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  Psychologie der Massen | Gustave LeBon
 
 
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Psychologie der Massen
Gustave LeBon

Rabaka, 2007 - 221 Seiten

Kundenbewertung:(12 Bewertungen)
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Offenlegung von Herdenmechanismen

Ein wichtiges Buch, das meines erachtens Pflichlektüre eines jeden -echten-
Individualisten sein sollte. Die in diesem Buch beschriebenen
Herdenmechanismen kann jeder Intelligente Mensch tagtäglich in der Welt
um sich beobachten. Sie werden teilweise skrupellos in der heutigen
Politik, im Wirschaftsleben (Werbung usw.), Schulerziehung, Wissenschaft usw. angewendet. Man kann sagen das der heutige moderne "Zivilisierte"Mensch noch nie so Massenmensch war, wie er es in der heutigen Zeit ist. Ein moderner bei vielen verinnerlichter slogan scheint zu sein: "Wenn alle es tun wird es schon richtig sein" und
"So viele Menschen können nicht irren" wer dies ernstheft verinnerlicht,
kann nur in die irre gehen, dennoch werden gerade diese grundsätze
laufend, teilweise verdeckt in den Medien vermittelt. Klar wenn die
Bevölkerung vermasst, und man ihr erzählt sie seien Individulisten
lässt sie sich hervorragend durch "Experten" lenken.
Also jeder der tatsächlich etwas auf sich legt, sollte dieses Buch lesen.






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Amerikas Massenwahn verstehen

Ich finde, es gibt kein Buch, das das ganze Drumherum um das augenblickliche Amerika (USA) besser erklären kann.
LeBon beschreibt, wie die Massenseele funktioniert. Was braucht es, um eine Masse zu bilden, sie aufzurütteln und alle demokratischen Grundrechte zu vergessen?
Es braucht ein die Massenseele berührendes Ereignis.
Hier haben wir Amerika, der 11. September.
Die amerikanische Masse, längst unsicher und im Wandel begriffen, greift dieses Ereignis auf. Ein dummer aber die Massenseele berührende Sprücheklopfer (Bush) nimmt dieses Ereignis und schafft es, mit Einverständnis der Masse Dinge zu bewerkstelligen, die kein vernünftiger Mensch tun würde. Wahrheit interessiert nicht mehr, Gerechtigkeit interessiert nicht mehr. Die ängstliche Massenseele will nur noch Sicherheit und gibt ihre individuelle Integrität, ja sogar ihre demokratischen Grundrechte freiwillig auf.
LeBon geht auch auf die Anführer ein. Sie sind meistens nicht sonderlich intelligent, haben aber ein gutes Gespür für die Massenseele und die Worte und Bilder, die sie braucht. Sie sind auch immer ein wenig wahnsinnig, nie intellektuell und nie der Zeit vorausgreifend. Man begreift beim Lesen einfach besser, wie es so einer Witzfigur wie Adolf Hitler gelingen konnte, ein ganzes Volk zu begeistern: Er hat das gar nicht getan! Die Massenseele war einfach auf der Suche nach jemandem, der ihre Triebe befriedigen kann. Deshalb ist das Wort "Führer" auch falsch. Da oben stand und steht kein Anführer, sondern nur ein demagogischer Trottel, der die Massen bedient und der vom Wahn besessen ist.
Der Einzelne mag sich wehren, doch in der Masse gibt es keinen Einzelnen. Massen werden nicht durch Vernunft regiert, nicht durch individuellen Willen. Liberale Gedanken sind ebenso wenig von Bedeutung wie Menschenrechte. Nichts zählt mehr, alles ist emotional.
LeBon nennt den Massenwahn ein hypnotisches Phänomen. Wer verstehen will, wie dieser Wahn entsteht, muss LeBon lesen.
Ich war schwer beeindruckt. Als Einzelner steht man wie doof davor und fragt sich: "Wie war Hitler möglich, wie Mussolini?" "Wie kam dieses ganze Kopfabschlagen in England und Frankreich zustande?" "Wie können einzelne Menschen, für sich genommen so klug, intelligent und ehrenhaft plötzlich zum wilden Tier werden?" Ich konnte es einfach nicht nachvollziehen. Jetzt verstehe ich es: Es ist einfach ein ganz anderes System. Etwas bildet sich und dieses Etwas ist ein wildes Tier ohne Sinn und Verstand, von Furcht geleitet oder Aggression. Es hat keine Vernunft, es hat nur Trieb. Wenn man LeBon liest, dann versteht man plötzlich die Oktoberrevolution und das, was danach kam. Man versteht, dass dieses Tier jeden und alle verfolgt, die gegen es sind. Man versteht die Hooligans, egal ob sie politisch sind oder Fußballfans. Man versteht: Die Masse folgt immer einer Religion. Der chinesische Kommunismus zum Beispiel ist so eine Religion, auch wenn es dort heißt "Religion ist Opium fürs Volk!". LeBon erzählt, wie ein überzeugter Christ beschloss Atheist zu werden. Er nimmt all seine Statuen weg von Christus und Maria und das Kreuz, stellt Bilder seiner Philosophenatheisten auf und zündet dann die Kerzen auf dem Altar neu an.
Das Tier handelt rein instinktiv, es ist brutal, es löscht alles Andersdenkende aus und es kann dabei sogar noch Moral kennen, auch wenn diese total absurd wirkt. LeBon erzählt z.B. an einer Stelle, dass diejenigen, die den letzten französischen König zum Schafott führten, nichts in seinem Palast anrührten. Sie konnten ihm die Guillotine bringen, weil die durchgedrehte Massenseele das für gerecht befand, doch dieselbe Massenseele war nicht fähig zum Raub, sondern bildete mitten im Wahn einen verschrobenen Gerechtigkeitssinn.
LeBon erzählt das alles sehr nüchtern und ohne überflüssige Dramaturgie. Man merkt: Hier hat jemand wirklich nachgedacht und beschreibt das was passiert so einfach und verständlich, dass man den Wahn irgendwie betrachten kann. Die Fassungslosigkeit verschwindet zwar nicht, aber man hat es in Worte gepackt und kann es erklären, und das hilft. Mir hilft es auch dabei, die Konsumentenmassen zu begreifen, die jeden Unsinn kaufen müssen, die sich vollstopfen und die ganz ohne Verstand sind und sich dummdoof den Rest ihres Hirns beim Swappen verderben und ansonsten meistens dabei erwischt werden, wie sie andere erwischen.
Ich denke, dass das Buch dabei helfen kann, sich selbst davor zu bewahren, bei diesen Dingen mitzumachen. Es kann aber wohl kaum dafür sorgen, dass dergleichen nicht passiert, denn wir leben im Massenzeitalter, da geht kein Weg dran vorbei. Wir leben kaum noch in einer Demokratie, sondern unter der Knute der Massen. Politiker führen nicht mehr, sie bedienen, Medien klären nicht mehr auf, sie liefern nur Futter fürs sabbernde Tier.
Beim Lesen wurde mir klar: Man kann nur versuchen wenn sowas wie das Dritte Reich zum Beispiel passiert, irgendwie unauffällig zu bleiben oder man riskiert Kopf und Kragen im Namen einer Gerechtigkeit, für die die Masse keinen Sinn hat. Jetzt verstehe ich meine Urgroßeltern besser, Er überzeugter Nazi, Sie die typische deutsche Kinderproduktionsmaschine. Sie waren Teil der Masse. Ihre individuellen Sinne für Anstand waren in der Masse aufgegangen. Sie wussten von den KZs, aber sie waren von der Massenseele besessen und erklärten sich das irgendwie zurecht, so dass es für sie einen Sinn ergab. Ihre individuellen Seelen waren nicht da und wären sie da gewesen, wäre ihnen nur entweder Stillhalten und Feigheit geblieben oder aber Widerstand. Das Eine kostet die Seele, das Andere das Leben.
Fazit: LeBon ist großartig zu lesen. Man sieht danach klarer und kann sich besser von dem abgrenzen, was einfach widerlich ist.


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Ein geniales Buch über die breite Masse

Was soll ich sagen? ...
Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen und ich habe von der ersten bis zur letzten Seite nur gestaunt.
Was der Autor hier liefert, ist etwas das jeder braucht, der sich in der heutigen Zeit irgendwie dem Massendruck ausgeliefert fühlt.
Angezogen hat mich die moderne Aufmachung, die mir gleich etwas klarmachte, was ich intuitiv schon immer gefühlt habe. Nämlich, dass die Massen nicht nur schlecht sind, sondern dass sie einfach eine Kraft sind. Als ich das Buch bekam, fand ich schon schön, dass es eingeschweißt war. Toll, man sieht das Cover nochmal auf der Rückseite. Ich gesteh es ehrlich: Meine Bücher sollen Besucher auch sehen können ;)
Wenn ich es richtig sehe, handelt es sich hier um die wirkliche Originalausgabe. Das heißt, dass man von Kapitel von Kapitel sehen kann, worauf der Autor hinaus will. Überall findet man kurze Inhaltsangaben, die das Wesentliche noch einmal auf den Punkt bringen. Das hilft mir dabei, wenn ich anderen eine bestimmte Stelle zeigen oder die selbst noch einmal finden will, sie auch wirklich schnell wieder zu finden. Ich denke, das ist bei so einem Buch ziemlich wichtig, denn trotz der leicht verständlichen Ausdrucksweise sind halt auf jeder Seite so viele Infos, dass man mit dem Textmarker hinterher ein Buch hat, das mehr rosa ist als weiß.
Absolut gelungen, absolut hilfreich!


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Die Macht der Masse

Es ist verblüffend und beängstigend zugleich wie der einzelne Mensch in der Masse seine Urteils- und Kritikfähigkeit, ja sein eigenes Ich verliert und in der in der kollektiven "Masse" untergeht.

Wurde die Masse vor einigen Jahrzehnten noch vorwiegend für politische Zwecke missbraucht, so geschieht dies in den Ländern der westlichen Gesellschaft nun vor allem aus wirtschaftlichen Gründen.

Dieses Werk kann durchaus als zeitlos bezeichnet werden, hat es doch seit seiner Niederschrift nichts an Aktualität und Brisanz eingebüßt.
Vielmehr lassen viele in diesem Buch beschriebene Elemente und Kennzeichen der "Massen" immer häufiger anfinden.
War der Begriff der "Massen" vor einigen Jahren noch hauptsächlich im politischen Bereich angesiedelt, so kann man heutzutage durchaus von einer Ausweitung auf fast alle, besonders wirtschaftliche, Lebensbereiche sprechen.






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Für Psychologiestudenten und Psychologieinteressierte ein MUSS!!!

Ein Professor empfahl in einer Vorlesung beiläufig die Auseinandersetzung mit Le Bons "Psychologie der Massen".

Also bin ich auf zu amazon und habe die kostengünstige und somit studentenfreundliche Ausgabe von RaBaKa-Publishing bestellt.

Le Bon verfasste seine Ausführung über die Massenpsychologie bereits 1895, nichtsdestotrotz hat dieses Thema an Aktualität nichts eingebüßt. Seine Analyse der Massenseele und dem ihr innewohnenden Wunsch nach Führungspersönlichkeiten ist sowohl verständlich als auch beeindruckend. Zumal sich seine Theorie bereits knapp 40 Jahre später in der Praxis bewahrheitete und einen traurigen Höhepunkt im 3. Reich fand.
Der Autor geht sehr detailiert auf die verschiedenen Aspekte der Massenpsychologie ein. Das Buch ist in 3 Teile gegliedert: 1. Die Massenseele; 2. Die Meinungen und Glaubenslehren der Massen; 3. Einteilung und Beschreibung der verschiedenen Massen. Jeder Teil ist in sich nochmals sehr übersichtlich gegliedert und man findet sofort die gesuchten Themenbereiche und Informationen.
Außerdem hat mich das Format des Buches begeistert, ich konnte in der Bahn genauso gut damit arbeiten wie am Schreibtisch.


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reviews: page 1, 2, 3



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