz befindet.




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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9



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