counter
 
  Die Mittagsfrau | Julia Franck
 
 
Seiteninhalt:
Suche Bücher:   

die mittagsfrau

Die Mittagsfrau
Julia Franck

Fischer (S.), Frankfurt, 2007 - 432 Seiten

Kundenbewertung:(51 Bewertungen)
großes Bild anzeigen
 weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit

 



Als der siebenjährige Peter in der Küche in seinem improvisierten Bettchen liegt, singt Frau Kozinska durch die Risse im Boden in der Wohnung unten. Die Russen, die neuerdings bei ihr wohnen, halten sie nicht davon ab. Dann reißt die Mutter Peter unsanft aus seinen Träumen. Er müsse zur Schule, sagt sie, der Lehrer Fuchs warte. Aber der Lehrer wartet schon lange nicht mehr auf jeden Schüler, seit die Schule zerbombt und in den Milchladen von Fuchs? Schwester umgezogen ist. Der Krieg ist verloren, Hoffnungslosigkeit hat sich breit gemacht. Was soll man da noch lehren und lernen?

In Die Mittagsfrau entrollt die 37-jährige Berliner Autorin Julia Franck ihre Geschichte, die vor den ersten Weltkrieg zurück reicht, vom Ende her. Mit ihrem Sohn Peter geht Helene, deren unbeschwerte Kindheit in der Lausitz 1918 abrupt beendet wurde, 1945 wie fast jeden Tag zu einem Bahnhof in Vorpommern, um vor den Russen Richtung Berlin zu fliehen. Am Bahnhof lässt sie Peter stehen und verschwindet: die traurige Konsequenz eines Lebens, dass selbst kaum Liebe erfahren hat und dem von daher auch die kindliche Liebe unerträglich wird. Von den Männern enttäuscht und von der Familie verlassen, fasst Helene einen Entschluss, der so grausam ist wie die Schicksalsschläge, die sie selbst erlitten hat...

Offenbar gibt es heute nichts mehr zu erzählen. Nur so lässt sich erklären, warum auch die jüngste Generation deutscher Autorinnen und Autoren literarisch immer wieder zum Krieg und seinen Schrecken Zuflucht nimmt. Solange dies allerdings auf so blendende Art und Weise wie bei Julia Franck geschieht, will und kann man sich nicht beschweren. Die Mittagsfrau jedenfalls entwirft am Einzelschicksal ein grandioses Panorama einer erbarmungslosen Zeit. Unbedingt lesenswert. -- Stefan Kellerer


 weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit


Es bleiben viele Fragen offen

Hmm.. Ich habe mir gerade überlegt ob ich 4 oder nur 3 Sterne hergeben möchte. Ich habe mich für 3 entschieden auf folgenden Gründen:
Die Geschichte von Helene ist gut geschrieben, ich habe einen guten Eindruck über die Gesamtsituation ihres Lebens bekommen. Allerdings habe ich den Einduck gehabt als liege eine Art grauer Filter über ihrem Leben. Dieser verhindert (auch trotz teilweiser guter Beschreibung von Gefühlen, Einstellungen, seelischen Zuständen), dass ich näher an ihre Person herankomme, mich hineinfühle und nicht von weiter Distanz ihr Leben beobachte muss.
Ein weiterer Punkt der mich jetzt schlussendlich auch an dem Buch gestört hat ist der unverständliche, nicht ansatzweise zufriedenstellende Schluss. Ich erwarte gar kein Happy End oder so etwas in der Art. Meiner Meinung hätte es entweder ein offener Schluss sein sollen (dazu hätte man das letzte und erste Kapitel weglassen sollen) oder das Ende hätte einfach noch besser beschrieben werden müssen, wie es z.B. dazu gekommen ist dass Helene ihr Kind weggibt und aus welchen Gründen, gerade die emotionale Komponente, da reicht mir einfach nicht das Kapitel über das Pilzesammeln im Wald bei der sie auf die Realität der Judenverfolgung trifft und an ihre Schwester erinnert wird. Außerdem finde ich es ungenügend, dass am Schluss erwähnt wird dass sie mit ihrer Schwester wieder in Berlin lebt ohne das man wenigestens 2 Sätze Erklärung dazu hört.
Aber im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass die Autorin eine gewisse Spannung erzeugt hat, immer weiter zu lesen, die ich mir eigentlich gar nicht erklären kann. Schön finde ich auch, dass schon bei der Geburt von Helene begonnen wird ihr Leben zu erzählen. Außerdem übermittelt auch dieses Buch einen Eindruck über diese Zeitperiode zwischen 1 und 2 Weltkrieg.
Fazit: Eigentlich eine Buch das man weiterempfehlen kann, aber nur mit der Anmerkung den Schluss lieber nicht zu lesen.


 weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit


Spannende Story

Ich bin mir nicht sicher, ob ich durchgehalten hätte, wenn ich das Buch selbst gelesen hätte. Der Text hat m.E. eine große Schwäche, die stilisierte und antiquierte Sprache. Es ist doch nicht nötig, den Erzählstil der Zeit des Geschehens anzupassen. Da ich die Hör-CD geschenkt bekam, musste ich mich nicht durch das Buch kämpfen. Julia Franck selbst liest den Text. Die Art ihres Vortrags gefällt mir sehr. Ich mag, wie sie spricht. Hatte zuvor schon einige Interviews mit ihr gehört. Dabei war mir jeweils ihre angenehme Stimme und ihre spezielle Intonation aufgefallen. Die Story selbst ist sehr weit gesponnen und in sich schlüssig. Was einige Kritiker hier auf der Seite ihr anlasten, ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich wollte gar nicht detailiert wissen, was aus jeder einzelnen Person wurde. Mir gefällt, dass Franck das eine oder andere offen lassen kann. Die Protagonistin ist sehr gut gezeichnet und erschließt sich dem Hörer (Leser). Das Unbegreifliche - die Aussetzung des Kindes - wird nicht zu 100% erklärt, es wird nicht entschuldigt, es wird nicht moralisiert. Man kann ahnen, warum Helene meinte, nicht anders handeln zu können. Ganz verstehen kann man es nicht. Soll man ja vieleicht auch gar nicht.
Diese Hör-CD kann ich mit gutem Gefühl weiterempfehlen.


 weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit


beeindruckend

Ich weiß nicht, was manche Rezensenten vor mir für Probleme mit diesem Buch hatten: Sprache, Stil, Grammatik sind gut und die Darstellung einer Frau, die die Liebe ihres Kindes aufgrund schicksalhafter Umstände opfert sind beeindruckend in dieser generationenübergreifenden Geschichte geschildert. Top.


Keine leichte "Kost"

Es ist gar nicht so leicht in Worte zu fassen, zu beschreiben was in einem vorgeht, wenn man dieses Buch gelesen hat. Ich war auf jeden Fall durcheinander und konnte kann trotz allem, was Helene durchgemacht hat in ihrem jungen Leben, nicht nachvollziehen warum sie ihren kleinen Jungen allein am Bahnhof sitzen lässt. Ich bin auch mit der Figur der Helene insgesamt nicht "warm" geworden, habe viele Gedanken von ihr nicht verstanden. Vorallem nicht den Absturz nach dem Tod ihres Verlobten, da ich anhand der Erzählung vorher nicht herauslesen konnte, dass er DIE Große Liebe gewesen ist.
Alles in allem kann aber ich nicht sagen, dass die Geschichte langweilig oder schlecht gewesen ist. Das war sie in keinem Kapitel. Ich wollte schon wissen was Helene zu dieser unglaublichen Tat veranlasst hat, auch wenn es mir letzlich doch nicht gelungen ist dies herauszufinden oder gar zu verstehen. Aber die Geschichte war schwer zu lesen und ich bleibe mit gemischten Gefühlen zurück.


 weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit


reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



Folgende Artikel könnten Sie interessieren




Empfehlungen

Die wichtigsten deutschen Verlage (Cicero-Ranking, 1-10)
Bücher fürs Leben, bzw. die lange mit einem "leben"
Kurze Liste richtig schöner Enttäuschungen
Meine persönlichen Amazon Highlights
Eine Liste, die Buchmuffel kuriert


mittagsfrau


Die Mittagsfrau
Karolinchen und die Mittagsfrau
Die Mittagsfrau
Das Vermächtnis der Mittagsfrau



Suche nach Büchern
mittagsfrau


aktuelle Kategorie: Bücher
Bücher
Zeitschriften
Elektronik
Kamera und Foto
Computer Hardware
moderne Musik
klassische Musik
DVD
VHS Video
Software
PC- und Videospiele
Spielwaren
Heimwerken
Küche und Haushalt
Garten und Freizeit
Bad und Körperpflege





zufällig ausgewählt


Spiel: MyMy Malibu 41184 - Geldbeutel (Scheine)