Ein umfassendes Nachwort liefert detaillierte Information zur Aufzeichnungs- und Erforschungsgeschichte der mongolischen Volksmärchen, zur Erzähltradition, aber auch zu inhaltlichen und stilistischen Besonderheiten mongolischer Märchen. Dem Literatur- und Abkürzungsverzeichnis folgen Anmerkungen und Kommentare. Wort- und Sacherklärungen zu kulturspezifischen Begriffen und Sachverhalten schließen diese Ausgabe ab.
Die Herausgeberin studierte in den 50er Jahren Sinologie, Tibetologie und Japanisch in Leipzig und Peking. Sie promovierte über das Thema ?Folkloristischer und sachlicher Gehalt mongolischer Märchenstoffe" und wurde Assistentin, später Oberassistentin an der Leipziger Universität, danach wissenschaftliche Mitarbeiterin am dort neubegründeten Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften.Dr. Erika Taube lehrte neben Mongolisch und Tuwinisch die Kultur und Geschichte zentralasiatischer Völker und unternahm mehrere Feldforschungen in der Mongolei (zwischen 1966 und 1985) und in Tuwa (1993). Sie sammelte Material zur Sprache, Ethnographie und Folklore der Tuwiner, insbesondere Märchen und andere mündliche Überlieferungen, und verfaßte zahlreiche Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Mongolistik und zentralasiatischen Turkologie, vor allem zur geistigen und nicht-schriftlichen Kultur zentralasiatischer Völker sowie zur Ethnographie der altaischen Tuwiner.