Ob kurze Darstellung der analogen und digitalen Aufnahmetechniken, Einbindung elektronischer und akustischer Klangerzeuger samt Grundlagen der Mikrofonierung, Erläuterungen zu MIDI in Anwendung und Protokolldetails, Einsatz von Effektgeräten, Mischpulten, Verkabelung, Synchronisation, eine Prise elektrotechnische Grundlagen... 'Das Homerecording Handbuch' kommt unscheinbar daher, ist klein und nicht zu dick. Aber nach dem Motto "innen größer als außen" werden IMHO doch alle relevanten Themen abgehandelt, und zwar in vielen Aspekten auch detailreicher, als es eben das äußere Kleinformat des Buches vermuten lässt!Darüber hinaus gefällt mir der Schreibstil des Autors, der bekanntermaßen "fit" in der Materie ist und trotzdem nicht akademisch dozierend langweilt sondern mit frischer, praxisnaher Sprache informiert.
Das Buch lag 2 Jahre ungelesen bei mir im Regal (eben mangels Zeit...) und umso erstaunter bin ich jetzt, dass es dennoch nicht überholt resp. veraltet wirkt - 90% der Infos darin sind eben in gewissem Sinne zeitlos richtig und wichtig. Deshalb denke ich sogar, dass sich das Buch selbst für Einsteiger mit nur minimaler Vorbildung (3 Ausgaben von KEYBOARDS oder KEYS lesen) eignet, um damit die wesentlichen Aspekte des Homerecording zu begreifen - auch wenn dabei der eine oder andere Fachterminus vielleicht nicht ad hoc verstanden wird. Aber dafür gibt es ja in jeder KEYBOARDS das Glossar, gell. :-)In diesem Sinne: Glückwunsch, volle Punktzahl!
P.S.: Auch den Vorwurf mit der Werbung kann ich nicht teilen. Es ist IMHO nicht nur legitim sondern grundsätzlich notwendig, in einem Praxis-Handbuch (sic!) exemplarisch Produkte der besprochenen Gattung zu nennen und zu zeigen. Und mehr tut Roland Enders in seinem Buch nicht.