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  Buch: Gehen, wo man nicht mehr fahren kann. | Wilfried E. Hölzler
 
 
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Gehen, wo man nicht mehr fahren kann.
Wilfried E. Hölzler

Obermayer, 2007 - 192 Seiten

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Schöne Fotografien

Unendlich oder Vergänglich? Anfang oder Ende? Abfahrt oder Endstation? Das Urteil liegt immer auch im Auge des Betrachters. Gehen, wo man nicht mehr fahren kann eine stille Spurensuche von Wilfried-Ernst Hölzler. Die Fotografien des Allgäuer Künstlers spielen mit der Vorstellungskraft des Betrachters. Sie präsentieren die Stille und verdeutlichen zugleich die Kraft, die Macht und die Größe der Grenzen überschreitenden Hauptbahnen von einst. Sie faszinieren durch die Poesie des allmählichen Verfalls und gleichzeitig durch die Kraft ihrer Beständigkeit. Und immer wieder: der Prellbock Anfang oder Ende?

Mächtige Dämme, riesige Brückenpfeiler, die scheinbar nutzlos inmitten der Landschaft stehen, vergessene Waggons auf abgeschnittenen Gleisen, überwucherte Laderampen mitten im Wald und verlassene Stellwerke in der Weite des Landes und jede Menge Schotter, Schwellen und Schienen: Gehen, wo man nicht mehr fahren kann ist ein bemerkenswerter Bildband von Wilfried-Ernst Hölzler, erschienen Bei dvo - Druck und Verlag Obermayer. Die Schwarzweiß-Fotografien zeigen Eindrücke, die Hölzler auf Begehungen stillgelegter Eisenbahnstrecken in Bayern gesammelt hat. Bei seiner fotografischen Spurensuche hat er dabei 2801,9 Bahnkilometer zurückgelegt. Der erste vorliegende Band dokumentiert diese Spurensuche mit 372 Fotografien von 21 Strecken (von Welden Augsburg Hirblingerstraße über Dillingen Aalen Härtsfeld bis Kempten-Hegge Kempten Hauptbahnhof Kempten Stellwerk I).

Bis zu 42 Kilometer legt Wilfried-Ernst Hölzler, der im Hauptberuf Kunstlehrer an einem Allgäuer Gymnasium ist, bei seinen Projekten pro Tag zurück. Immer dabei: die Kamera, mit der er die Eindrücke festhält.

Tausende Kilometer zu Fuß. Immer am Gleis entlang oder dort wo einst eines gewesen ist. Die Lebensadern von gestern fühlen, den Puls der vergangenen Zeit. Vergangen aber doch beständig.


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